Was macht Corona mit uns? Protokoll einer Aufstellung

Dies ist ein langer Text: das Protokoll einer Aufstellung. Ob er wohl lesbar und verständlich ist für jemanden, der nie eine Aufstellung gemacht hat? Nun, du wirst es mir sagen, sofern du bist zum Ende durchhältst.

9.5.2021 Protokoll

Das Aufstellungs-Setting

Siebzehn Menschen mittleren Alters – vier Männer und dreizehn Frauen – treffen sich, um eine Aufstelllung über das Thema “Corona-Virus, Impfung etc” zu machen.  Es ist das erste Mal, dass ich in Kalamata eine solche Aufstellung anbiete, und auch der Raum wird zum ersten Mal benutzt.  Die große Zahl der Interessierten ist daher bemerkenswert.  Leider ist der Raum groß und hallt sehr, was die Verständigung und Konzentration etwas behindert. Nicht alle kennen die Methode, aber ich verzichte darauf, sie näher zu erläutern.

Bevor  sich die letzten einfinden, verteile ich Zettel und Stifte. Jede (jeder) möge in einem Satz von nicht mehr als 10 Wörtern aufschreiben, was sie zu dem Thema sagen möchten, wie es sie betrifft, oder was immer sie halt sagen möchten und für wichtig erachten.

Ich sammele zwölf  Zettel ein und lasse sie von einer anwesenden Lehrerin vorlesen.  Alle Sätze sind allgemein gehalten, viele geben „Verschwörungs“-Ansichten wieder wie: mit dem Virus und der Maßnahmenpolitik beabsichtigte Beherrschung, Ausrottung, Manipulierung der Menschheit, Globalisierungsinteressen etc, andere beklagen die seelischen Folgen oder erhoffen sich eine Höherentwicklung der Menschheit.

A

Ich frage  in die Runde, ob es jemanden gibt, der sich persönlich besonders betroffen fühlt. Eine 42jährige Frau meldet sich: sie habe zwei Kinder, einen 17jährigen Sohn, eine 7jährige Tochter, die vermutlich im Herbst gezwungen würden, sich impfen zu lassen. Sie sei verzweifelt.  Ihre Problematik scheint ins Zentrum des Themas  zu zielen

Ich entschließe mich, die Angelegenheit dieser Frau „klassisch“ aufzustellen, indem ich für die Betroffenen (Vater, Mutter, Kinder), ferner für „Schule“, „Impfung“, “Regierung“, „andere Eltern“ und noch einiges mehr  Stellvertreter bestimme.  Doch obgleich die Impfung das zentrale Thema zu sein schien, stellt sich  heraus,  dass es eigentlich um die innerfamiliäre Situation geht: Unterstützt der Mann seine Frau?  Sieht sich die Frau mit ihren Sorgen allein gelassen?  Merkwürdig auch, dass die kleine Tochter den großen Bruder unterstützen möchte, der seinerseits bei der Mutter Schutz sucht.  Die „Schule“ äußert,  es handele sich um ein innerfamiliäres Thema, sie habe nichts damit zu tun und wolle sich nicht weiter äußern.

Die  anderen aufgestellten Faktoren bzw Begriffe bleiben weitgehend  inaktiv und außen vor. Ich würde jetzt normalerweise die innerfamiliäre Situation näher ins Auge fassen und nachfragen, was denn da los ist. Aber das ja ja nicht unser Thema – also breche ich hier ab. Die Lehre aus dieser ersten noch rudimentären Aufstellung:

  • Die C-Debatte verstärkt innerfamiliären Konfliktstoff, zeigt Ungleichgewichte und Machtkämpfe, Bedürftigkeiten und Bruchstellen auf. C fordert dazu heraus, dies zu bearbeiten und wenn möglich, zu harmonisieren.

 

B

Nun bitte ich darum, einen Zettel vorzulesen. Der Text:

Die Wahrheit (αλήθεια) ist verborgen, und die Welt/die Leute (κόσμος) funktioniert unter dem Regime von Angst (φόβος), Empörung (αγανάκτηση), Verzweiflung (απελπισία) und Spaltung/Zwietracht (διχόνοια).

Ich lasse für die sieben Nomen sieben Stellvertreter bestimmen:

  • Wahrheit
  • Kosmos („Welt“ in der Bedeutung von Leute, Menschen)
  • Regime
  • Angst
  • Empörung
  • Verzweiflung,
  • Spaltung/Zwietracht

 

Später füge ich hinzu

  • Vereinigung
  • Liebe

Ich lasse nun die Eigendynamik des „Feldes“ ohne weitere Interventionen wirken. Das bedeutet, dass sich die Stellvertreter von inneren Impulsen bewegen lassen, ohne zu interpretieren oder eigenes hinzuzusetzen.

Selbstverständlich kann ich die Komplexität eines solchen ständig in Bewegung befindlichen Bildes nicht voll beschreiben. Die wichtigsten bzw mir am meisten auffallenden Entwicklungen sind folgende:

Kosmos windet sich am Boden. Eine zweite Person aus dem Publikum legt sich dazu. Kosmos ist nun also doppelt vertreten – aufgespalten in Kosmos 1 und Kosmos 2. Kosmos 1 ist beweglich und aktiv,  Kosmos 2 vollkommen passiv und wirkt fast wie tot. Dieser Zweispaltung von Kosmos  entspricht das Element Zwietracht/Spaltung, das eine außerordentliche Aktivität entfaltet und das Feld weitgehend beherrscht.  Es rast hinter Kosmos 1 her, lässt sich nicht abschütteln und belästigt es unaufhörlich wie eine wütende Hornisse. Es setzt sich schwer auf das passive am Boden liegende Kosmos 2, möchte es am liebsten ganz in den Boden drücken. Beide Kosmos-Teile wehren sich, versuchen,  sich freizumachen, Kosmos 2  beißt Zwietracht dabei sogar in den Fuß.

