Über Sonnenflecken und Armutsstatistiken (Vorsicht: Politik!)

Eisig ist es geworden, der Wind hat mir Hände, Nase und Lippen fast abgefroren, als ich vorhin, schlecht gerüstet, mit meinem Hund im Syngrou spazieren ging. Gestern aber erfreute ich mich noch an den Sonnenflecken auf den Baumstämmen und den grüngrünen Teppichen aus Frauenmantel.

Sonnenflecken anderer Art machen grad die Runde im internet: NASA-Wissenschaftler haben, so lese ich, verkündet, dass die Sonnenfleckenaktivität 2020 ihr Minimum erreicht. Andere sehen das Tief im kommenden Jahr und prognostizieren eine kleine Eiszeit. Gibt es denn einen Zusammenhang zwischen der Sonnenaktivität und unserem Klima? Frag die Experten von der TU Berlin, sagte ich mir und fand dies. Ich bin verwirrt und würde gern von einschlägig informierten Lesern oder Leserinnen erfahren:

Muss ich mir nun eine dicke Wollmütze und Handschuhe zulegen oder geht diese Kältewelle schnell vorbei und wir können uns auf warme Tage freuen?

Bitte, ich bin keine „Klimaleugnerin“, aber eine „Klimazweiflerin“ bin ich durchaus, dh ich kann mich von dem Verdacht nicht befreien, dass die ganze Diskussion über den globalen Klimawandel auf löchrigem Boden stattfindet. Nämlich auf dem der globalen Statistik, die über lokale Entwicklungen rein gar nichts aussagt.

Was übrigens für alle „globalen“ Diskussionen zutrifft.

So wird dieser Tage ein anderes Datum von Regierungsmündern und Presse herumgereicht: die extreme Armut – so die Weltbank in ihrem letzten Bericht – sei global drastisch zurückgegangen, und um 2030 herum werde sie wohl ganz verschwunden sein. O wunderbare Welt! O herrliche Früchte des liberalen Kapitalismus westlicher Prägung! möchte man ausrufen, und ruft man auch aus: Ich hörte es grad gestern aus dem Mund eines Bewerbers um den CDU-Parteivorsitz.

Begierig nach mehr suchte ich nach dem Weltbank-Bericht. Da findet man als erstes Hochglanz-Fotografien von lächelnden bzw hungernden Asiaten oder Afrikanern. Auch gibt es seitenweise Tabellen mit Kurven, die alle nach unten zeigen. Und man findet eine Kopfzähl-Uhr, auf der kann man zusehen, wie Weiblein und Männlein aus der Armut entkommen.  Schau sie dir an, es ist wirklich reizend! Und so aufbauend in der Vorweihnachtszeit. Sogar im Yemen entkommen Menschlein der extremen Armut! Vielleicht durch die Pforte des Todes?

Aber wie kommt die hoffnungsvolle Zahl von minus 20 Millionen Hungernden in acht Jahren zustande? China! kam mir in den Sinn. Da leben immerhin 1.4 Milliarden der globalen 5.4 Milliarden-Menschheit. Tatsächlich, weniger als 1% vegetieren dort unter der Armutsgrenze von 1.90 $ pro Tag! Diese Chinesen machen die globale Statistik richtig hübsch. Und die tüchtigen 100 Millionen Vietnamesen? 11 % Rückgang der extremen Armut in der letzten Dekade.  Russland? Da ist die extreme Armut auch deutlich rückläufig, räumt die Weltbank ein. All dies sind Länder, die nicht dem neoliberalen Wirtschaftmodell folgen und daher auch nicht von der Welthungerhilfe profitieren.

Neugierig nach mehr suchte ich nun nach Griechenland – aber o weh, da zeigt die Weltbank keine Armuts-Daten! Nur dass das Bruttosozialprodukt um ca 25 % geschrumpft ist, ist zu erfahren. Das ist jedenfalls Weltspitze und kann sich sehen lassen. Ich schaute auch bei Bosnien, Bulgarien, Ukraine…. und bei afrikanischen Staaten der Subsahara, und da, ach, gibt es leider auch Zahlen, die überhaupt nicht hübsch aussehen.

