Gestern habe ich unter dem Eindruck meines Kunstbuchs über „gefesselte“ Linien noch weitergezeichnet, und zwar mit Kohle auf Billigpapier von der laufenden Rolle. Es hängt als lange Bahn über der Staffelei, und immer, wenn mir etwas einfällt, hinterlasse ich darauf Notizen. Gestern wurde aus den Notizen eine komplette Zeichnung, die ich „The Tube“* (die Röhre) betitelte. Ein düsterer Ort.
Die winzigen Menschen sind, im Gegensatz zum Bauwerk, Linien in freier Bewegung.
*Die Londoner nannten (und nennen) den unterirdischen Verkehrsweg, der sich mit sehr engen röhrenförmigen Tunneln wie ein Maulwurf durch den Untergrund der Stadt buddelte, „The Tube“ – die Röhre. Sie ist die älteste Untergrundbahn der Welt. Der erste Streckenabschnitt wurde am 10. Januar 1863 als unterirdische, mit Dampflokomotiven befahrene Eisenbahn eröffnet.


Das ist ein faszinierendes Bild mit einem interessanten Hintergrund der Entstehung!
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Diese Kohlezeichnung ist beeindruckend.
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Ja, das Düstere kommt so richtig raus, zumal einmal , als ich drinnen wartete, dort das Tor runtegelassen wurde, weil sie nicht mehr Leute reinlassen wollten. Es ist lange, lange her. An den Schreck , den ich da bekam, erinnere ich mich aber noch genau.
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Ist mir zum Glück nie passiert. Gruselig!
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Danke Gerda, ja ‚The Tube‘ hier in London ist teilweise noch immer so, wenn auch immer modernere Strecken dazukommen. Ich habe viele glückliche Erinnerungen in Bezug dazu und finde sie daher nicht beängstigend an sich. Dennoch ist das beengede Prinzip in Röhren unter der Erde zu sein auch für mich bedrückend…
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ich kam auf den Titel wegen der Form. Mit der Tube verbinde ich sehr wenige und überhaupt keine klaustrophobischen Erinnerungen. Mit Tunneln schon eher.
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Ich sagte es so, weil ich sehr viele Menschen kenne, welche the Tube, schwer aushaltbar finden 😊 positive Assoziationen können so doch manches Negative ausgleichen
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