Kosmos 1 zeigt ein gewisses Interesse an Wahrheit, der es aber nicht  in die Augen sehen kann, wie es betont. Empörung und Verzweiflung schwirren als dunkle Gestalten durch den Raum. Regime bemüht sich, Ordnung herzustellen. Angst bleibt am Rande des Feldes – ein Schreckgespenst (μπαμπούλας, der „schwarze Mann“  für Kinder), ohne eigene Gefühlsbeteiligung oder Aktivität.

Als sich dies Spiel nicht mehr weiter entwickelt, füge ich den Begriff

  • Vereinigung (ενοποίηση)

hinzu. Das bemüht sich zwar um Friedenstiftung und darum,  Kosmos 1 und 2 zusammenzubringen. Eine wirkliche Veränderung ergibt sich aber erst, als ich, nach Aufforderung aus dem Publikum,

  • Liebe

hinzufüge. Liebe verweist Verzweiflung und Empörung „auf ihren Platz“ und drängt dann Zwietracht/Spaltung in eine Zimmerecke. Diese kämpft darum  auszubrechen, aber Liebe hält sie, ohne sie anzufassen, mit starken Armen zurück.

Seit dem Eintritt von Liebe verändert sich die Energie im Feld: Kosmos 1 und 2 können sich nun  umarmen (allerdings ist es keine besonders innige Umarmung), „Verzweiflung“ und „Empörung“ schließen sich dieser Umarmung an. Kosmos 2 fühlt sich nun besser, bleibt aber in der schweren, totenähnlichen Haltung. Kosmos 1 kann nun Wahrheit anschauen. Aber es bleibt bei einem flüchtigen, nicht sehr innigen Augenkontakt.

Auch diese Aufstellung ist nun an ein Ende gekommen. Und immer noch haben wir unser „eigentliches“ Thema nicht angesprochen. Doch haben wir inzwischen begriffen, dass sich das „Thema“ womöglich anders darstellt als wir alle bisher annahmen:

  • Die größte Belastung ist die Zwietracht/Spaltung, die den „Kosmos“ (Welt, die Leute) auseinandertreibt, quält und bedrückt. „Wahrheit“ wird nicht angeschaut. Die hinzugerufene „Liebe“ ist die Kraft, die „Zwietracht“ unter Kontrolle hält und zugleich harmonisierend-ordnend im Feld wirkt. Die „Spaltung“  wird nicht besiegt, sondern nur halbwegs, durch permanenten Einsatz von „Liebe“ unter Kontrolle gehalten. Man könnte die Thematik also zusammenfassen unter dem Gegensatzpaar Zwietracht-Liebe (διχόνεια-αγάπη).

 

C

Ich mache dann noch weitere Anläufe, um mich der ursprünglichen Frage nach Corona und Impfen anzunähern

Aufgestellt werden die Elemente

  • Coronavirus,
  • Impfung,
  • Regierung,
  • ökonomische Großinteressen.
  • Ferner suche ich einen Stellvertreter für die, die sehr radikale Meinungen haben („Verschwörungstheoretiker“, „ein abgekartetes Spiel“)
  • einen für die, die gemäßigte Ansichten haben („Es gibt den Virus, man muss sich anpassen, aber eigentlich glaube ich an den ganzen Unsinn nicht“) und
  • einen für die „Corona-Gläubigen“ (Covid ist eine fürchterliche Erkrankung, die Maßnahmen sind nicht streng genug)
  • Ferner einen Vertreter für an Covid Verstorbene.

Es ist gar nicht einfach, jemanden zu finden, der sich bereit erklärt, den „Corona-Gläubigen“ darzustellen. Bald zeigt sich dann auch, dass der „Corona-Gläubige“ nicht wirklich „an Corona glaubt“, sondern ungehörig findet, staatliche Maßnahmen zu hinterfragen und Gesetze zu übertreten.  So etwas tut man nicht. Und wer es tut, ist ein Lümmel, gefährdet andere, muss in seine Schranken gewiesen werden.  – Der Typ mit „gemäßigten Ansichten“ lässt sich durch Versprechen, Erleichterungen, Drohungen in die eine oder andere Richtung lenken, er verhält sich unausgesprochen, sieht auf seinen Vorteil. Warum sich stark machen gegen etwas, was man durch geschicktes Taktieren unschädlich machen kann?

Wir stehen also vor der merkwürdigen Situation, dass alle über „Covid“ streiten, aber niemand an Covid wirklich zu glauben scheint. Die Kämpfe, die ausgetragen werden, liegen  auf der Ebene von Glaubenssätzen und von diesen abgeleitetem Verhalten. Du musst, du sollst, ich will, das gehört sich so, du bist…, du hast…  Nicht um Covid geht es, auch nicht um das Gemeinwohl, die Menschheit oder was weiß ich, sondern um mich, um dich, um meine, deine Glaubenssätze, um dein und mein Verhalten und unser Verhältnis zueinander. Auch den an Covid  Verstorbenen geht es nicht um Covid.  Es ist ihnen egal.

