Roter Mohn und roter Sand (für Ullis Rote-Faden-Geschichten)

In diesem Jahr habe ich bisher nur ein paar Blutstropfen des Mohns gesehen, aber in anderen Jahren um diese Zeit rot gesprenkelte Felder. Die Fotos sind vom 13.4.2016, aufgenommen am Weststrand. Außer dem Mohn siehst du eine Fläche mit violett blühenden Blumen.

 

Im Jahr 2010 fotografierte ich den ersten Mohn am 7. April, ebenfalls am Weststrand, aber an der dem Meer zugewandten Seite und bei lebhaftem Licht.

Hier nun die ersten Mohn-Butstropfen dieses Jahrs, aufgenommen bei mir um die Ecke. Ich muss mich sputen und an die Westküste fahren, wer weiß, was da jetzt blüht. Aber das Wetter ist wenig einladend. Zu viel roter Saharasand in der Atmosphäre.

Ungewöhnlich ist der Saharasand für die Jahreszeit freilich nicht, wie das Foto vom Vorjahr, 14.4.2018, nachmittags aufgenommen, beweist. Der rote Sand ist lästig, aber er ist auch fruchtbar, und so will ich ihn  geduldig ertragen – alldieweil ich es ja sowieso nicht ändern kann.

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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12 Antworten zu Roter Mohn und roter Sand (für Ullis Rote-Faden-Geschichten)

  1. wildgans schreibt:

    Schön, die „Blutstropfen“!
    Ist das schon immer so, dass die Saharasande in der Welt rumziehen?
    Gerade sehe ich einen aufgeregten Jürgen Feder, hier „Extrembotaniker“ genannt, durch diese Wildwiesen krabbeln, so im Geiste –
    schöne Grüße

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  2. putetet schreibt:

    Solche herrlichen Wildwiesen wünsche ich mir in unserer Gegend auch mal. Leider sind sie hier kaum noch zu finden. Danke für´s Zeigen, liebe Gerda. 🙂
    LG Alexander

    Gefällt 1 Person

    • gerda kazakou schreibt:

      Danke, Alexander! Es gibt zum Glück sehr viele solcher Wiesen, und es gäbe noch mehr, wenn nicht viele Bauern in ihren Olivenhainen Round-Up verteilen würden. Da gehst du dann an einem wunderbaren blühenden Olivenhain vorbei, und im nächsten gibt es am Boden nichts mehr als hässliches braunes Gestrüpp. Es macht mich traurig und wütend. Aber, wie gesagt, die Zahl der wilden Wiesen ist immer noch beträchtlich.

      Gefällt 1 Person

  3. Ulli schreibt:

    Ich liebe ganz besonders das erste Bild, sooo wohltuend sind die vielen roten Blutstropfen des Klatschmohns.
    Herzensdank, da kommen Frühsommergefühle auf 🙂

    Gefällt 2 Personen

  4. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Mohnblüten, Felder voller Mohn, ohne auch nur wenige Blüten, aber immer liegt ein Zauber darüber, liebe Gerda. Ein ganz besonderer Zauber. Ist es die Farbe, dieses Rot wie Blut, oder eher der Name, Mohnsamen und Schlafen, Entspannen, Entschleunigen, Verweilen ohne Hasten und Eilen? Wahrscheinlich regt Mohn immer unsere Träume an und wir können geduldiger ertragen, was wir nicht ändern können…
    Schön, Deine feine Bilder zu betrachten und wie gut, Deine Worte zu lesen

    Gefällt 1 Person

    • gerda kazakou schreibt:

      Es ist wohl alles zusammen: die intensive Rot-Farbe, die leicht knittrige und so verletzliche Blüte, der Saft des Mohns (allerdings nicht unseres). Sicher dachtest du auch, wie ich, an Paul Celans Gedichtsammlung „Mohn und Gedächtnis“.

      Gefällt 1 Person

  5. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Ich weiss es nicht.
    Vielleicht war sie in meinem Unterbewusstsein, liebe Gerda.
    Das kann sein

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