Erntedank

Erntedank – hier in Griechenland kennt man es nicht als gesonderten Feiertag. Aber ich liebe dieses Fest und will seiner gedenken.

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Erntedank ist wohl eines der ältesten Feste der Menschen. Es gehört in den Reigen der Feiern, die der Fruchtbarkeit der Erde gewidmet sind – beginnend im Februar oder März mit dem Austrieb des Winters, fortgesetzt mit der Aussaat, der Bitte um gute Witterung, dem Reifen und schließlich der Ernte der Früchte.

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Herrlich das Leben, wenn Früchte, Gemüse und Korn reifen und in die Scheunen und Keller der Menschen eingebracht werden können, schrecklich die Not, wenn Heuschrecken, Dürre oder der Brand des Krieges alle Frucht zerstören. Ich denke an die Verhungernden, aber ich bringe es nicht über mich, hier Bilder von ihnen einzufügen. Mögen sie mir verzeihen.

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Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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9 Antworten zu Erntedank

  1. eulenschwinge schreibt:

    Es macht mich froh, liebe Gerda, dass ich heute Abend durch Deine Worte und Bilder nochmals an das Erntedankfest erinnert werde. Es war heute nur auf Durchreise in meinen Gedanken, ganz schnell war es wieder weg. Jetzt, am Abend, kann es verweilen und sich ausbreiten. Als Kind habe ich dieses Fest geliebt – vielleicht, weil meine Eltern mir die mit diesem Fest verbundene Dankbarkeit für die Gaben der Erde sehr liebevoll vermittelt haben. Und jetzt nun wird mir klar, wie es in den vergangenen Jahren aus meinem Denken (fast) verschwunden ist – obwohl ich es liebe, die Äpfel von meinen Bäumen zu ernten und die Haselnüsse unter den Sträuchern zu sammeln… Danke für Deinen Beitrag, der mich daran erinnert, dass ich etwas wiederzuentdecken habe!

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  2. kunstschaffende schreibt:

    Das sind sehr schöne Zeichnungen zum Thema Erntedankfest!

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  3. Ulli schreibt:

    Ich habe es als Kind so geliebt, wenn die Körbe voller reifer Früchte in der Kirche aufgestellt worden, verziert mit Kornbündeln und vielen, vielen Blumen, ich sehe blau-rot-orange-goldgelb … dieses Bild hat sich mir tief eingeprägt, eins der wenigen aus dieser Zeit …
    Dankbar sein und an die zu denken, die nicht so reich gesegnet wurden, das habe ich damals gelernt und übernommen-
    schöne Bilder sind das … ich mag ja das letzte sehr …
    herzliche Abendgrüsse vom nun dunklen Berg, die ersten Sterne blinkern
    Ulli

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    • gkazakou schreibt:

      danke, Ulli! ja, auch ich verbinde mit dem Fest reiche Farben und Formen: rotbackige Äpfel, goldgelbe Kürbisse, blaue Pflaumen, goldene Ähren und ein möglichst knallblauer Himmel. Wir hatten (haben) eine sehr schöne alte Kirche in Heiligenhafen. All das sehe ich vor mir.
      In meinem Garten sind nun die Quitten und die Granatäpfel reif, gewaltig groß sind sie, denn es hat im Sommer öfter mal geregnet. Liebe Grüße!

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  4. gkazakou schreibt:

    Beides, Ulli. Ich esse die Perlen aus der Schale, oder mache Saft im Entsafter, verschenke so viele ich kann, der Rest vertrocknet langsam und formschön in der Fruchtschale …

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  5. Monika schreibt:

    Liebe Gerda, ich hatte vergessen dass heute Erntedankfest ist. Natürlich habe auch ich Kindheitserinnerungen an diesen Tag. Schöne, bunte und reichhaltige, beschenkte, später mit gefüllten Taschen und Körben, wenn ich von Zuhause fuhr. Aber für mich war es das Wichtigste, dass die Familie fröhlich zusammen kam. So war es auch heute. Nun, meine Familie ist nicht so groß, wie die meiner Großeltern vor langer, langer Zeit, aber unser Sohn war anwesend. Beide Männer lobten meine Kochkünste, wohl deshalb, weil es mir nicht immer so gut gelingt. Ich weiß nicht. Mich hat es gefreut, da meine Arbeit belohnt wurde. Aber, was die Stunden der Gemeinsamkeit abrundete, war diese Fröhlichkeit, die Leichtigkeit und das Beschwingte. Unwillkürlich wurde ich eine Zeit zurück versetzt, die meinen Herzen Sicherheit und Glauben gab. Damals war ich noch ein Kind, aber das Kind in mir, es lebt. Auch wenn es manchmal schläft.
    LG. Monika

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    • gkazakou schreibt:

      Hab ganz herzlichen Dank für diesen beschwingten Gruss, Monika. Wie schön, wenn dein inneres Kind sich mit Erinnerungen meldet. Und danke auch dafür, dass du mich freundlich teilhaben lässt an deiner fröhlichen Tischrunde! Gute Nacht!

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