Diese Interpretation der verschiedenen Typen wird durch die weitere Aufstellung unterstützt:  Coronavirus und Impfung amüsieren sich, sie turteln miteinander, bekommen einen Lachanfall und sind ein Herz und eine Seele.  Coronavirus hüpft vor der Wahrheit auf und ab, um sich sichtbar zu machen, aber Wahrheit sieht drüber hinweg, nimmt es nicht wahr. Regierung bemüht sich um Freundschaft mit Coronavirus, bleibt aber recht erfolglos und macht auch sonst einen eher hilflosen Eindruck. Die ökonomischen Großinteressen betrachten das Schauspiel aus der Ferne, „wie eine  Show  im Fernsehen“, vollkommen indifferent.  …. Coronavirus verliert schließlich an Kraft, legt sich hin, bleibt in der Mitte des Feldes liegen, sagt: „Ich habe meine Aufgabe erfüllt. Es sind die gestorben, die sterben mussten. Mich gibt es nicht mehr, aber meine Wirkung wird noch lange anhalten und sehr stark sein“. – Regime hockt vor dem kraftlosen Virus und empfindet dieses wie eine „chinesische Mauer“, unendlich fest und nicht von der Stelle zu bewegen, es bittet um Hilfe, um Virus abzuräumen. Sonst kümmert sich niemand um Virus, niemand nimmt  von ihm überhaupt Kenntnis, dennoch ist das Feld ständig in Bewegung und kreist um diesen „blinden Fleck“.

  • Wir verstehen nun, dass Impfung und Virus ein „Witz“ sind: sie amüsieren sich, sind ein und dasselbe, denn sie haben dieselbe Funktion. Wirkliche Kraft haben beide nicht. (Impfung sagt: „ich könnte auch Wasser sein, und es wäre dasselbe“). Für die großen ökonomischen Interessen  ist es völlig unerheblich, wie wir uns zu Corona etc einstellen, sie schauen auf die streitende Menschheit indifferent, wie auf einen Film, der abläuft. Was also ist wahr? Worin besteht die Wahrheit?

Was sollen wir tun? fragen die Anwesenden. Egal was wir glauben, egal was die Wahrheit ist: Man zwingt uns. Wir können es uns nicht leisten, Strafen zu bezahlen oder den Job zu verlieren. Die Kinder müssen in die Schule, und wenn wir sie nicht impfen lassen, dann nimmt man sie uns womöglich noch weg.  Das zentrale Wort ist nun  εξουσία“, zu übersetzen mit Herrschaft, Macht, Gewalt.

D

Alle Teilnehmer stehen im Kreis, und in die Mitte stelle ich eine Vertreterin für  εξουσία“ (Macht).  Die geht den Kreis ab, betrachtet hochmütig und machtbewusst  jeden einzelnen. Einige der im Kreis Stehenden „haben keine Lust, sich betrachten zu lassen“ und gehen raus, andere wechseln Blicke, andere vermeiden den Blickkontakt.  Eine weitere Person drängt ins Kreisinnere: auch sie will „Macht“. Die beiden gehen nun zusammen, als Duo, den Kreis ab, fühlen sich stark und mächtig. Eine dritte geht in den Kreis. Dort  kommt es zu Gerangel und Geschubse: wer ist die Stärkste? Wer hat das Sagen? Wer gewinnt die Oberhand? Wir anderen stehen am Rand und schauen zu. Eine der am Rand Stehenden sagt: „Ich bin sehr groß, sehr mächtig, ich bin die eigentliche Gewalt“.

  • Wir verstehen, dass es im Zentrum Machtkämpfe, aber auch Allianzen gibt. Die „drei Gewalten“ (Exekutive, Legislative, Justiz) suchen ihren Platz zu behaupten oder zu erweitern. Wir, die Zuschauenden, verleihen ihrem Spiel durchs Zuschauen Wirklichkeit und Bedeutung. Wer aber ist die in sich ruhende große Macht am Rande?  Ich interpretiere sie als das in jedem Menschen tief verwurzelte Wissen um Recht und Unrecht, als Gewissen oder Bewusstsein.  Die eigentliche, die höchste Gewalt regiert in jedem von uns (Kants „moralisches Gesetz in mir“). Meine Interpretation wird von den anderen als zutreffend angenommen.

Warum aber, so frage ich nun, lassen wir uns von anderen Gewalten herumkommandieren und schikanieren? Was hindert uns, unserer inneren Stimme zu folgen?

E

Ich behaupte jetzt, die höchste Gewalt zu sein und befehle allen, ihre Masken zu holen und aufzusetzen. Alle gehorchen mir sofort, ohne Widerrede.  So stehen wir eine Weile, alle maskiert. Dann erkläre ich, dass nun keine Masken mehr aufgesetzt werden sollen: Nehmt  die Masken ab. Ich selbst nehme auch meine Maske ab. Aber einige wollen nicht gehorchen. Die eine sagt: „ich habs satt: tu dies, tu das! Ich behalte sie auf solange, wie ich Lust dazu habe.“ („selbstbestimmter“ Typ). Eine andere sagt: „Nein, ich nehme sie nicht ab. Die Maske gibt mir Macht. Ich kann andere rumkommandieren.  Diese Macht gebe ich nicht wieder her.“ (Typ „verliehene Macht, ausübendes Organ“).  Ich befehle ihr erneut, mir zu gehorchen, aber sie weigert sich. Sie genießt ihre während Corona errungene Machtfülle und will sie auch weiterhin ausüben (eventuell „Virologe“, „Gesundheitsamt“, „Wissenschaft“).

F

Ich mache ein weiteres Experiment:  Die Polizei kommt herein (Vertreter „Polizei“). Sogleich setzen fast alle die Maske auf, zerstreuen sich, tun so, als wären sie nur zufällig anwesend. Es entspinnt sich eine Diskussion. Was geschähe, wenn….  Aber es ist klar: jede, jeder denkt an die Strafen, die er, sie nicht stemmen kann, falls sie verhängt werden.

SCHLUSSBEMERKUNG

Gibt es nun auf die Anfangsfrage eine klare Antwort? Sofern jemand erwartete, diese Antwort wäre: tu dies, unterlasse jenes – nein, eine solche Antwort gibt es nicht. Es kann sie nicht geben, denn die Antwort befindet sich in jedem Menschen, in seiner Brust. Und niemand kann ihm die Antwort abnehmen. Auch“die Wissenschaft“ kann das nicht. Ich kann nicht für die Frau entscheiden, ob sie ihr Kind  impfen lässt, ich kann auch für die Geschäftsfrau nicht entscheiden, die Maske wegzulassen oder aufzusetzen.

