Schwarze Granatäpfel und der Baum der Erkenntnis (Foto)

Schon oft hab ich über den Ganatapfel – die Frucht, die zauberhaften Blüten, die  Mythologie und Mysterienkulte berichtet, die sich um diesen Baum ranken. Stand nicht am Anfang unseres Erdenschicksals der Ganatapfelbaum, um den sich eine Schlange wand, um Eva zu verführen, auf dass sie ihrerseits Adam verführte: Iss die Frucht dieses Baums, und du wirst erkennen, was Gut und was Böse ist….

Bisher dachte ich wie selbstverständlich, dass diese verführerische Frucht rot war. Nun aber sah ich im Garten des kleinen Klosters eine alte Sorte, und die war von einem tiefen fast schwarzen Violett. Schau selbst!

War es etwa diese Frucht, die im Paradiese reifte und die am Anfang unseres so zweifelhaften Wissens um das Gute und das Böse stand? Le Rouge ou le Noir?

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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35 Antworten zu Schwarze Granatäpfel und der Baum der Erkenntnis (Foto)

  1. signorafarniente schreibt:

    Liebe Gerda, das ist faszinierend. 🤩 Ich hätte, bis zu deinem Beitrag, eindeutig behauptet, dass Granatäpfel rot sind. Umso spannender, dass das nicht der Fall ist. Liebe Grüße, Eva

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    • gkazakou schreibt:

      Ich hätte es auch geschworen, bis ich diese schwarze Sorte entdeckte. Inzwischen habe ich einiges dazu im internet gelesen. Spannend, denn die schwarze (black pomegranate) scheint besondere Heilkräfte zu haben.

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      • signorafarniente schreibt:

        Ich recherchierte auch sofort. Im Iran ist die schwarze Sorte wohl recht kultiviert. Mit den Heilkräften und dem medizinischen Wissen der Klosterbewohner schließt sich vermutlich der Kreis, warum es genau diese Sorte des Granatapfels sein musste.

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      • gkazakou schreibt:

        Diese vier Mönche sind hellwach, mit einer vorbildlichen Beziehung zur Natur und zu den Menschen- ohne leeren Aktivismus. Sie kümmern sich um die Erhaltung von Arten (Samen), arbeiten mit Helfern zusammen, die verletzte Wildtiere aufpäppeln (ich sah bei einer eindrucksvollen Freisetzung von therapierten Greifvögeln zu, darunter auch eine seltene Schneeeule), kümmern sich um behinderte Menschen und vieles mehr. Ihr kleines Kloster hat einen wunderbar gehaltenen Garten, und an jeder Pflanze steckt ein Schildchen, das den Namen ausweist. Bist du dort, geht dein Herz auf.

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      • signorafarniente schreibt:

        Bewundernswert! Das sind genau die Menschen, die letztendlich den Unterschied machen. Im Stillen – ohne die große Bühne zu suchen. Es ist eine wahre Freude darüber zu lesen. 😍 Danke, dass du das mit uns teilst. 🌷

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  2. So was hab ich noch nie gesehen schwarze Granataepfel. Ich lebe in California und hier wachsen diese himmlischen Fruechte ueberall.

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  3. Susanne Haun schreibt:

    Liebe Gerda, der Granatapfel sieht toll aus! Ich habe vergessen, wann die Mythologie in der Darstellung vom Granatapfel zum Apfel wechselte. 🙂
    Bestimmt ist es auch kein Zufall, dass Schneewitchen in einen vergifteten Apfel biss.
    Einen schönen Tag wünscht dir Susanne

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    • gkazakou schreibt:

      Hallo, Susanne! Der Apfel ist wohl in europäischen Ländern bekannter gewesen als der Granatapfel – jedenfalls, seit er aus dem Wildapfel herausgezüchtet wurde. Das geschah in Asien schon sehr früh, in Germanien aber erst durch die Römer, im 1. vorchr Jh. Die Germanen, so las ich, gaben dem Apfel die Bedeutung der Unsterblichkeit (Reichsapfel) und für die Kelten symbolisierte er Tod und Wiedergeburt. Da überschneiden sich dann die Bedeutungen mit dem Granatapfel (Persephone, Eleusis-Mysterien). Der einseitig rotwangige Apfel bei Schneewittchen passt hier wohl hinein.

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  4. Karin schreibt:

    Ich kannte bisher auch nur die roten Granatäpfel, habe bei wiki nachgelesen, dort werden auch die schwarz-violetten beschrieben. Wieder etwas gelernt -:)) Sie stammen ursprünglich ja aus dem Iran, Afghanistan und Nordindien – lag das Paradies doch nicht im Zweistromland? Bibelgeschichte ist ein spannendes Kapitel an Mythen und Überlieferungen, wobei leider die lange mündliche Überlieferung und Umdeutung ja gänzlich verlorenging – ich muß dabei immer an das schöne Kinderspiel „Stille Post“ denken.
    Morgengruß zu Dir aus einem grauen Sommer hier, Karin

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  5. hanneweb schreibt:

    Da auch ich einen Granatapfelstrauch, aber im Kübel in meinem Garten wachsen und gedeihen sehe weil ich diese wunderschönen Blüten so mag, überrascht mich diese Info mit Bild über schwarzen Granatapfel sehr. Ganz toll und Dankeschön dafür!
    Liebe Grüße, Hanne

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  6. ele21 schreibt:

    Wunderschön 😍 ! Noch nie gesehen; wie die wohl schmecken? Und sind in innen auch dunkel – oder rot?

