Adler (αητοί/aiti), so sagte ich, heißen hier die Drachen, die man in die Luft steigen lässt. Und man lässt sie nicht, wie in meiner ersten Heimat an der Ostsee, bei den beginnenden Herbststürmen, sondern am „Reinen Montag“ (Καθαρή Δευτέρα/kathare devtera), also zu Beginn der österlichen Fastenzeit steigen.
Das Wetter ist prächtig, als wir uns auf den Weg zur Sandova-Bucht machen, um den Drachensteigern ein wenig zuzuschauen. Unseren eigenen Drachen lassen wir im Keller.
Du siehst nur Leute, aber keinen Drachen? Gedulde dich ein bisschen, bis der Wind auffrischt. Die Papas (und nicht nur die) geben sobald nicht auf. Na also!
Ein paar Vögel schaffen es und schweben gemeinsam mit der bleichen Mondsichel im leuchtenden Blau.
Zu Hause setzen wir uns in den Garten, um die heute eingekaufte Lagana* (λαγάνα, flaches, ohne Backpulver oder Sauerteig gebackenes Brot mit Sesam) zusammen mit Fischrogensalat (ταραμοσαλάτα), Oliven, Weißkohl- und grünem Salat zu verzehren. Die traditionellen dicken Bohnen lassen wir aus, denn gestern bekamen wir von der Wirtin „unserer“ Taverne eine Portion Παστίτσιο (Pastitsio) geschenkt, das man „eigentlich“ heute nicht mehr essen darf.
Sämtliche Katzen versammeln sich um unseren Tisch. Nachdem sie ihren Teil bekommen haben, geben sie Ruhe, putzen sich und genießen die Sonne.
Wir aber halten den wohlverdienten Mitztagsschlaf. …






🌊🙏🌅🩵💙
LikeLike
Ein toller Tag! mit sommerlichen Bildern ! So schön beginnen also die Fastentage bei Euch? 😉
LikeLike