Das einzige, was ich tun kann, ist,  auf die innere Stimme zu verweisen: Was sagt sie? Kannst du die Stimme hören, oder hörst du Einflüsterungen, Versprechungen, Drohungen? Fühlst du Liebe? Fühle ich Liebe?

Wir alle haben profitiert von den wenigen, die es in der Geschichte  auf sich genommen haben, ihre Angst zu überwinden und für die Gewissensfreiheit zu kämpfen. Ohne diese Entschlossenen gäbe es keine Demokratie, keine Frauenrechte, keine Glaubensfreiheit, keine Pressefreiheit,  keine Selbstbestimmung über den eigenen Körper, keine Rechte für homosexuelle Menschen, immer noch lebten wir in Sklavengesellschaften, in Angst und Schrecken vor Willkürherrschern.  … Ohne diese Entschlossenen, die nur ihr Gewissen (die Wahrheit des Herzens) gelten lassen,  würde immer noch die nackte Gewalt herrschen.  Sie konnten auf keine Unterstützung rechnen, sie waren ganz allein vor der Inquisition, vor dem Erschießungskommando, auf dem Schafott.  Vielleicht waren sie in der Sache sogar im Irrtum.  Aber sie waren dennoch im Recht, wenn sie allein auf ihre innere Stimme gehört haben.

Noch sind die staatlicherseits angedrohten Strafen nicht so erheblich; ein Schulverweis, ein Gerichtsurteil, ein Strafgeld. Vielleicht sperrt man dich auch in die Psychiatrie, vielleicht nimmt man dir deine Kinder weg.  So weit ist es noch nicht? Nun, es kommt schon vor.  Und worin bestehen die staatlichen Versprechungen? Du darfst reisen. Du darfst die alte Mutter umarmen. Du behältst deinen Job. Du darfst dich mit Freunden treffen. Ich bitte dich! Willst du das denn überhaupt, wenn die, die das Spiel nicht mitmachen, es nicht dürfen? Wenn du dich nur mit „Geimpften“ treffen darfst? Warst du nicht eben noch solidarisch mit den Gefährdeten und verzichtetest daher auf Umarmungen, auf Reisen, auf Treffen? Und nun sagt dir jemand: du darfst – aber jener darf nicht? Die DIXONEIA (Spaltung, Zwietracht) gilt es zu überwinden!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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57 Antworten zu Was macht Corona mit uns? Protokoll einer Aufstellung

    • Gisela Benseler schreibt:

      Das ist ja unglaublich, was Dr. Bhakdi und andere herausgefunden haben! Danke für diesen Hinweis!

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    • gkazakou schreibt:

      Ich denke, dass es eine ernsthafte Frage, aber keine „Schockenthüllung“ ist. Ja, es kann sein, dass geimpfte Menschen andere gefährden. In Florida hat eine Reichenschule ihren Lehrern geraten, sich nicht impfen zu lassen, da sie andernfalls nicht mehr im Unterricht eingesetzt werden können, bevor die Frage geklärt ist, ob die Impfung Ansteckung zur Folge hat. Die Schule will nur Ungeimpfte am Unterricht teilnehmen lassen, bis hier Klarheit geschaffen wird.. Das finde ich gut und verantwortlich gedacht. Unverantwortlich ist hingegen, ein nur provisorisch zugelassenes Mittel für alle verpflichtend zu machen. Man würde mindestens noch vier Jahre Forschung brauchen, um diese sog Impfung nach üblichen Sicherheitsstandards einsetzen zu können.

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    • gkazakou schreibt:

      Es gibt da inzwischen eine Korrektur. Nicht alles, was in diesem Artikel steht, ist von Bakhdi. Ein „Außenmitarbeiter“ habe Fehlinformationen hineingeschmuggelt. Man muss sehr vorsichtig sein, es gibt absichtliche Fehlmeldungen, um die angeblich Zitierten dann widerlegen und diskreditieren zu können .

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      • Okay, danke Gerda! Für mich war es schlüssig, weil Bhakdi schon letztes Jahr in Beiträgen diesbezüglich VERMUTUNGEN äußerte.
        Die Wahrheitsfindung mit Quellen und Nachweisen wird immer schwieriger!

        Ich versuche auch immer eine logische Schlussfolgerung durch unterschiedliche Quellen herauszufiltern, was anderes bleibt einem nicht übrig!

        Kritisch bleiben und zu Hinterfragen ist für mich die einzige Chance, da irgendwie Durchzuschippern!
        Und, meinen logischen Verstand gepaart mit meinem Bauchgefühl einzusetzen!
        Auch genau hinhören was die Politk predigt und sich ständig widerspricht!

        Wir haben bald die Bundestagswahlen, da wird jetzt ALLES VERSPROCHEN, danach hat man sich dann VERSPROCHEN!!!

        IN England steigen die Inzidenzzahlen wieder, daß könnte Prof. Dr. BHAKDI bestätigen!

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  1. Liebe Gerda,

    wenn Du den Link hier nicht für passend hältst, dann lösche ihn einfach wieder!
    Ich lese jetzt Deinen Beitrag zu Ende!

    Herzliche Grüße Babsi

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  2. Gisela Benseler schreibt:

    Deine Schlußbemerkung sagt einiges aus. Zu dem Vorgang selbst möchte ich mich nicht äußern.