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  7. Friedrich schreibt:

    Ein persicher Bekannter hat mir einmal verschiedene Granatapfelsorten mitgebracht, darunter weiße, rote und auch die violetten… Das Aroma der roten blieb aber unübertroffen 🙂

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  8. Werner Kastens schreibt:

    Rouge ou noir: das Lebensroulette?

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  9. Gisela Benseler schreibt:

    Ja, Granatäpfel sind in der Regel rot. So liegen sie hier in den Regalen zum Verkauf. Daß sie auch schwarz-violett sein können, ist mir neu, Gerda, und ich sehe es hier bei Dir zum 1. Mal.

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  10. Gisela Benseler schreibt:

    Das andere ist die Geschichte vom Paradiesbaum, von Adam und Eva und dem „Apfel“ und der Schlange. Das ist ja alles symbolisch gemeint, wie Du sicher weißt. Diese Symbolik zu deuten, ist wieder eine Sache für sich. Da will ich Dir nicht hineinreden, Gerda.

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  11. Gisela Benseler schreibt:

    ☆ist ,- ach ja noch viele weitere Schreibfehler, die ich hier aber jetzt leider nicht mehr sehe. .😕Tut mir leid, Gerda.

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  12. Johanna schreibt:

    Erstaunlich! Diese Frucht wird sicherlich enorme Heilkräfte haben!! …. ich dachte bei Adam und Eva immer an einen Apfel und hörte erst später vom Granatapfel …
    Nun ich sehe es nicht als ein historisches Ereignis ….sondern als Metapher… da passen viele Früchte, obwohl ich doch meine, dass ein roter (Granat-) Apfel noch ‚verführerischer‘ als ein schwarzer wäre 😊

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    • gkazakou schreibt:

      Nicht Metapher, meine ich, sondern Symbol ist die Frucht, die Eva Adam reicht, ist die Schlange, ist das Feigenblatt… Die ganz konkreten „Wesen“, die dem naturreich entstammen, verweisen auf etwas Allgemeineres, aber durchaus nicht Abstraktes. Wie Goethe sagte „Das ist die wahre Symbolik, wo das Besondere das Allgemeine repräsentiert, nicht als Traum und Schatten, sondern als lebendig augenblickliche Offenbarung des Unerforschlichen.“ Oder auch: Symbol sei eine „aufschließende Kraft“, „die im Besonderen das Allgemeine (und im Allgemeinen das Besondere) darzustellen vermag“.
      „Die Symbolik verwandelt die Erscheinung in Idee, die Idee in ein Bild, und so, dass die Idee im Bild immer unendlich wirksam und unerreichbar bleibt und, selbst in allen Sprachen ausgesprochen, doch unaussprechlich bliebe.
      Die Allegorie verwandelt die Erscheinung in einen Begriff, den Begriff in ein Bild, doch so, dass der Begriff im Bilde immer noch begrenzt und vollständig zu halten und zu haben und an demselben auszusprechen sei.
      Es ist ein großer Unterschied, ob der Dichter zum Allgemeinen das Besondere sucht oder im Besonderen das Allgemeine schaut. Aus jener Art entsteht Allegorie, wo das Besondere nur als Beispiel, als Exempel des Allgemeinen gilt; die letztere aber ist eigentlich die Natur der Poesie, sie spricht ein Besonderes aus, ohne ans Allgemeine zu denken oder darauf hinzuweisen. Wer nun das Besondere lebendig fasst, erhält zugleich das Allgemeine mit, ohne es gewahr zu werden, oder erst spät.“

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      • Johanna schreibt:

        Danke Gerda, das ist gut (obwohl ich es mehrfach lesen musste, um wirklich zu folgen)… ja Symbol ist richtiger, passender, und instinktiv hatte ich auch Symbol gemeint. Mir fällt auf, dass ich evtl das Wort Metapher nicht wirklich verstanden habe….. nun ja. Ich denke gern in Bildern, da kommen die Worte manchmal abhanden 😊

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  13. Schwarze Granatäpfel, die müssen ja wundervoll aussehen. Bei uns sind sie mir noch nie begegnet, wie schade ist das. Nun werde ich immer aufpassen, so wie ich es bei den Auberginen machte, bis ich die weißen dann auch bei uns mal fand… *lächel* und nicht nur im südlichen Urlaub.

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