Der heutige Buchstabe für Heides Monats-Challenge ist das L. Welch lieblicher Buchstabe: ob lispeln oder lallen, lauschen oder liebkosen, lachen, lächeln, lieben, lutschen, na ja, auch lernen und lasten …. die deutsche Sprache liebt das Ell.
Ich aber habe ganz banal (?) der Linie den Vorzug gegeben. Die Linie ist das A und das Ω aller Zeichenkunst. In der Wirklichkeit existiert sie allerdings nur als Idee und Abstraktion, genauso wie der Punkt. Als solche ist sie aber sehr mächtig, nicht nur, um die Dinge von einander zu trennen (Umrisslinie), sondern auch, um sie zu verbinden (Entwicklungslinie). Die Linie schafft Räume und Felder, Bewegung und Struktur. Überaus beweglich, lässt sie sich nicht auf eine Richtung festlegen, auch wenn die Parteien das manchmal versuchen (auf Linie bringen). Na ja, undsoweiter.
Meine heutige Linie steigt in schleifender Bewegung von der Erde in den Himmel hinauf, um schließlich wieder den Boden zu suchen und zu verschwinden. So ungefähr steigt auch das Wasser auf, wenn die Sonne es verdunsten lässt. Punkt um Punkt, Tropfen um Tropfen geht es hinauf. Am Himmel bildet es eine lächelnde Wolke, die mit der Sonne Fangen spielen möchte. Doch zu große Sonnennähe ist ihr verderblich, sie löst sich auf und sinkt hinab, zurück in den Boden.
So gehts auf hier: der Regen lässt auf sich warten. Nur ab und zu braut sich ein Gewölk zusammen, es tropft auch ein wenig – und Schluss.

Hier gibt es ja wieder Regen.
Das Wetter ist aus den Fugen, doch wenn kümmerts?
Klimapolitik ist von gestern, was dachten sich die Herrn dabei bloß?
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Dass es im September nicht regnet, ist nicht so ungewöhnlich. Mit Klimawandel hat es erstmal nichts zu tun, sondern mit Wetterlagen.
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Achso.
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