Zu gern wüsste ich … (Legebild 4 mit Leelas Schnipseln )

Zu gern wüsste ich, was ich mir bei diesem Bild dachte, das ich heute Nacht legte. Ich versuchte vergebens, es zu verändern, doch NEIN! Es musste genau so sein, wie ich es euch jetzt zeige. Du kennst das vielleicht vom Schreiben: Da steht ein Satz, du knobelst, was er da soll, was er bedeutet, aber genauso will er sein und sagt: „ich kann nicht anders“.

Links eine Art Tabernakel und ein Mann mit Kulihut, der einen eingesperrten Hund anstachelt und reizt, drüber eine frei spielende Katze, Zeichen, Himmelskörper. Beide Tiere haben einen Ball zum Spielen.

Hier nochmal die drei anderen im Überblick:

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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22 Antworten zu Zu gern wüsste ich … (Legebild 4 mit Leelas Schnipseln )

  1. Du zeigst, wie man auch mit Schnipseln Geschichten erzählen kann. Dass es dabei teilweise am aktuellen Bewusstsein vorbeigehen kann, habe ich auch schon bei Texten erlebt.

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  2. OIKOS™-Editorial schreibt:

    Wunderbar, Gerda! Ja, die Interpretation gehört dazu, und ist hier phänomenal! Dies brachte im Kunstunterricht nicht nur mich zum Verzweifeln. Lol Wünsche dir noch einen schönen Abend! LG Michael

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  3. lachmitmaren schreibt:

    Mir fallen da schon einige Interpretationen zu ein … ;-): Zum Eingesperrtsein (mit dem „Trost“ der „Spielmöglichkeit“ mit dem Ball) …; zu denen, die die Tagelöhnerdienste übernehmen und gegen Geld jemandem zuarbeiten, indem sie den Eingesperrten drohen; zu Tabernakeln, die aufgestellt werden, damit die Eingesperrten denken, sie enthielten etwas Wichtiges, vielleicht auch etwas Bedrohliches, es gebe sozusagen einen höheren Sinn für das Einsperren … ; und zu freiheitsliebenden Katzen, die all dem den Rücken kehren und spielen, wie es ihnen gefällt …. .
    Aber ich nehme an, SO hast du es nicht gemeint … ;-).

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    • gkazakou schreibt:

      Ich nehme deine Erzählung dankbar entgegen,liebe Maren, da ich gar nicht weiß, wie ichs gemeint habe. Dass die Katze dem Bösartigen, dem Zwang, der sinnlosen Anstachelung zu Wut und den Tabernakeln aller Mächtigen den Rücken zudreht und gelassen spielt – ja, das habe ich auch wohlwollend zur Kenntnis genommen. Irgendwie gefällt mir ihre Haltung.. 🙂 .
      Aber ich weiß schon: wir sind keine Katzen, sondern „Menschen in ihrem Widerspruch“ (C F Meyer). Und da bin ich ganz bei dir und deinem heutigen Beitrag, den ich ausgezeichnet finde und am liebsten auch reblogged hätte.

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  4. linienspiel schreibt:

    Mir zeigt sich in diesem Bild alles, was sich seit über einem Jahr ereignet und sich immer mehr zuspitzt.
    Das Legebild macht mich angespannt, ich will dieser Person den Speer aus der Hand schlagen!! Und für den Hund öffne ich in meinen Gedanken den Käfig, und ich sehe, wie er sich beruhigt und herauskommt und Freude beim Spiel mit dem Ball, – ja, sogar gemeinsam mit der Katze – erlebt.
    Das musste jetzt einfach sein, liebe Gerda, dass ich diese Bildgeschichte für mich umschreibe.
    Liebe Grüße,
    Beate

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    • gkazakou schreibt:

      Wie schön, Beate! Genauso fühlte ich, als ich es legte. Dieser Gegensatz zwischen der bösartigen Aufstachelung des armen Hundes, der eingesperrt im Käfig zwangsläufig bösartig wird, und der friedlich spielenden Katze ist das Thema dieser Zeit. Und das Tabernakel? Was wird darin aufbewahrt? (das Wort Tabernakel ist den meisten, auch mir nicht besonders geläufig, aber ich musste es unbedingt benutzen. Es lagerte in einem Fach meines Halbbewusstseins, und nun frage ich mich: was will es mir sagen?)

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  5. Leela schreibt:

    mir scheint, das Kätzchen spielt unbekümmert und von den Himmelskörpern und Zeichen beschützt. Vielleicht deuten sie auch Schicksalhaftes an. Der Hund hat keine Zeit für den Ball. Er wehrt sich, ist in Angriffshaltung und völlig in die Enge gedrängt. Der Mann mit Kulihut spielt eine üble Rolle ist aber meisterlich gestaltet. Steht vor dem Käfig ein kleines Kind? Will es der Mann für sich? Und welche Rolle spielt der Tabernakel mit der (Corona)-Krone? Ein Vorratsschrank für Speergift? liebe Gerda, du siehst, ich habe mal wieder spekuliert. Ein Bild schöner als das andere (soweit das überhaupt möglich ist 🙂)

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    • gkazakou schreibt:

      dankeschön, wieder sehr anregend, besonders die Verbindung des Tabernakels mit dem Corona-Virus. Ist ja eigentlich naheliegend, aber ich habe es nicht bewusst gesehen. Die Krone. Hm. Nun wüsste ich noch gern, was sich sonst noch im Tabernakel befindet. Speergift, sagst du? … Erst wollte ich sagen: das leuchtet mir nicht ein. Aber dann fiel mir die Artussage ein. Der alte König war doch durch einen vergifteten Speer in seinen beklagenswerten Zustand geraten, oder? Nein, es war eine blutende Lanze, die Parzival sah – und die erinnert an die Lanze, mit der Jesus am Kreuz durchbohrt wurde – und das Blut wurde dann im Gral aufgefangen. Hm. Also ja, etwas rumort da im Untergrund der Assoziationen.

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  6. Ich finde auch, es spiegelt die ganze Corona Sch……e wider! Sorry, habe das Unwort nicht ausgeschrieben, aber ich habe mittlerweile kein anderes Wort mehr dafür!🤭😬😷🥵

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  7. nandalya schreibt:

    Du gestattest bestimmt, dass ich bei dem Mann einen Bezug zu Asien / Japan sehe. War vielleicht Musashi zu Besuch? 😉

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  8. Deine Legebilder stecken voller Gedanken, die Du Dir über unsere seltsame Welt gemacht hast, liebe Gerda.
    Der Hund im Käfig und der Mensch, der im Auftrag diesen Hund ständig reizt und sein von Natur aus friedliches Naturell, in ein aggressives verändern möchte. Das Ergebnis – ein Kampfhund, eine unfreiwillige *Waffe* , die bei Bedarf eingesetzt wird.
    Wie gut hat es dagegen die Katze, die das alles nicht kümmert…
    Sie macht, was sie will, wie es ihr selbst gefällt.

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  9. Pingback: Seiltänzer | Illusionen

  10. Einer Macht , die eigene immer miese Zwecke verfolgt…

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  11. Pingback: Illusionen

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