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  3. Ich persönlich versuche die Spaltung zu überwinden, in dem ich die Meinung vertrete, jeder ist für sich selbst verantwortlich mit allen Entscheidungen, die er für sich und seinen Körper trifft!
    Es gibt Menschen, die Risikosportarten wie Bergsteigen, Rennsport usw. betreiben auch sie belasten das Gesundheitssystem wenn sie verunglücken und überleben!
    Natürlich kommt jetzt das Argument, mit dem Virus stecke ich andere Menschen an, wenn ich nicht achtsam bin, so war es aber schon immer! Wir sind immer schon von gefährlichen Viren umgeben! Unser Immunsystem hat die Aufgabe damit fertig zu werden!
    Stärken wir es also, dazu braucht es auch eine gesunde Psyche!

    Gerda, Deine Arbeit mit der Aufstellung ist sehr wertvoll!
    Es zeigt, daß wir einfach versuchen müssen, bei allen Widrigkeiten und Problemen MENSCHLICH bleiben müssen! Mit Dialog, Verständnis, Empathie und Liebe können wir diese schwere Zeit bewältigen!
    Wir alle haben die Chance dies zu tun!

    Danke für diesen wunderbaren Beitrag Gerda!

    Liebe Grüße Babsi

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  4. Lopadistory schreibt:

    Liebe Gerda,
    Danke.
    Eine Aufstellung hat mich vor Jahren von einer schweren Last befreit und daher habe ich Deine Zeilen ‚aufgesogen‘. Als pragmatischer Mensch habe ich mich lange dagegen gewehrt, aber heute weiß ich, dass die Vorurteile falsch waren und viel mit meinen eigenen Ängsten zu tun hatten. Für mich ist die Quintessenz von Covid jene, den Kampf um die Freiheit niemals aufzugeben, denn ich habe keine Angst mehr …
    Herzliche Grüße Lore

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  5. Leela schreibt:

    liebe Gerda, danke für den Beitrag. Eine Aufstellung habe ich noch nie gemacht (zeitliche und finanzielle Gründe) und kann deine Ausführung deshalb nur mit Interesse verfolgen aber nicht kommentieren.
    Sehr viele Gedanken habe ich mir aber schon darüber gemacht, was Veränderungen in historischen Weichenstellungen auslöst. Sind es wirklich Aufstände, Aufruhr, Revolten, Revolutionen oder sind vielmehr veränderte, materielle Umstände der eigentliche Auslöser für die Umwälzungen quasi als Anpassung der Strukturen an veränderte Gegebenheiten. Wahrscheinlich spielt beides zusammen und die Revolten haben Erfolg, wenn sie zu den neuen Gegebenheiten passen. Dann wäre es aber völlig überflüssig als Revolutionär sein Blut zu vergießen. Alles geschieht ohnehin, wenn die Zeit reif dafür ist. Es kann höchstens ausgebremst oder beschleunigt werden. Auf der anderen Seite kreieren die Revolten vermutlich das neue Bewusstsein auf breiter Ebene und leisten so einen wichtigen Beitrag für den neuen ethisch/moralischen Überbau. Revolutionäre folgen ihrer inneren Stimme ohne Angst vor den Folgen und das macht sie heroisch. Der inneren Stimme zu folgen, ist sehr, sehr wichtig, sonst existiert die Spaltung nicht nur im Außen, sondern auch im Innen und das ist viel schlimmer. Jeder muss für sich eine Haltung finden, mit der er leben kann.
    Zwiespalt drängt sich sehr subtil in alle Verhältnisse. Selbst nehme ich ihn vor allem als ein Nicht-über-das-Thema-sprechen-wollen wahr. Als Tabu. Als Mauer, wo früher alles offen war. Vielleicht gelingt es der Kraft der Liebe, die Mauern wieder einzureißen.

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    • gkazakou schreibt:

      Kluge Gedanken, liebe Leela, für die ich mich herzlich bedanke. Die „Mauer“ kommt auch in der Aufstellung vor (chinesische Mauer, unverrückbar), auch wenn das „Ding“ über das gestritten wird, gar nicht (mehr) vorhanden ist. Spaltung im Innern tritt ein, wenn Ambivalenz nicht mehr ertragen wird.
      Heute nennt man solche unerträgliche Ambivalenz wohl kognitive Dissonanz. Die meisten Menschen halten es nicht aus, wenn sich die Verhaltensanforderungen und das Wertesystem nicht in Einklang bringen lassen. Wenn sie zB jemanden umbringen sollen, obgleich Töten doch ein Sünde ist. Sie nennen das Töten dann Krieg und Heldentum (sie definieren das Wertesystem um, damit es dem geforderten Verhalten entspricht). Bei Covid scheint mir, dass sehr viele Menschen ihren Gehorsam und ihre Angst vor Strafe „Rücksichtnahme“ und „Empathie“ taufen, um sich nicht vor sich selbst zu schämen. Sie rühmen die Beschränkungen als Chance, finden auch ökologische Argumente etc So schaffen sie einen Einklang mit sich selbst.
      Die innere Stimme ist nur dann wahr, wenn sie mit Liebe einhergeht. Ich habe das spät erkannt (im Zuammenhang mit der RAF). Warum kämpfte Ulrike Meinhof? Nicht aus Liebe, sondern aus Hass – das verstand ich eines Tages, und das heilte mich von so manchem Irrtum.

