Den bei Myriade angekündigten Eintrag („ich hatte vor, heute als „Lustbarkeit“ über die Beschäftigung mit Sterben, Tod und nachtodlichem Leben zu schreiben“) konnte ich nicht wie geplant verfassen, zu viel kam mir dazwischen. Erst waren wir in Kalamata einkaufen (Sonnenschutz für die Dachterrasse, Sitzkissen, Stangen für die Tomaten und natürlich Wein), dann besuchten wir unsere Taverne und ich schwamm eine Runde, bevor das Essen kam (Artischocken und Erbsen mit Karotten und Kartoffeln), danach fiel ich in einen schweren Schlaf, denn die Tage sind heiß und schwül. Kaum war ich wach, klingelte es, eine Freundin war mit ihrer Mutter (87) und deren Schwester (80) auf einen Sprung vorbeigekommen. Die jüngere Schwester fliegt nächste Woche nach Peking, wo ihr ältester Sohn beschäftigt ist. Sie ist vor zwei Jahren verwitwet und macht nun die großen Reisen. Ihre dunklen Augen blitzten unternehmungslustig.
Die Honigmelone kaufte ich am Vormittag, schnitt sie eben auf und löffelte die Hälfte aus. Köstlich, süß-fruchtig. Die andere Hälfte ist noch ungegessen. Insofern ist von der Melone deutlich mehr geblieben als von meinem Leben. Doch hat sie was davon? Nein. Ich aber hatte und habe den Genuss …
Die Kerne der Melone gehen in den Kompost und werden dort womöglich zu neuen Melonen heranwachsen. Das hat die Melone mir voraus. Denn ich werde, sobald mein Leben zuende ist, wohl kaum zu neuen Menschlein heranwachsen. Muss ich deshalb betrübt sein?

Ich mag es gerne, die Dinge von der leichten heiteren Seite zu betrachten.
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so do I
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🙂
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Mich braucht es kein zweites Mal. Und ob ich mein Leben hier besser führen könnte als jetzt, bezweifele ich doch sehr.
DOCH fragt man sich, was bleibt?! Selbst vom Klügsten und Erfolgreichsten nur beliebige Geschichten – man wird auch stetig neue finden, wenn der entspr. Wunderknabe schon hunderte von Jahren tot ist.
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Ein Menschlein vielleicht nicht, aber Kompost, selbst als Asche im Wind.
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Du solltest niemals betrübt sein …
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