Draußen ist es duster geworden, schwere graue Wolken bedecken den attischen Himmel. Ob es wohl Schnee geben wird?
Auf den hohen Berggipfeln und im Norden des Landes hat es schon geschneit, aber in Athen wird es wohl noch ein Weilchen dauern – wenn überhaupt. In meiner Ungeduld habe ich ein Bild hervorgeholt und für euch fotografiert: Es schneit in der Großstadt. Es ist mit Akryllpulver und Kleber auf Pappe und einem Stück eingeklebter Wellpappe gemalt. Während ich es betrachtete, freute ich mich an dem quirligen Fall der Flocken, fühlte den Spaß der Kinder, der Hunde und, nun ja, auch meinen eigenen kindlichen Spaß, wenn himmlisches Weiß die Drähte und Kabel, die Antennen und Mauervorsprünge verkleidet.
Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst du geschneit, du wohnst in dem Himmel und dein Weg ist so weit.
Ich schaute bei Wikipedia nach, da ich mich nur an den ersten Vers des Liedchens erinnerte, und las:
Das Kinderlied Schneeflöckchen, Weißröckchen ist ein Winterlied. …. Die Urfassung stammt von Hedwig Haberkern (geb. Stenzel; 1837–1902), die zunächst Kindergärtnerin und dann Lehrerin in Breslau war. Als „Tante Hedwig“ verfasste sie Erzählungen für Kinder; 1869 erschien in ihrem Erstlingswerk Tante Hedwigs Geschichten für kleine Kinder die Geschichte von der Schneewolke, in dem das Lied Schneeflöckchen vom Himmel vorkommt.
Schneeflöckchen, vom Himmel
da kommst du geschneit,
du warst in der Wolke,
dein Weg ist gar weit.
Ach setz dich ans Fenster,
du niedlicher Stern,
gibst Blätter und Blumen,
wir haben dich gern!
Schneeflöckchen, ach decke
die Saaten geschwind.
Sie frieren, du wärmst sie,
so bittet das Kind.
Schneeflöckchen, Weißröckchen
so kommet doch all’,
dann wird bald ein Schneemann,
dann werf’ ich den Ball.
…. Das Lied sollte nach dem Willen der Dichterin zur Melodie des Kinderliedes Wir Kinder, wir schmecken der Freuden so viel (Text von Christian Adolph Overbeck, vertont von Wolfgang Amadeus Mozart[1]) gesungen werden. Nach 1900 wurden jedoch mehrere neue Melodien dafür komponiert, bis sich nach 1945 die heute bekannte Melodie, deren Komponist nicht bekannt ist, und die heute übliche Textfassung durchsetzten.
Heute üblicher Text
Schneeflöckchen, Weißröckchen,
wann kommst du geschneit?
Du wohnst in den Wolken,
dein Weg ist so weit.
Komm setz dich ans Fenster,
du lieblicher Stern,
malst Blumen und Blätter,
wir haben dich gern.
Schneeflöckchen, du deckst uns
die Blümelein zu,
dann schlafen sie sicher
in himmlischer Ruh’.
Schneeflöckchen, Weißröckchen,
komm zu uns ins Tal.
Dann bau’n wir den Schneemann
und werfen den Ball.




Mit einem schönen winterlichen Ohrwurm im Kopf und in Gedanken noch bei den schönen Gemälden, die die Winterstimmung unterstreichen, gehe ich zu meinem Tagwerk über und genieße die Dusternis draußen in Vorfreude auf die Schneeflöckchen, die ja irgendwann mal kommen werden….
Ich wünsche dir ein schönes Advenswochenende und grüße ganz herzlich,
Marlis
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Danke Marlis! Auch dir ein friedliches fröhliches Vorweihnachtsgefühl!
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wunderschön eingefangen, Schnee läßt die Welt ein wenig milder erscheinen…..
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wie wahr! weich und sanft scheint die Welt, wenn sie mit dem reinen weißen Kristallmantel eingehüllt ist.
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tolles bild – und schön auch die erinnerung an grossstädte, die bei schneefall beruhigend ruhig werden
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danke sehr, Barbara, Ja, auch Großstädte werden einen moment lang still unter dem Flockenfall.
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