Tarotkarten: Neue Entscheidungen

Das Thema hatten wir schon beim „Herrscher“: Ist es sinnvoll, sich alte Vorstellungen vom „Herrscher“ zu eigen zu machen, oder ist es besser, die Karte zeitgemäß zu interpretieren?

Nun habe ich dassebe Problem beim Teufel: Der erste Entwurf zeigt einen „überzeitlichen“ Teufel, der durch seine Einflüsterungen Zwietracht, Missgunst und Spaltung hervorbringt. Der zweite zeigt ein ganz traditionelles Teufelchen, das das Höllenfeuer schürt. Welchen soll ich nun nehmen? Oder gar die dritte Karte, die beide Teufel vereint?

Für den „Stern“ habe ich auch zwei neue Motive zur Auswahl: Das eine interpretiert den Stern als lebenspendende Kraft, denn aus dem Kosmos sind die Mineralstoffe gekommen, die das Leben benötigt (aus Sternenstaub sind wir geschaffen). Das andere sieht den Stern als Richtungsgeber des Menschen (es steht in den Sternen, seinem Stern folgen). Welche sagt dir mehr zu?

Die Karte fürs „Rad“ habe ich neu gestaltet. Bei der zweiten Variante ist es nicht mehr eindeutig, ob es sich um das Glücksrad oder das Schicksalsrad handelt.

 

Neu gestaltet habe ich auch die Karte „Narr“, und für „Stärke“ habe ich zwei Hintergründe zur Auswahl. Welcher gefällt dir besser?

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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27 Antworten zu Tarotkarten: Neue Entscheidungen

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Das sind ja wieder viele interessante Gestaltungen. Kann ich mich für eine entscheiden? Ich glaube, daß alle Variationen möglich wären.Bei den beiden Herrschern kann ich mich eigentlich für keinen der beiden wirklich entscheiden. Doch wenn ich den Namen“ Barbarossa“ höre, denke ich an einen Typen, der mir sympathisch wäre, aber ganz anders aussähe als dieser schwarzbärtige Tyrann ( Der erinnert mich eher an Saddam Hussein, wobei der sicher auch nicht „zu verteufeln“ ist.). In dem Herrscher mir nur eine Technokraten vorzustellen, reicht mir irgendwie nicht. Ich finde, ein guter Herrscher sollte schon von Geburt an die Befähigung dazu haben, so daß er ohne Mühe, Druck und Zwang ganz schlicht tut, wozu er berufen ist. So wird er auch immer der „erste Diener seines Volkes „sein und von diesem geachtet und geliebt werden.

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  2. Ule Rolff schreibt:

    Auf jeden Fall finde ich eine Teufelsvariante gut, die den Napoleonstypus enthält, weil dadurch auch die Kriegsthematik mitschwingt – die ja auch der Hintergrund toll andeutet.
    Zum Herrscher hatte ich schon gesagt, dass ich weniger zu einer eindeutig männlichen Fassung tendiere.
    Und der Stern? Die „lebensspendende Kraft“ gefällt mir wegen der Zweiteilung der Lebensbereiche und wegen der Abkehr vom Prototypen des Sterns.
    Die zweite Fassung des Rades gefällt mir sehr, sie zeigt sehr klar die beiden Aspekte des Schicksals und des Glücks.
    Die Stärke-Karten gefallen mir beide nicht so: die erste Variante erinnert durch den Hintergrund an den Teufel, was mich stört, die zweite Karte wirkt so erdig (was ich passend fände), aber so unschön verschmiert.
    Dem Narr kannst du alles als Hintetgrund geben, ich liebe ihn in jedem Falle.
    Das wird ein überaus besonderes Tarot-Set, Gerda, ich kann dir schon jetzt dazu gratulieren!

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Ule, auf dein sicheres Urteil hoffte ich, Danke dafür! Zumal es sich mit meinem weitgehend deckt. Das Teufelchen ist mir zwar sehr lieb, aber es passt nicht zu meinen Überlegungen. die Stärke befriedigt mich auch noch nicht wirklich, ebenso der Herrscher. Da hoffe ich noch auf Eingebung. Uff. Zu Glück macht mir dies Puzzeln jetzt grad viel Spaß, es hält mich vom ergebnislosen Grübeln ab. Vielliebe Grüße!

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  3. Das Rad besteht aus Spiralen. Hat das eine besondere Bedeutung?

