Tagebuch der Lustbarkeiten: von Katzen, Cafes und Galerien

Heute morgen war ich in Kalamata. Als erstes traf ich mich mit einer Freundin im schönen Gartencafe „Stolidi“ (Schmuckstück), und weil es draußen zu sehr windete, setzten wir uns nach drinnen in eine hübsche Nische, die einem Wohnzimmer Ehre machen würde. Ich wusste gar nichts von diesen Innenräumen und war angenehm überrascht. Die heiße Schokolade war dann die perfekte Ergänzung.

Anschließend suchten wir eine Galerie auf, von deren Vorhandensein ich zwar wusste, die ich aber noch nicht betreten hatte. Eine zweite schöne Überraschung. Die Ausstellung, eine großen Sammlung von Ikonen, gemalt von dem hier bekannten Maler Dimitris Kentakas (1906-2005), interessierte mich zwar nicht sonderlich…

wohl aber die Räume. Sehr gut könnte ich mir meine eigenen Arbeiten darin vorstellen. Doch wird das klappen? Es gibt da mindestens zwei Hürden: die erste ist steuerlicher Art, die zweite der Kunstgeschmack des Galeristen. Er arbeitet mit sehr bekannten Namen, im kommenden Jahr wird er sogar eine Beuys-Ausstellung und eine mit Werken von Jean-Michel Basquiat ausrichten. Bei solcher Konkurrenz mache ich mir kaum Hoffnungen. Aber gefreut habe ich mich doch, den freundlichen Galeristen kennenzulernen und zu erfahren, dass er 10 Jahre in Hannover gelebt hat. Vielleicht hilft das ja ein bisschen….

Der andere mögliche Kunstraum – das Pneumatiko Kentro der Stadt – , den wir anschließend besuchten, zeigte eine Plakatausstellung mit der Geschichte der kommunistischen Partei. Der für Ausstellungen Zuständige war am heutigen Samstag nicht anwesend. Diese Räume mag ich nicht besonders, aber sie liegen an der zentralen Fußgängerzone.

Es gibt noch andere kleinere Kunsträume, die ich gelegentlich aufsuchen werde.

Schließlich fuhr ich zum Tierarzt, um Fritzi abzuholen, die gestern operiert wurde. Alles normal. Sie beklagte sich auf der Rückfahrt bitterlich, fraß zu Hause mit gutem Appetit, was ich ihr an Leckereien vorsetzte, und ist seither verschwunden. Ich denke und hoffe, sie taucht wieder auf, wenn sie ihre Wunden geleckt und ihren Schock verarbeitet hat.

Nun werde ich ins Atelier gehen und die letzten Bilder fotografieren. Danach werde ich die Stapel von Zeichenblöcken und Mappen durchsehen. Und dann? Ja, dann gehts darum, ein Atelier-Ausstellungs-Konzept zu entwickeln. Kurzum, das Projekt entwickelt sich weiter, mit offenem Horizont.

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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20 Responses to Tagebuch der Lustbarkeiten: von Katzen, Cafes und Galerien

  1. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    Lauter besondere, schöne Orte hast du besucht, und ich wünsche dir, dass dein Vorhaben gelingt!
    Gruß von Sonja

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  2. Ja, deine Bilder gehören unbedingt ausgestellt!!!
    Liebe Grüße Gerel

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  3. Die Räume für Deine Bilder warten schon. Vielleicht hast Du sie bereits gefunden und weißt es nur noch nicht, Gerda!
    Fritzi braucht ein bissel Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Sie wird auftauchen wenn sie Hunger hat und alle ihre Lieben begrüßen konnte.

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  4. Bei so vielen Zustimmungen kann ich ja nicht fehlen.
    Natürlich freue ich mich zuerst einmal darüber, daß Fritzi den Eingriff gut überlebt hat und hoffentlich bald auch versöhnt ist mit ihrem Schicksal.
    Und dann wünsche ich Dir, daß Du bald in einer Ausstellung mit Deinen Werken vertreten bist. Ich denke mal, daraus könnte etwas werden.🙏👁️

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    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Die Katze ist schon wieder da, ich denke, sie wird sich bald erholen. Mit meinen Bildern in Ausstellungen vertreten zu sein, ist leicht zu haben. Ich habe da schon ein Angebot, aber es gefällt mir nicht besonders. Da hängt das Eigene dann zwischen vielen anderen, es ist ein Kunterbunt. Besser sind dann schon thematische Ausstellungen mit ein paar Künstlern. Das habe ich früher öfter mal gemacht. Verkauft habe ich dabei selten mal was. Ich mag am liebsten Einzel-Ausstellungen, da ist die Chance des Verkaufs auch größer.

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  5. Avatar von Myriade Myriade sagt:

    Du hast sie kastrieren lassen?

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  6. Welche weitere Unterstützung bietet denn der ein oder der andere Galerist (Medienarbeit, etc.)? Was ist Dein genaues Ziel mit der Ausstellung, was die des Galeristen?

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    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Das sind jetzt erst mal sekundäre Fragen. Ich weiß, was ich will, aber wenn ich es nicht haben kann, muss ich nehmen, was ich bekomme.

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      • Die Schnittmenge zwischen zwei, nicht in allen Teilen übereinstimmenden Interesse nslagen muss halt möglichst gross sein, sonst kommt es nicht zur Ausstellung. Die des Galeristen möglichst genau zu erkennen – oder modulieren zu können durch ein Zusatzangebot, zB. ein Image Gewinn durch Wohltätigkeit – hilft zum Ziel zu kommen.

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      • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

        Danke. Ich muss erstmal überhaupt einen Galeristen finden. Das ist nicht so einfach.

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  7. Avatar von hanneweb hanneweb sagt:

    Das hört sich doch ganz gut an bzw. liest sich sehr gut und ich drück dir ganz feste die Daumen, dass deine so schönen Bilder ihren verdienten Platz in einer der Galerien findet!🍀
    Dass es Fritzi gut geht, darüber freue ich mich nun ganz besonders, liebe Gerda und nachdem sie ihre Wunden geleckt hat, wird sie auch wieder „die Alte“ sein, da bin ich mir aus Erfahrung mit unserer Katzen in der Nachbarschaft sicher. 😉

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  8. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    Ich drücke dir die Daumen, dass dein Traum von der Ausstellung wahr wird, vielleicht sogar in diesen besonders schönen Räumen – es dient ja niemanden, wenn mensch sich klein macht 😉

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    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Danke, stimmt, es dient niemandem, sich klein zu machen. Ich bemühe mich grad, zu meiner tatsächlichen Größe zu finden, nicht größer und auch nicht kleiner als meine Lebensleistung bis jetzt 🤨

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