Kurzum: So ist das mit Statistiken. Muss ich mir nun eine dicke Mütze und Handschuhe zulegen oder wird es schon wieder wärmer?

 

 

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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24 Antworten zu Über Sonnenflecken und Armutsstatistiken (Vorsicht: Politik!)

  1. puzzleblume schreibt:

    Zumindest was einen Klimawandel angeht, würde ich meinen, dass die Tendenzen zu grösseren Extremen in Europa deutlich sind, auch wenn es regional nicht immer dasselbe Wetter gibt – es ist anscheinend immer zu windig, zu nass oder zu trocken, wobei die Temperaturen das geringste Problem darstellen.
    Das Phänomen der Extreme ist meiner Ansicht nach dafür verantwortlich, dass statistisch betrachtet die sich immer weiter öffnende Schere zwischen Aussergewöhnlich-Armen und Besonders-Reichen einfach weggerechnet werden kann.

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    • gkazakou schreibt:

      Ja, Extreme werden flachgerechnet, oder aber hochgerechnet, wie es grad passt. Immer kommt es auf den Bezugsrahmen an.
      Inhaltlich meine ich gar nichts, liebe Puzzleblume., denn ich habe tatsächlich viel zu geringe Kenntnisse über das Klima. Ich weiß nicht mal, ob denn tatsächlich von einer Zunahme von extremen Wetterverhältnissen die Rede sein kann. Und Wetter ist nicht gleich Klima. Noch weniger kann ich mir ein Urteil erlauben über die Frage, was diese Phänomene, wenn sie denn in der beschriebenen Form existieren, verursacht. Doch leider ist diese Diskussion ja ziemlich tabuisiert.

      In dem obigen Link der TU Berlin ist im Disclaimer u.a. zu lesen: “Eine sehr selektive Wahrnehmung von Forschungsergebnissen kann den Verfechtern der CO2 – Hypothese ebenso attestiert werden wie jenen Wissenschaftlern, welche diese Hypothese ablehnen. Die Mehrzahl der publizierten Analyseergebnisse zur Dynamik des CO2 – Gehaltes deutet jedoch darauf hin, dass die örtliche und zeitliche Variabilität weit höher ist als von den Verfechtern der CO2 – Hypothese zugegeben wird. Die häufig angegebenen Durchschnittswerte sind vermutlich wertlos. Ökologisch sind sie irrelevant”.

      Auch in Bezug auf die globale Armut kann ich mir kein Urteil erlauben. Ich weiß tatsächlich nicht, ob sie zu- oder abnimmt. Was ich sicher weiß, ist, dass der erwirtschaftete Reichtum der Welt höchst ungleich verteilt ist, und dass mich Organisationen wie die Weltbank, die die Armut hoch und runter rechnen, bis sie stimmt, zutiefst verstören. Noch mehr ärgere ich mich über Politiker, die diese fragwürdigen, weil nicht hinterfragten Daten als Legitimierung für ihre ideologische Standortbestimmung zitieren. Das gilt sowohl für die Armuts- wie für die Klimadaten und für vieles mehr. Statistische Daten auf solche Weise politisch zu instrumentalisieren, ist außerordentlich gefährlich, weil man durch Statistik tatsächlich alles beweisen kann. (bekanntestes Beispiel: das Bett ist der gefährlichste Ort, denn darin sterben die meisten)

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  2. kunstschaffende schreibt:

    Ich traue den Statistiken schön lange nicht mehr!
    Laut Statistik gibt es in Deutschland keine Armut, aber die Obdachlosen, und dass sind nicht wenige, in Berlin zum Beispiel dürfen nicht mehr in der Stadt in den Eingangsbereichen der Geschäfte oder wo auch immer übernachten. Viele müssen nun außerhalb nächtigen.
    Ich schäme mich für diese verlogene Regierungsbagage, die sind für mich sozial asozial!
    Und dann diese Scheinheiligen Äußerungen in den Medien, nur noch zum Ko…….!
    Man muss wirklich ein Schwein sein um in der Politik zu bestehen.