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    • gkazakou schreibt:

      Ja, sicher, Joachim. Ich ziehe es vor, das „Rad des Schicksals“ nicht als ewige Wiederholung des Gleichen, sondern als spiralige Entwicklung zu sehen – so wie unsere Galaxie, wie der Wuchs des Farns, wie unsere eigenen Inkarnationen und so manches mehr.
      Jedenfalls wollte ich diese Deutung als Möglichkeit einbauen, denn sonst sind die Aussichten trübe. …..:) .

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    • gkazakou schreibt:

      Immerhin tut sich was, und bis sich die Bewegung umdreht – hin zum Punkt oder hin zur Unendlichkeit – gibt es was zu erleben.

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  4. TeggyTiggs schreibt:

    …mir gefällt die dritte Teufelkarte am besten…sie lässt Raum für verschiedne teuflische Seiten…

    …der Stern als Richtungsgeber, ganz klar bevorzuge ich ihn…er leuchtet dort so schön…

    …auch beim Rad die zweite Variante, auch wenn die Fallenden…nun es kann ja auch ins Glück gefallen werden…

    …die Stärke, kann ich mich nicht recht entscheiden, mein Kopf bevorzugt die erste Variante mit dem Pfeil nach oben, mein Gefühl neigt der zweiten zu…

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  5. Johanna schreibt:

    Gerda, ich finde die Idee mit den Tarotkarten sehr spannend! Um wirklich bei der Auswahl helfen zu können, fühle ich, dass ich mich mit der Symbolik der Karten tiefer beschäftigen müsste… daher schaue ich nur aus der Ferne zu…👋

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  6. Verwandlerin schreibt:

    Überzeitlicher Teufel wegen der größeren symbolischen Wahrheit, Stern als Wegweiser sls alte Sehnsucht des Menschen, Schicksalsrad mit den ausgeprägten Speichen weil es kraftvoller und klarer aussieht und der helle Hintergrund für die Stärke, weil so ihre Energie deutlicher wird.

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  7. Susanne Haun schreibt:

    Liebe Gerda,
    ich hoffe, ihr hattet ein schönes Osterfest. Meines war von großen inneren Unruhen geprägt und ich komme erst langsam wieder zu mir selbst. Warum diese Unruhe? Streß? Ich weiss es nicht.
    Ich mag den klassischen Teufel aber auch den Polaristen-Teufel. Beide zusammen auf einer Karte empfinde ich als zuviel. Sie stehen sich selber im Weg.
    Ausgesprochen gut gefällt mir der schwarze Hintergrund der Karte. sowohl beim Stern als auch beim Rad gefallen mir die 2. Versionen. Der 1. Hintergrun dder Stärke empfinde ich als ruhiger, die Figur besser beleuchtend.
    Hast du schon eine Verlegerin, einen Verleger für deine Karten gefunden?
    Liebe Grüße von Susanne

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Susanne, danke! Einen Verleger? eine Verlegerin? Nein, ich habe noch gar nicht drüber nachgedacht, aber es ist schön, dass du für mich denkst. Ja, so was brauch ich dann wohl, es sei denn, ich mache ein paar Kartensets für Liebhaber, die ich selbst drucken lasse. Kennst du jemanden,der in Frage käme? 🙂

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      • Susanne Haun schreibt:

        Vielleicht fragst du Birgit Böllinger von SätzeundSchätze, ob sie einen kleinen Verlag kennt, der Interesse hat? Oder Nina, denn die Karten sind sicher auch schön für Kinder. Man kann ganze Geschichten legen.
        Liebe Grüße von Susanne

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    • gkazakou schreibt:

      danke, Susanne!

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  8. kowkla123 schreibt:

    was ich noch sagen wollte, ich glaube, uns tut Geduld sehr gut, Klaus

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  9. Ulli schreibt:

    Ich bin spät dran, aber nun ja … ich habe meinen Spaß mit deinen Teufeln, ja, der klassische gefällt mir, während der napoleonianische mich immer zum Schmunzeln bringt und nun sticht auch noch der Klassiker den anderen in den Bauch – köstlich. Doch darum geht es ja nicht, du willst ja wissen welcher sich als Tarotkarte eignet – das kannst du wohl nur dir selbst beantworten, ich kann es nicht!
    Der Herrscher – ich tendiere zu Barbarossa, wenn auch der technische Herrscher sehr zeitgemäß ist.
    Der Stern, die neue Version gefällt mir sehr, bislang am besten.
    Der Narr ist in allen Varianten in meinen Augen okay.
    Bei der Stärke fefällt mir die erste Version sehr.
    Das Rad, da gefällt mir noch immer keiner deiner Ideen, die letzte hat zwar was, ist mir aber insgesamt zu negativ, da alle Menschleins abstürzen, nur einer hält sich noch so mit Ach und Krach fest.
    Soweit meins.
    Liebe Grüße an dich,
    Ulli

