Montag ist Fototermin: Rosetten

„Die Bildung einer Grundrosette ermöglicht es den Pflanzen, ihre Stoffproduktion in der bodennahen, wärmeren Luftschicht durchzuführen. Diese Wuchsform ist häufig bei Pflanzen im Hochgebirge und im mediterranen Klima.“

Auch ohne diese mir eben bei Wiki angelesene Kenntnis ist mir der Reichtum an Blattrosetten in unserem „mediterranen Klima“ längst aufgefallen.  Ich stehe oft genug verzaubert vor diesen so wenig beachteten Formen, die für mich zu den Wundergebilden gehören. Aus einem Punkt sprosst es hervor, breitet sich aus, steigt als Reigen von Stielen und feinen Blüten empor.

Diese hier ist eine Pflanze in meinem Garten. erdbesprenkelt ist sie nicht nur durch ihre Bodennähe, sondern auch vom Regen, der Saharastaub brachte.

Im Garten sprießt jetzt Grün jeder Art in wildem Durcheinander, und so sind die flach am Boden sich ausbreitenden Rosetten kaum zu sehen – außer denen, die sich zwischen den Fliesen hervorgearbeitet haben und sich wie auf dem Präsentierteller zeigen.

Jede ist anders, versteht sich. Nicht alle sind wohl im strengen Sinne Rosetten. Aber alle sind davon überzeugt, dass sie wichtiger sind als die Fliesen, und arbeiten entschlossen daran, sie anzuheben und sich Luft zu verschaffen.  Ich schaue ihnen wohlwollend zu.

Ist es aus diesen bescheidenen Formen, dass sich die in der Gothik zur höchsten Vollkommenheit gebrachte Fensterrosette entwickelt hat? Oder war doch eher die erblühte Rose Vorbild? Wie auch immer….

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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7 Antworten zu Montag ist Fototermin: Rosetten

  1. Werner Kastens schreibt:

    Das Rosettenbilden und die Anzahl der Blätter hängt mit den Fibonacci-Zahlen zusammen.

    Gefällt 2 Personen

  2. Leela schreibt:

    glückliche Wildkräuter

    Gefällt 2 Personen

  3. Toll, wie Du den unscheinbaren kleinen Dingen, in diesem Fall den grünen Unverwüstlichen, die meist Unkraut genannt werden, ein Gesicht gibst, liebe Gerda!

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