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend! Dein Beitrag ist sehr gut!

    Liebe Grüße Babsi

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    • gkazakou schreibt:

      danke schön, Babsi. Ich bin aber doch für Differenzierung. Das Kind mit dem Bade ausschütten ist nicht meins. Politik ist ja nötig, also auch Politiker. Liebe Grüße zur Nacht!

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      • kunstschaffende schreibt:

        🤗Es macht mich einfach sauer, wie in der Politik gelogen wird!
        Sorry für meinen Frustausbruch! Es gibt zur Zeit keinen Einzigen Regierungs-Politiker, den ich gemessen an seinen Aussagen und Taten achten könnte.

        Dir auch einen schönen Abend!🤗😉

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  3. Myriade schreibt:

    Die Statistik ist wirklich nett gemacht. Ich habe kürzlich gelesen, und das scheint eine anerkannte Tatsache zu sein, dass die globale Armut tatsächlich sinkt außer in einigen hoffnungslos abgehängten Ländern wo die ganz Armen immer noch ärmer werden. Meistens herrschen dort auch noch Bürgerkriege und extrem korrupte Regierungen

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    • gkazakou schreibt:

      GELESEN haben wir das alle, liebe Myriade, manche haben es auch aus Politikermund gehört. Aber stimmt es, oder ist es ein Ergebnis, das zB durch die verbesserte Lebenslage der Chinesen künstlich erzeugt wird? In der Südsahel-Zone, wo bald mehr Menschen leben als in Euopa, ist die extreme Armut grad am Explodieren. Außerdem kann man die Armutsflüchtlinge, die in anderen Ländern ein Minimaleinkommen erzielen, ja nicht eigentlich als Erfolg der Welthungerhilfe verbuchen. Und die, die einfach nur tot sind und dadurch die Statistik entlasten, ja wohl auch nicht.
      Die Weltbank tut hingegen so, als sei es auf ihre Aktivitäten zurückzuführen, wenn sich die Statistik verbessert. Und andere stellen einen Zusammenhang zwischen der globalen Marktwirtschaft und der verbesserten Statistik her. Genau das möchte ich sehr in Frage stellen. Verbessert hat sich die Lage vor allem dort, wo es KEINEN unbeschränkten Freihandel im westlichen Sinne gibt. Und verschlechtert hat sie sich tendentiell dort, wo der Neokolonialismus den Kolonialismus abgelöst hat.

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      • Myriade schreibt:

        Nun ja, aber was du hier als deiner Meinung nach Tatsachen erwähnst, hast du auch nur gelesen, oder? Von welchen Ländern ist da die Rede, die keinen unbeschränkten Freihandel haben und wo sich die Lage verbessert hätte ? Informationen aus welcher Ecke findest du glaubwürdig?

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    • gkazakou schreibt:

      Also die Weltbank sagt das zB über die Länder, die ich schon erwähnte: China, Russland, Vietnam. Ich sehe keinen Grund, daran zu zweifeln. Sollte ich?

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  4. Ulli schreibt:

