Ich möchte noch ein paar „Knoten“ aus früheren Posts zeigen. Die Form des Drabble mit seiner Beschränkung auf 100 Wörter hilft mir, mich kurz zu fassen. Die Wörter „knoten, untereinander und Vorderteil“ sind im Text unterzubringen,
Heute erinnere ich an eine Ausstellung von Christiane Löhr, die ich im März 2019 in der Galerie Bernier Eliades sah.

Es ist eine Ausstellung des Fast-Nichts, die sich mir gerade darum tief einprägt.
Trittst du in den Vorderteil der Galerie, empfängt dich scheinbare Leere. Erst beim Nähertreten bemerkst du aus feinstem Pferdehaar geknotete röhrenartige Installationen. Sie werden eigentlich erst durch ihren Schattenwurf wahrnehmbar.

Christiane Löhrs Kunst ist so leise, dass es in mir selbst ganz leise wird und ich, als ich in den zweiten Raum trete, zuerst nur die Schatten der Glasvitrinen wahrnehme, in denen sich Kleinstskulpturen befinden. Sie scheinen sich, wie oft das Klitzekleine, untereinander sehr zu ähneln. Ihre kunstvollen vegetativen Formen erschließen sich mir erst beim genauen Betrachten.

Hh, Gerda, das ist ganz wunderbar!!Danke fürs Teilen.Auch dein verändertes Wahrnehmungempfinden nach der Ausstellung, verstehe ich gut. Ich kannte die Künstlerin bisher nicht und habe ein wenig recherchiert.
Eine Wohltat in unserer so übermäßig bild-undwordlauten Welt.
Es rinnert mich an eine Stelle im Alten Testament, wo einmal von einer
„Stimme des verschwebenden Schweigens“ die Rede ist….
Grüße nach Hellas!!
LikeGefällt 1 Person
Danke, Elsbeth, für deinen Kommentar und das schöne merkwürdige Zitat. Wo ist das wohl zu finden? Liebe Grüße nach Potsdam, wo nun auch W eingetroffen ist. (Er hat eine Arbeit in Berlin aufgenommen)
LikeLike
Wunderschön, diese stille leise Kunst. Ich glaube, nur mit Hören ist es hier nicht getan, hier muß man auf jeden Fall auch spüren …
LikeLike
Mir schien, als ich es sah, als hörte ich eine feine Musik, denn die Knoten waren wie Noten auf Linien angebracht.
LikeLike
Ach, wieder einer im spam
LikeLike
Christiane Löhr ist einfach phantastisch! Immer wieder!
LikeGefällt 1 Person
Danke, Sabine! Es war das erste und einzige Mal, dass ich ihre Arbeiten sah, aber der Eindruck war unauslöschlich.
LikeGefällt 1 Person