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Ulli! Nun sag mir nur noch schnell, welche der beiden Stern-Karten du besser findest. Sind ja beide neu. Das Rad habe ich inzwischen etwas verändert, du wirst sehen. Auch habe ich einen neuen Herrscher gelegt, ein Zwischending zwischen Barbarossa und Technokrat, aber es bleibt schwierig. Ich mag keine Herrscher. Mit der Stärke habe ich heute einen Haufen Dinge ausprobiert, unter Verwendung des anderen Paares (mit der Füchsin), aber so ganz bin ich nicht zufrieden. Ich freu mich, dass dir die erste Variante zusagt. …. Ich komme nur sehr langsam voran, aber es bleibt interessant. Leider habe ich hier keine Schnipsel, die sind alle in der Mani. Und auch die alten Bilder. Jetzt muss ich neue produzieren, Das mag ich nicht so. Material, das ich gut kenne. Gute Nacht!

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      • Ulli schreibt:

        Ich schrieb es schon: Der Stern, die neue Version gefällt mir sehr, bislang am besten.
        Dass du keine Herrscher magst, kann ich guuut verstehen, das ist auch eine Karte mit der ich immer meine Mühen habe, es gibt noch einige andere, aber seltener bei innerhalb der großen Arkana, mit der du dich ja auseinadersetzt. Dazu kommt ja auch noch die IV, die dem Herrscher zugeordnet wird (ist auf deiner Karte übrigens auf deiner Karte VI – aber die VI sind die Liebenden …), mit dieser Zahl habe ich es nämlich auch nicht wirklich. Alles so aristokratisch, so streng, ob 4 oder der Herrscher … vielleicht schaffst du es ja ihn in einen freundlichen, gerechten Herrscher zu verwandeln, die soll es a) auch gegeben haben und b) ist Macht an sich nicht nur unfreundlich und eckig …
        Dass du mit dem was du hast und gleichzeitig um mehr Materialien weißt, stelle ich mir auch sehr herausfordernd vor.
        Dürft ihr nicht in die Mani reisen, obwohl es eine Heimfahrt wäre? Oder könnt ihr aus anderen Gründen nicht?

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    • gkazakou schreibt:

      Wir dürfen nicht fahren, Ulli, niemand darf sich an seinen zweiten Wohnsitz begeben. Es wäre jetzt auch gefährlich, denn ganz Athen pflegt sich an Ostern bis in den letzten Winkel des Landes zu begeben, was gegenwärtig nicht ratsam wäre.
      Wegen des Sterns frage ich dich noch mal: beide Sternkarten sind neu, und ich weiß nicht, welchen zu meinst

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  10. Herrscher Typ Barbarossa,
    Zwei Teufel,
    Der zweite Stern,
    Das zweite Rad,
    Der erste Narr.
    Das wären meine Favoriten!
    Ich möchte gar nicht im einzelnen darauf eingehen, weil ich die Auswahl ganz intuitiv getroffen habe!🤗
    Deine Karten sind super liebe Gerda!
    Liebe Grüße Babsi

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  11. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Meins wären die Karten:
    Barbarossa als Herrscher; ein Name, der die Zeiten überdauert hat
    Beim Teufel die Karte, links, auch mit diesem dusterbedrohlichen Hintergrund
    Der Stern, hell leuchtend und sehr präsent über der Menschenbrücke
    Das Glücksrad oder das Schicksalsrad. ein Glück ist es, aufgefangen zu werden und nicht ins Leere zu fallen. Die rechte Karte
    Der Narr, ganz wunderbar. Er geht ins Blaue, hat kein Ziel, weiß aber, es wird sich finden und drum geht er sorglos, leicht und locker immer weiter durchs Land
    Stärke, die Karte rechts, hier scheint mir die Stärke klarer, deutlicher

    Ich habe mich mit Absicht kurz gefasst, liebe Gerda

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