Kunst am Sonntag: Licht, Papier&Pappe als Malmittel

Heute griff ich mal wieder zu den Malmitteln, die jederzeit umsonst zur Verfügung stehen: Papierreste und Licht.

Beim Fotografieren spielte ich mit den Schattenbalken der Jalousie. Da heute Wolken vor die Sonne zogen, waren die Schatten mal scharf begrenzt, mal weich und verschwommen.

Im folgenden Bild schnitt ich den „Spaziergänger“ digital aus (a) und montierte ihn als überdimensionierten Schatten senkrecht ins Bild (b)

Die Negativform der großen Figur setzte ich dann als Klammer ins letzte Bild (c).

 

 

 

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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37 Antworten zu Kunst am Sonntag: Licht, Papier&Pappe als Malmittel

  1. PPawlo schreibt:

    Das ist eine sehr spannende Reihe geworden!
    Etwas ziemlich Ähnliches wartet bei mir auch schon in der Schlange! Es hat etwas Gemeinsames, ist aber doch etwas ganz anderes. 😉

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  2. Susanne Haun schreibt:

    Interessant wie du mit dem Licht ☀️spielst, liebe Gerda!
    Hier werden die Tage langsam milchig, obwohl es zumindest am Nachmittag warm ist.

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    • gkazakou schreibt:

      Warm ist es hier immer noch, und zwar so sehr, dass ich am Tag wenig Antrieb habe. Das Licht ist freilich herrlich. Abends und morgens ist es sehr angenehm, mild und mit einer Prise Kühlung. Gute Tage wünsche ich dir!

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      • Susanne Haun schreibt:

        Danke, liebe Gerda, meine Tage sind zur Zeit voller Arbeit gefüllt. Es ist schwierig, dabei nicht aus dem Blick zu verlieren, woran man Freude hat. Wie zum Beispiel die Kommunikation auf dem Blog. 🙂

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  3. Ulli schreibt:

    Inwieweit Schatten Grenzen setzen, kommt bei mir als Frage auf. Ohne den Schatten mag ich das Bild lieber, da es weiter ist, bei dem anderen wird mir eng.
    Selbstredend sind das sehr spannende Arbeiten, ich mag die Kombination sehr.
    Herzlichst, Ulli

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  4. Das Erste oberste mit diesen Schatten Gittern symbolisiert eben genau die Situation der Schutzsuchenden, nämlich raus sud den Gefängnis Lager!

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    • gkazakou schreibt:

      So kann man es sehen, Babsi, aber auch umgekehrt: dass sie einen festen Raum suchen, der sie vor dem übermäßigen Licht und den Unbilden des Wetters schützt. Der Titel ist übrigens von einem altgriechischen Drama von Aischilos, wo vierzig Frauen, die aus Ägypten flohen , um nicht zwangsverheiratet zu weren, in Argos auf der Peloponnes landen. Das war damals eine befestigte Stadt. Man übersetzt den Titel auch als „Schutzflehende“. Mir fiel die Ähnlichkeit der Wörter Flehende und Fliehende auf…..

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  5. Ich finde das Erste sehr sehr gut! Man kann viel hinein interpretieren!

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  6. Ja Schutzsuchende fliehen erst und flehen dann um Hilfe, ohne die sie unter Umständen verloren wären!
    Vor allem die Schwachen, Kranken, Alten, Frauen und Kinder!
    Kein Mensch dieser Welt wünscht sich, in diese Situation zu kommen!
    Und es geschah und geschieht in jeder Sekunde, wann wird man je Verstehen!

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  7. Mitzi Irsaj schreibt:

    Die Schatten bilden eine wunderbare Kulisse. Mir gefällt dabei, dass sie flüchtig sind und die Szene…hättest du sie nicht festgehalten…verändern würden.

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  8. pflanzwas schreibt:

    Das sind wieder spannende Experimente liebe Gerda! Immer wieder interessant, wie du mit den Schatten spielst.

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  9. mmandarin schreibt:

    Wow…. wiedermal eine gelungene Geschichte. Das Schattenspiel dazu…perfekt. Marie

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  10. Markus + Micah schreibt:

    What a nice way to produce art. You are so clever!

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  11. Ule Rolff schreibt:

    Den „leeren Raum“ zu einer Positivform zu machen und wiederum als Gegenspieler auf Abstand zu ihrem Ursprung zu setzen – die Idee wirkt auf mich wie ein Knall: ein Blitz, ein Schreck, eine Erkenntnis.
    Dein letztes Bild rundet die Entwicklung ab.

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  12. Schön, diese Kombination mit natürlichem Licht und Schatten, wodurch das Kunstwerk in eine Art Zwischenbereich gerät und zu allerlei Gedanken anregt.

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Joachim, für das Wort „Zwischenbereich“. Das Kunstwerk im Zeitalter der elektronischen Übermittlung ist ja ein durch und durch hybrides Gebilde. Dieser Gedanke ist seit langem in mein Kunstschaffen eingegangen. Mit solchen die Grenze zwischen Realbild und Lichtbild verwischenden Spielen versuche ich ihn nicht nur verständlicher.zu machen, sondern auch kreativ zu nutzen.

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  13. Ja, das ist neu. Ich weiß weiß das sehr zu schätzen, auch wenn mir nicht immer die passenden Worte dazu einfallen. 😉

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    • gkazakou schreibt:

      die passenden Worte? Fallen mir auch nicht ein. Es ist schwierig. „Zwischenbereich“ ist schon sehr hilfreich. „Hybrid“ ist nur brauchbar, wenn bereits ein Verständnis für dies Phänomen, in dem sich die uralte Erfahrung mit konkreter Materialbearbeitung – Sehen, Schmecken, Anfassen, Begreifen (Kleinkinder erfahren so die Welt, hoffentlich immer noch) – mit einer rein visuell-virtuellen Erfahrung verbindet, wobei letztere die erste in sich aufsaugt und aus ihr die Legitimation bezieht, „wirklich“ zu sein.

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  14. www.wortbehagen.de schreibt:

    Die Schutzflehenden mit den Schattenjalousien finde ich am schönsten, liebe Gerda.
    Der kleine rote aufragende Schnipsel erscheint mir wie ein Lebenslichtchen.

    Mit Schnipseln könnte ich auch mal wieder herumspielen.. Hätte ich bloß nicht diese doofe Handarthrose bekommen. Sie behindert mich in der Feinmotorik. Mist ist das.
    Manchmal finde ich am Boden kleine Teilchen von irgend etwas, die ich vor der Corona-Zeit immer noch aufgehoben hätte, um sie irgendwie und irgendwo einzuarbeiten Nun tue ich es nicht mehr, weil ich doch wohl ängstlicher geworden bin, als ich eigentlich dachte…

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Bruni, wozu diese Ängstlichkeit? Niemand stirbt vor seiner Zeit. Die Arthrose braucht dich nicht zu hindern. Dubrauchst ja nicht so fummelige Sachen zu machen, nimm einfach größere Stücke. Matisse hat, als er schon fast ganz gelähmt war, seine wundervollen Scherenschnitt-Bilder gemacht. Und Paul Klee war auch kaum noch in der Lage, den Pinsel zu halten, als er einige seiner schönsten Bilder malte. .

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  15. www.wortbehagen.de schreibt:

    *lächel*, ich weiß, liebe Gerda. Ich werde mal gucken, was ich noch hinbekomme ;.)

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