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  6. lachmitmaren schreibt:

    Sehr spannende Aufstellungen! Das erste Szenario entspricht meinem Gefühl, dass es um viel größere Energien geht, als dieses Corona. Ich habe es ja immer mit dem Yin (dem passiven Prinzip, passiv im Sinne von mit dem Fluss des Lebens gehen) und dem aktiven Yang. Das Yin wird meiner Ansicht nach schon lange von irgendwelchen Energien unterdrückt und am Boden gehalten. Darunter leidet letztlich auch das Yang, das aktive Prinzip, denn die Harmonie zwischen beiden ist zerstört worden … .
    Bei dem Versuch hinsichtlich Corona mit „Andersdenkenden“ zu kommunizieren, habe ich oft das Gefühl, als läge über ihnen eine Art Energieform, die sozusagen den Zugang zu Herz und Hirn bei diesem Thema „bewacht“ und verhindert, dass man hier zueinander kommen kann. (Ich hoffe, mit dieser Aussage niemanden zu verletzen, es ist nur meine Wahrnehmung.) Das könnte auch zu deinen Aufstellungen passen.
    P.S.: Du hattest letztens geschrieben, dass dich die juristischen Fragen interessieren. Ich habe dazu gerade nochmal einen Beitrag veröffentlicht.

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    • gkazakou schreibt:

      Deine Erwähnung, liebe Maren, von Yin und Yang gefällt mir sehr! Ich hatte nicht dran gedacht, aber „Kosmos 1“ und „Kosmos 2“ könnten genau so interpretiert werden. Und auch, dass sie sich vonenander getrennt haben, was tragisch wäre. Ich muss da weiter drüber nachdenken.

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      • sonnenspirit schreibt:

        Gerda, kennst du die kosmischen Aufstellungen von Werner Held? Der denkt in so großen Dimensionen, als Astrologe. Ich finde ihn allerdings sprachlich und inhaltlich sehr schwer verdaulich. Für ihn haben die Thematiken jeweils sehr weitreichende Zeiträume.

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    • gkazakou schreibt:

      Nein, Sonnenspirit, kenne ich nicht. Aber alles ist natürlich aufstellbar, egal wie groß oder klein, sofern es ein Herzensanliegen und kein Instrument ist, sich Herrschaftswissen anzueignen.

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  7. wildgans schreibt:

    Schwer beeindruckt gehe ich wieder, komme zurück…immer weiter hierher…

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  8. Ulrike Sokul schreibt:

    Liebe Gerda,
    dank meiner persönlichen Erfahrung mit Aufstellungen konnte ich Deiner Beschreibung gut folgen und fand sie sehr interessant.

    Folgendes möchte ich Dir gerne energetisch ergänzend senden:
    Vorgestern schickte mir eine Freundin „zufällig“ einen Link zum LICHTWELT-Verlag, in dem das neue Buch von Jahn J Kassl „GELASSENHEIT IM STURM“ ausführlich vorgestellt wird.
    Es ist eine spirituelle Analyse des aktuellen Geschehens. Der Vortrag dauert etwas mehr als zwei Stunden – ich empfinde ihn als seelenwichtig. Wer nur etwas zum Thema Impfung wissen mag, sollte erst ab 1:00:30 lauschen …
    https://lichtweltverlag.at/2021/05/11/die-corona-mrna-impfung/

    Gruß & buchstäbliche Umarmung von
    Ulrike

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  9. Verwandlerin schreibt:

    Ich beobachte auch, dass Corona – ebenso wie vorher die sogenannte Flüchtlingskrise – als Brennglas für vorhandene Probleme wirkt.

    Danke für diesen sehr intetessanten Einblick in delne Arbeit, Gerda!

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    • gkazakou schreibt:

      Ja, liebe Marion. Es sind Fragen, „an denen sich die Geister scheiden“, Aber die Geister, die sich da scheiden, sind nicht genau dieselben: Wer für die Aufnahme der Flüchtlinge war, ist womöglich gegen die Impfung. Oder aber er ist gegen beides. Oder aber er ist für beides. So entstehen mehr und mehr Risse, Schon jetzt reichen diese Risse tief in die Familien hinein. Parteiungen der alten Art zerkrümeln. So steht am Ende jeder für sich allein und ist gezwungen, mit seiner eigenen Seele Zwiesprache zu halten: Wofür stehe ich ein?
      Was passiert grad in Israel? Auch hier ist nun wie unter einem Brennglas zu sehen: Spaltung steht gegen Versöhnung, Die alten Kräfte möchten, dass die Spaltung entlang den überwunden geglaubten Rassegrenzen stattfindet: Jude gegen Araber, Weißer gegen Dunkelhäutigen. Die Rassegrenzen werden durch Glaubensbekenntnisse gesichert: Jude gegen Moslem oder Christ gegen Moslem gegen Jude. Atheist gegen alle. Gegen solchen Wahnsinn hilft eben nur: die Liebe von Mensch zu Mensch. .

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  10. Elke H. Speidel schreibt:

    Liebe Gerda,
    ich habe eine technische Frage: Ist mein Kommentar zu diesem Beitrag nicht durchgekommen, oder hast du ihn, weil vielleicht thematisch zu unpassend, aktiv gelöscht? Es ist in deinem Blog nicht das erste Mal, dass mir das passiert. Es geht nur um die technische Seite, dass du das Recht hast, auf deinem Blog Kommentare auszuwählen, stelle ich in keiner Weise infrage!
    Liebe Grüße und danke für diesen spannenden Beitrag
    Elke.

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  11. Johanna schreibt:

    Liebe Gerda, ich hatte mir still gewünscht, dass Du von dieser Aufstellung berichten würdest.
    Ich selber kenne mich nicht mit Aufstellungen aus, kann also dazu nichts sagen.
    Aber wie immer, kann ich sagen, ob es in mir Resonanz findet…
    Ich finde dieses ‚bewegliche Bild‘ einen sehr wichtigen Beitrag und war überrascht, was die verschiedenen Ansätze und Strömungen in mir anregten.
    Die Spaltung des Cosmos hat mich getroffen, kann es nicht recht erklären, und doch scheint es wichtig….
    Als die Liebe erschien, merkte ich, wie ich erst wieder frei atmen konnte, denn zuvor war mir der Atem gestockt… vielleicht weil ich Konflikt und Kampf erwartet hatte..
    Es ist schwer in Worte zu fassen, und das Bild webt weiter… Aber zusammenfassend würde ich sagen, dass es sich für mich anfühlt, als sei ein festes Knäuel, das mich umgibt, etwas gelockert, weniger fest, und frische Luft ströhmt ein.

