Ich bleibe weiterhin dabei, Gegenstände abzuzeichnen und dann die geometrischen Formen „freizusetzen“ und neu auf einer zweiten Zeichnung zu arrangieren. Myriade nannte das „Beginn der Abstraktion“, und so mag es auch erscheinen, wenngleich mir etwas anderes im Sinn liegt. Ich habe mich schon öfter zu meinem Leitgedanken verbreitet, den ich „Emanzipation der Elemente“ nannte, und will mich jetzt nicht wiederholen.
Diesmal benutzte ich nicht den Kalender, sondern einen größeren Zeichenblock aus gutem Papier und ohne Linien, und zeichnete die kleine Kugelvase, Apfel und Orange, ein Messerchen, zwei Bücher und einen Lampenfuß auf dem runden Tisch.
Daraus extrahierte ich diesmal nicht vollständige geometrische Formen, sondern kleinere Bruchstücke: Winkel und Abschnitte von Konturen. In neuen Farben und freier Anordnung erscheinen sie nun so:
Selbstverständlich gibt es fast unendlich viele Möglichkeiten der Anordnung. Es ist wie bei den Schnipseln, aus denen man ja auch viele Welten bauen kann.
Me encantó. Fantastico post. Un gran abrazo desde argentina!
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gracias!
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Die freigesetzten Formen in der Ursprungszeichnung wieder zu finden gelingt bei manchen auf Anhieb, bei manchen dauert es länger. Ich nehme mal an, du drehst die ursprüngliche Zeichnung in verschiedene Richtungen?
Mir gefällt diese Idee mit den freigesetzten Formen außerordentlich gut, ebenso wie die hier gezeigte Umsetzung.
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Ich gehe recht spontan zu Werke. Manche Formen sind unverkennbar, andere drehe ich, manche verkleinere ich, manche verbleiben fast auf ihrem Platz, andere wandern weit… , es hängt von der Wirkung ab, die ich im neuen Bild für sie finde. Es ist ein Spiel, das ich natürlich auch zu einer strengen Methode machen könnte. ich könnte ganze Serien nach einem Algorithmus erstellen. Daran habe ich schon gedacht, aber momentan habe ich keine Lust dazu.
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