    Zunächst einmal mag ich das erste und das letzte Bild aus dem Syngrou sehr gerne, ein feines Licht hast du eingefangen und das Grün tut mir wie immer gut zu sehen!
    Vom Klima und dessen Veränderung habe ich keine wirkliche Ahnung wie was zusammenhängt, dass es in diesem Jahr extrem trocken gewesen ist und auch noch immer ist, das ist das eine, aber ich lese dann, dass es solche Jahre durchaus auch schon mal in den ersten Neunzehnhunderter Jahren gegeben haben soll. Man liest so viel und weiß doch nix, auf der einen Seite wird Sand in die Augen gestreut, sprich es wird etwas schöngerechnet, auf der anderen Seite wird die Angst vor dem Klimakollaps geschürt, bei letzterem frage ich mich schon wem das eigentlich wirklich dient? Dass die Menschheit in Bezug auf Müll, Plastik etc. umdenken muss ist klar, auch was die Energiegewinnung und -verbrennung anbelangt, aber viel dringender erscheint mir die Frage nach der Verteilung von arm und reich. Es gibt so unglaublich viel Geld auf diesem Planeten, dass wirklich niemand mehr hungern oder obdachlos sein müsste, wenn es denn eine solidarische und gerechte Verteilung gäbe, gibt es aber nicht, ist ja auch nicht im Interesse derer, die Geld/Aktien/andere Werte besitzen – und dass hier Zahlen hin- und hergeschoben werden, wie es ihnen passt, das ist ja letztlich kein Geheimnis!
    25% Bruttosozialproduktverlust in Griechenland ist immens viel – ich seufze.
    Dafür, dassich weder wirkliche Ahnung vom Klima, noch vom Geld habe, ist das jetzt ganz schön lang geworden 😉
    liebe Gerda, ich grüße dich herzlich
    Ulli

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    • gkazakou schreibt:

      danke, Ulli, du sprichst mir aus dem Herzen. Vertuschung oder Panikmache, Ablenkung oder politisches Kapital – all diese Daten, die ja für die betroffenen Menschen Leben, Wohlstand, Armut oder Tod bedeuten, werden uns um die Ohren gehauen und wir stehen hilflos dazwischen, beten nach, hinterfragen, widersprechen…. . Da bleibt nur: die Sonnenflecken auf den Bäumen zu bewundern und sich, wenn nötig, eine Mütze gegen die Kälte zu kaufen. Sei lieb gegrüßt!

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  5. Myriade schreibt:

    Nein, entschuldige, ich habe dich missverstanden. Ich dachte, du würdest die Zahlen der Weltbank bezweifeln und nicht die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen. Über letztere kann man natürlich geteilter Meinung sein …. Ich bin auch schon in der Nähe der Lösung mit dem Bewundern der Sonnenflecken, in der Mützenfrage allerdings bin ich dir weit voraus, da habe ich schon gut ein Dutzend 🙂

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  6. kowkla123 schreibt:

    liebe Gerda, ein schöner Beitrag, ich wünsche dir ein gutes Wochenende trotz des nicht so schönen Wetters.

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  7. Raffa´s Welt schreibt:

    Guten Tag liebe Gerda,

    deine Skepsis kann ich teilen, doch ist das nicht der Startpunkt für eine Reise in den Kaninchenbau?
    Die Frage bei beiden Themen (Klima/Hungertod); was ist der Ausgangspunkt und was ist die Intention von „Veröffentlichungen“ der verschiedensten Arten und Formen?
    Gibt es eine Ausgangsthese, -theorie oder ähnliches und was sind die Fakten, die Fakten, die ich kenne oder welche ich mir aneignen kann – oder aber die, welche groß und breit, mit Hochglanz und heeren Worten verbreitet werden.
    Verzeih den schwarzen und empirischen trockenen Humor zu dem einen Thema.
    Was ist, wenn die „Reproduktionsrate hinter der Sterberate“ hinterher hinkt?
    Das wirkt sich doch auch fatalerweise auf die Statistik aus?

    Dies nur ein Aspekt, könnte mehr schreiben, von anderen „Kaninchenbauten“, wo ich mir die Mühe gemacht habe hinein zu klettern. Erlaube mir und verzeih´- doch bei 9/11 kann jeder Grundschüler Fragen stellen und die einfachen, wie logischen Schlußfolgerungen ergeben ein Bild, welches konträr zu der uns gereichten steht, sogar, wenn man auf eben diese Argumentationsbasis der offiziellen Seite bezieht.

    Bleibt die alte wie aktuelle Erkenntnis: Schaue auf den Fluß des Geldes/der Macht und die Logistik dahinter und erkenne, wer profitiert; das alte Qui bono…
    Und manchmal liegen die bösen Überraschungen vor der Tür, die 25%, die 50% Jugendarbeitslosigkeit…

    Trotz allem, hoffnungsvolle, wie liebvolle Grüße,
    Raffa.