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    • gkazakou schreibt:

      Es ist sehr schön, was du mir da zurückspiegelst, liebe Johanna. Denn tatsächlich ging etwas wie Lockerung von dieser Aufstelllung auch bei mir vor. Die meisten kamen ja mit festgefassten Ansichten über „das Thema“, das sie, wie wir alle, oft auf der Sachebene festnageln. Da geht es dann um die Frage: wer hat „in der Sache“ Recht, wer Unrecht. Verloren geht dabei die Sicht auf die feine Verbindung der Sachfrage mit der Herzensfrage. Warum ist mir etwas wichtig? Warum kämpfe ich? Kämpfe ich aus Liebe zu meinem Mitmenschen und zu mir selbst? Oder kämpfe ich rechthaberisch gegen andere Menschen und bin also ein Werkzeug der Spaltung?
      Bei der Aufstellung trat nun die Sachfrage völlig in den Hintergrund. Die Impfung sagte: sie könnte auch Wasser sein, und die Wirkung wäre dieselbe. Der Virus war eigentlich nicht mehr existent und wurde dennoch wie eine chinesische Mauer empfunden, die das Regime unbedingt „wegschaffen“ wollte. Das Virus sagte, es habe seine Aufgabe erfüllt, es sei nun nicht mehr da, aber seine Wirkung werde noch sehr lange anhalten. Die großen ökonomischen Interessen betrachteten glleichmütig von Ferne das Schauspiel. Die Regierungen wussten nicht, was sie tun sollten, irrten umher.
      Was also war das Reale? Was wirkt? Was bewirkt Corona? Der Kampf findet ganz offensichtlich auf der geistig-seelischen Ebene statt und ist eine Herausforderung für einen jeden von uns, mit uns selbst in Kontakt zu treten und nicht der einen oder anderen „Theorie“ hinterherzulaufen.
      Sei von Herzen gegrüßt! Gerda

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      • Johanna schreibt:

        Danke, ja genau das ist es, was wie eine Lockerung, eine frische Luft erscheint, denn momentan sind die Gegensätze so mächtig und starr… hier aber wurden sie aufgefächert und zeigten sich in ganz anderen Relationen. Das schafft Erweiterung, Freiraum und neue Ausblicke.
        Danke Dir von Herzen für Deinen Einsatz und Deine Herzenskraft 💛

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  12. lachmitmaren schreibt:

    Gerade habe ich es nochmal gelesen, weil du so viel beschreibst, dass ich es gar nicht alles auf einmal aufnehmen konnte … . Dass die Schule im allerersten Bild sagt „Das geht mich nichts an.“ finde ich interessant. In dem konkreten Fall ging es vielleicht wirklich in erster Linie um Innerfamiliäres. Aber die Tendenz, dass Schulen, Behörden, Institute usw sagen, das gehe sie nichts an, die sehe ich schon. Begründet wird das dann damit, sie würden nur ihre Arbeit machen, zu der die Erfüllung von Weisungen gehöre. Ob das zu Problemen, Konflikten oder sonstigem Schaden führe, sei nicht ihre Sache … .
    Sehr spannend war für mich auch, dass die ökonomischen Großinteressen so eine reine Zuschauerrolle hatten. Das hätte ich anders vermutet … . Vielleicht kann es daran liegen, dass Geld ja letztlich eine neutrale Energie ist. Und nur dann schädlich wirkt, wenn es von der Energie der Spaltung als Werkzeug benutzt wird? Oder von der Energie der Macht, soweit es um Macht über adere geht? Ist die Energie, die Menschen dazu treibt, Macht über andere haben zu wollen, überhaupt etwas anderes als die Energie der Spaltung?
    Da ist unglaublich viel Stoff zum Nachdenken in den Aufstellungen, die du beschreibst. Ich bin total fasziniert …

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    • gkazakou schreibt:

      Dankke, Maren, ich freue mich sehr über deine Resonnanz. Ja, es steckt viel drin in der Aufstellung, und das ist eigentllich das Gute: Eindeutigkeiten brauchen wir nicht, sie wirken wieder nur spaltend.
      Zur Antwort der Schule: ich sehe das wie du: es IST eine innerfamiliäre Angellegenheit, wie die Familie mit der Frage der Impfung umgeht, aber es ist auch wahr, dass die Vertreterin der Institution Schule die Verantwortung ohne innere Beteiligung bei der Familie belässt. Sie sieht die Not der Familie und erklärt das ohne die geringste Sympathie (Mitgefühll) „für deren Angelegenheit“, Keine helfende Hand, keine innere Rührung, keine Verantwortung für das Kindeswohl, Nicht meine Angelegenheit, nicht meine Zuständigkeit. Das mag beim Einzellehrer anders sein, bei der Institution ist es so.

      Zu den Großinteressen: Die sehen, dass alles so läuft wie es soll: die Leute sind damit beschäftigt, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Für sie ist das ein Film, der abläuft. Ihre „Agenten“ (in dem Fall „Regierungen“ genannt) sind im Feld, das reicht. Vor allem aber sind die Energien im Feld, die zu ihrem Nutzen wirken. Denn „Spaltung“ führt zu Hilflosigkeit und wirrem Durcheinander. Und in einem so verwirrten Feld können sie ungehindert herrschen. Wobei sie an der unmittelbaren Herrschaftsausübung gar nicht interessiert sind. Es sind gleichgültige, kalte Herzen, die nicht mal von Geld oder Macht bewegt werden.

