Sommerzeit
struppig
sticheln.
Diese Wörter hat Christiane für die laufende Etüdenrunde gespendet. Und sofort fielen mir meine seltenen Versuche ein, mit Schnitzmessern Bilder aus Linoleumplatten oder auch aus Holz zu schnitzen und zu sticheln. Hier eine bebilderte Erinnerung, neu erzählt:
abc-etüde
Sommerzeit 2015! Koroni lädt zu einem Holzschnitt-Workshop ein. Anlass ist eine Ausstellung internationaler Künstler, die diese und andere grafische Techniken ausgezeichnet beherrschen. Zum Glück habe ich einige Bilder in einem Blogeintrag gepostet, und einige gelöschte Bilder konnte ich wiederherstellen. Es ist mir eine Freude, sie hier erneut anzuschauen und zu präsentieren!
Arbeiten von Michael Falconis…

und von Michael Adamis,

von Michael Ward,

von Canuto Kallan…

und von Dimitris Spanopoulos

Einer der ausstellenden Künstler (Michael Falconis) führt uns in die Anfangsgründe des Holzschnitts ein. Wir erhalten geschwärzte Spanholzplatten und Schnitzmesser. Spanholzplatten sind die für Anfänger geeignesten Holzplatten, aber glaubt bloß nicht, dass es einfach ist, mit den Messerchen Linien und Formen herauszuschnitzen und zu sticheln, so, wie du es dir in deinem Kopf vorgestellt hast! Es gelingt mir immerhin, ein struppiges Segelboot zum Vorschein zu bringen.

Am nächsten Tag geht es weiter, und am Ende habe ich Blasen an den Händen.

Besser als das „Gesamtwerk“ gefallen mir einige Details, die ein wenig wie eine Stickerei wirken.
Diese Platte drucke ich dann unter Anleitung aus. Ein Foto von der „Geburt“ des Bildes habe ich im Archiv gesucht und gefunden.
Wo die Drucke sind? Keine Ahnung. Wie so vieles ist auch dieses Meisterwerk den Weg aller Dinge gegangen. Geblieben ist mir die Hochachtung vor der Leistung von Künstlern, die bedeutende Werke in der Holzschnitttechnik geschaffen haben. Schade, dass ich nicht dazu gehöre.
Danke, Christiane, für die Anregung, die mich diesmal 11 Jahre meines Lebens und zu den Anfängen dieses Blogs zurückgeführt hat.
Ende der abc-etüde.



Danke, dass du die Erinnerung hervor geholt hast. Ich habe mich früher mal mit Linoleum versucht, wie schnell da mal das Messerchen ausrutschen kann! Auf Holz stelle ich es mir noch schwieriger vor. Schön, konntest du diese Erfahrung machen.
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mit Linolschnitten hab ich auch ein paar Erfahrungen gesammelt. Eigentlich bin ich ein Fan des Druckens, doch leider habe ich zu spät angefangen, um mir die Techniken noch anzueignen. Es bleibt ein Gestümpere.
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Nie habe ich so etwas ausprobiert und ich habe es ehrlich gesagt auch nie gewollt – nicht mein Ding, Linolschnitt in der Schule hat mir gereicht! 😉
Aber von dir zu lesen und deinen ersten Versuch zu bewundern, das macht Spaß!
Wie immer: Vielen Dank für die Etüde! 👍
Abendgrüße 🌅🎶🛏️🍵
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Das Werk vom dritten Michael gefällt mir gut, wahrscheinlich wegen der Farben. Ich habe das Geschnitze und Gestichel auch noch nie ausprobiert. Die Glasplatten für Monotypien sind um vieles einfacher zu handhaben 🙂
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Monotypen sind am Ende auch die einzigen Drucke, die ich zustande bringe.
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Na, das ist doch nicht so schlecht
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Der gegenüber Fenstern aufgehängte Michael Adamis besticht durch Vielschichtigkeit. Alles im allem sehr schön!
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🙂 Meine Silhouette nicht zu vergessen…
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