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  8. gkazakou schreibt:

    ja, cui bono ist eine Frage, die bei keiner Analyse vergessen werden sollte. Doch manchmal interessiert mich auch das cui malo,

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  9. ann christina schreibt:

    Was für schöne Fotos, liebe Gerda! Bei Statistiken überlege ich immer zuerst, wem das Ergebnis nutzen könnte. Und als Kulturanthropologie lehne ich Statistiken ohnehin ab, weil es sich hier um quantitative Erhebungen handelt, nicht um qualitative, die somit verallgemeinern und Einzelfälle vollkommen unberücksichtigt lassen. „Global“ an Sachen heran zu gehen, ist ja auch eine Verallgemeinerung sondergleichen… Ich bevorzuge eine Welt der Regionen, meinetwegen können auch Nationalstaaten abgeschafft werden. Zu allgemein 😉
    Mir fällt dazu auch ein anderes Beispiel ein: In Deutschland ist ja das Insektensterben ein großes Thema. Ich fahre im Jahr mehrmals mit dem Auto nach Ungarn, und es ist tatsächlich erschreckend, das auf der Windschutzscheibe überhaupt keine Käfer mehr kleben. Sobald man aber über die ungarisch-österreichische Grenze fährt, „darf“ man endlich wieder Scheiben putzen, weil das Problem in Ungarn anscheinend nicht besteht. Falls man sich irgendwann in Deutschland durchringen sollte, irgendwelche Pestizide zu verbieten, wird das dann aber sicher auf die ganze EU ausgedehnt – auch dorthin, wo es überhaupt nicht nötig wäre. Die deutsche Landwirtschaft könnte ja sonst einen Wettbewerbsnachteil haben… Dazu wird es dann sicher auch die passenden Statistiken geben.

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Ann Christina, du sagst es! Auch mir ist das regionale Denken und Handeln viel lieber als das globale, das immer abstrakt bleibt und mit abstrakten Menschen, einer abstrakten Natur rechnet. Die Nationalstaaten würde ich sofort abschaffen wollen, wenn das reale Leben genug Kraft hätte, sich gegen die „globalisierenden“ Tendenzen zur Wehr zu setzen. Momentan sind sie wohl noch nötig, als letzte Bastion, bevor wir alle zu Zahlen und Daten werden. Dein Beispiel mit den Insekten macht den Gedanken deutlich.

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  10. Eines scheint klar zu sein. Die globale Erdtemperatur nimmt seit der Industrialisierung mehr oder weniger stetig zu. Verbunden damit steigt der Meeresspiegel, sodass einzelne Inseln bereits von Bewohnern verlassen werden müssen. Damit ist aber nicht gesagt, wie es lokal zugeht. Vereinbar mit dem globalen Szenario ist, dass es lokal sehr kalt und sehr heiß werden kann.
    Was das Wohlergehen (z.B. Ernährung) der Menscheit betrifft, so muss man angesichts der Tatsache, dass in einem endlichen System nicht unbegrenzt Wachstumsprozesse stattfinden können.

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  11. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Warm anziehen müssten wir uns in einer Welt, in der ein ironischer Satz wie
    O herrliche Früchte des liberalen Kapitalismus westlicher Prägung!
    ernst genommen und geglaubt wird… Vergiftete Früchte mit gefräßigen Würmern… ,
    so ungefähr kommt er mir vor und über die Brücke der Armut, die sich global gesehen verringt,
    da gehe ich sowieso seeeeehr vorsichtig.
    Freilich muß ich zugeben, daß ich nicht wirklich bestens informiert bin…

    Liebe Grüße zur Nacht, jetzt aber endgültig 🙂 , liebe Gerda
    PS Mützen besitze ich zwar keine, aber viele dicke warme Schals und Handschuhe

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  12. gann uma schreibt:

    Ich finde dieses Buch sehr interessant (regional und individuell): https://www.ndr.de/kultur/buch/tipps/Schicksale-des-Klimawandels,nbschicksale101.html

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