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  13. sonnenspirit schreibt:

    Liebe Gerda, ich bin hoch erfreut, dass du die Methode der Aufstellung nutzt und hier vorstellst! Wahrscheinlich ist es kaum nachvollziehbar für jemanden, der es nie miterlebt hat. Irgendwie war die Hoch-Zeit dieser Gruppen- Seminare vor ca 20 Jahren, und ich habe unglaublich bewegende und erhellende und auch anstrengende Wochenenden miterlebt, von Innen heraus erlebt. Ich habe dadurch meine mediale Fähigkeit entdeckt. Mit den Gruppen halte ich es leider nicht so durch. Auch hat ja jeder seinen eigenen Weg des hindurchleitens. Toll.

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Sonnenspirit, ich bin schon so ziemlich von Anfang an, als Hellinger die Methode entwickelte, dabei gewesen. Inzwischen hat sich die Methode ja vielfach weiterentwickelt und verändert, und auch ich benutze die Großgruppenaufstellung nur noch selten, dafür fast täglich Einzel- und Kleingruppenaufstellungen. Die Grunderfahrung ist dieselbe: dass wir, indem wir nichts wissen und nichts wollen als dem anderen zu dienen, für den anderen sichtbar machen können, was seine Seele bewegt und was für ihn nun gerade wichtig ist. Indem wir das tun, erleben wir einen anderen Menschen „von innen“, was uns sonst verwehrt ist. Und dieser andere kann (wenn er das will) sein Innen im Äußeren wahrnehmen – wie in einem Spiegel. Das ist das große Geschenk der Aufstellungen.

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      • sonnenspirit schreibt:

        Ich habe Bücher von Hellinger gelesen, und habe selbst eine kreative Entwicklung für mich gefunden. Ja, ich stelle immer einen Kristall als „übergeordnete Instanz“ hin, die nicht wertend den Überblick behält. Für mich ist eine Wirkung auch dann da, wenn andere nicht daran teilnehmen, insofern sind Einzelaufstellungen ebenso sinnvoll.

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  14. rolfnoe schreibt:

    Sehr interessanter Bewußtwerdungsprozeß. Da wird wohl Jede/r was mitgenommen haben.

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  15. OIKOS™-Editorial schreibt:

    Sehr interessant! Ich hatte zwar schon ein paar Mal davon gehört, aber noch nie näher damit zu tun. Das muss ich mir noch ein paar Mal genauer durchlesen und durchdenken. Danke jedenfalls sehr herzlich, Gerda!
    Auf jeden Fall machte diese Lockdown-Situation und das „Herumeiern“ mit nicht, dann doch wieder verfügbaren Impfstoffen etwas kirre. Man merkt sehr gut – Absicht möchte ich da niemandem unterstellen – dass „die Politik“ leicht bis mittelschwer überfordert ist. Das „dicke Ende“ dürfte noch nachkommen, wobei es den meisten Leuten bereits jetzt schon reicht. ;-(
    Wünsche dir ein schönes, erholsames Wochenende! LG Michael

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  16. Gisela Benseler schreibt:

    Danke, liebe Gerda, für diesen Hinweis. Ich werde mir das Video demnächst ansehen/hören.

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  17. Ich habe mit großem Interesse gelesen, liebe Gerda, und bewundere Dich, daß Du Dir diese gigantische Mammutarbeit gemacht hast.
    Nach vielem Hin und Her in der Familie bin ich nun gestern zum ersten Mal geimpft worden und denke, ich habe für mich eine gute Entscheidung getroffen.

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  18. wildgans schreibt:

    Magst du nicht ein Buch draus machen?

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    • gkazakou schreibt:

      Lieber nicht. Aber ich bleib am Thema – weil ich es ja leider nicht ignorieren kann. Heute nacht habe ich geträumt, das Oberste Gericht in Griechenland hätte alle Maßnahmen für verfassungswidrig erklärt und aufgehoben. Ich las es in einer deutschen Zeitung und war sehr stolz auf mein Gastland. Beim Aufwachen fühlte ich, wie ein eiserner Ring um mein Herz zersprang (Heinerich, der Wagen bricht – Froschkönig) und ich frei atmen konnte. Leider bliebs dann nicht dabei.

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  19. Wortverdreher schreibt:

    Was für spannende Aufstellungen. Ich habe auch das Gefühl, dass alles immer mehr auseinander reißt. Der Frame, dass der Gegenüber plötzlich zu einer tödlichen Gefahr geworden ist, macht ein Miteinander im Moment fast unmöglich.

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  20. nandalya schreibt:

    Danke für diesen interessanten Text. Einen Punkt möchte ich gesondert ansprechen.

    Zitat: „Für die großen ökonomischen Interessen ist es völlig unerheblich, wie wir uns zu Corona etc einstellen, sie schauen auf die streitende Menschheit indifferent, wie auf einen Film, der abläuft.“

    Die wie du schreibst „großen ökonomischen Interessen“ sind mitverantwortlich für die Spaltung der Gesellschaft. Sie leben davon. Und ja, „du“ und „ich“ sind diesen Managern egal. Salopp ausgedrückt verkauften sie einst dreckige Kraftwerke und nun aktuell zur Klimadebatte, die entsprechenden Filter dafür. Die US-Propaganda – bereits unter Trump – läuft auf Hochtouren, um der Kommunistischen Partei Chinas die Hauptschuld an der Freisetzung des Virus und die Verschleierung darüber zu geben. Dass es die wirtschaftlichen Interessen der USA waren, die China erst auf den Wirtschaftsthron setzten, verschweigt man dezent. Wie schrieb Goethe im Zauberlehrling: „Die ich rief, die Geister werd’ ich nun nicht los.“

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