Als ich eben den gewohnten Spaziergang auf unserer Straße in Richtung des Bergdorfes machte, freute sich mein Herz an den Wiesen, die von roten Anemonen, weißen Sternen und blauem Ehrenpreis übersät sind. Das Gras steht hoch, saftig grün und üppig – ganz anders, als ich es bei unserer Durchfahrt durch Arkadien erlebte, wo die Böden ausgetrocknet wirkten und ich mir Gedanken machte, ob womöglich die an allen Horizonten aufragenden Windgeneratoren Schuld daran sein könnten. In früheren Jahren regnete es in Arkadien weit mehr als hier unten, und der Frühling war sehr stark zu spüren.
Hier aber üppigstes Grün.
Üppiges Grün und Blüten und Insekten, dass das Herz vor Freude hüpft.
Doch die Nase fühlt sich nicht wohl. Die Schleimhäute schwellen an, die Bronchien protestieren. Da schaue ich nach links.
Aha, verdammt! Die Bauern waren wieder mit Roundup unterwegs! Da wird sich Bayer freuen! Das Zeug ist ja in den USA grad wieder legalisiert und vom Verdacht, Krebs zu erzeugen, freigesprochen worden.
Vor allem die straßennahen Flächen werden damit „behandelt“, denn die Eigentümer der Grundstücke sind verpflichtet, das „Unkraut“ zu beseitigen, weil es die Brandstifter herausfordern könnte.
Die Bauern könnten natürlich auch weniger bösartige Methoden verwenden, aber das Gift ist der bequemste und wohl auch billigste Weg. Insekten? Gesundheit der Menschen und Tiere? Na, wird schon nichts schaden. Sonst wäre es ja verboten und nicht frei verkäuflich. Dummes Geschwätz von grünen Spinnern…
Ich bin mit einem großen ZWAR-ABER in die Welt gekommen. Und die Welt zeigt sich mir immer wieder in diesem Licht des ZWAR-ABER. Wie gern würde ich mich einfach in eine der blühenden Wiesen legen und nichts mehr fühlen als die freundliche Erde mit ihren Gewächsen und die reine Luft eines Frühlingsmorgens! Nichts denken müssen! Das ABER in Pension schicken! Stattdessen sitze ich hier, und meine Augen füllen sich mit Tränen und meine Nase kribbelt.
Zum Glück gibt es die Katzen! Fritzi zeigt mir, wie man sehr gut ohne ABER leben kann.
Draußen im Hundehaus hat sich Urmutter Prinkipessa (u.a. Fritzis Mutter) eingefunden und ruht sich aus. Sie ist so ein ZWAR-ABER-Geschöpf wie ich. Nach langer Abwesenheit ist sie wieder erschienen, mager, struppig und scheu wie immer, sitzt lange still vor der Glastür und schaut uns unverwandt an. Sie studiert uns. Vertrauen hat sie nicht. Wenn ich ihr Futter rausstelle, zieht sie sich schnurstracks zurück. Dann nähert sie sich zögernd, schnuppert lange und sorgfältig und beginnt vorsichtig, immer in Alarmbereitschaft, zu fressen. Viel schafft sie nicht, bevor die Meute angerannt kommt und über das Fressen herfällt.








Wenn man das sieht, dann kommen einem wahrlich die Tränen und das alles aus Bequemlichkeit und wegen der Rücksichtslosigkeit mancher widerliche menschlicher Subjekte! Ich bin nicht Grün ideologisiert um die Natur schützen zu wollen und selbst mit ihr respektvoll umzugehen!
Das sollten die Kinder in der Schule lernen statt ihr Geschlecht auswählen zu dürfen!🤔😉
LikeLike
…und hoffentlich gehen die Katzen nicht auf behandelte Wiesenstücke …
LikeGefällt 1 Person
Das ist wohl der unnötigste Einsatz dieses Mittels, den ich je gesehen habe … 🧐
LikeLike
Trotzdem: Wie schön ist das Foto von den Olivenbäumen … und von Fritzi. So eine typische Haltung! 🧡
Nachmittagsteegrüße 🌦️🎶💻🍵
LikeLike
sehr schön….
LikeLike
„Zwar – aber“. Gerda, ich wünschte Dir, Du könntest es einfacher haben.
Aber anscheinend hast Du Dir für dies Erdenleben vorgenommen,
niemals zum Augenblick zu sagen – wie Goethe im „Faust“ – :
„Ach bleibe doch! Du bist so schön!“
LikeLike