Andalusienreise (7): Das Andalusische Zentrum für Zeitgenössische Kunst in Sevilla (2)

Nun also mehr zu meinen Eindrücken im Andalusische Zentrum für Zeitgenössische Kunst, in das wir so überraschend und ungeplant gerieten.

A.

Als erstes betreten wir eine Kirche, die  heute zeitgenössischer Kunst als Rahmen dient. Und auch als geistiger Bezug – im Sinne des Widerspruchs, der Negation, der De-Sakralisierung. Tritt man durch eine schützende Plastikplane ein, scheint alles noch die bekannte religiöse Sprache zu sprechen. Merkwürdig sind nur die großen Schriftzeichen, die mit Nägeln und Fäden höchst kunstvoll an den Wänden angebracht sind. Die verkündete message? Die ist mehr als banal: QUESO bedeutet KÄSE

Damit nicht genug. In einer Nische hängt eine Madonna, umgeben von goldgrundigen Ikonen. Beim Nähertreten sehe ich, was auf diesen Ikonen abgebildet ist. Kein Wunder, dass die Madonna ihre Hände ringt und die Putten zu ihren Füßen bedenklich gucken!

B

Wir gehen nun durch die Pforte in die eigentlichen Ausstellungsräume hinein. Die Räume sind groß, modern und weiß – ideal für große moderne Bilder. Die gibt es hier nun auch in riesigen Formaten, zusammengefasst unter dem Titel  Devenir pintura. Unter dem Link findet ihr bei Bedarf Namen von Künstlern. Ich war leider nicht fähig, sie mir zu merken.

Dies sind große Bildergeschichten, vor denen man lange stehen bleiben und die witzigen sorgfältigst gemalten Einzelheiten bewundern kann.

C

Weiter geht es durch die großen Räume mit sehr sehenswerten Malereien, die ich hier überspringen muss …

nun zu Installationen unter dem Titel „La danza mundanza“. Auch hier muss ich passen, was die Namen betrifft. Dabei habe ich versucht, sie mir einzuprägen.

D

Ist das nun alles? Für euch zunächst ja, nicht aber für uns, die wir noch durch viele Räume streiften, uns die Kunst besahen, uns über die dicken geweißten Schwellungen der Mauern wunderten und schließlich auf den Hof traten, wo wir dann auch die Ursache der Schwellungen sahen: die riesigen Keramiköfen der Fabrik, im Untergeschoss mit den Wänden der Ausstellungsräume vermauert, ragen hier frei in den Himmel. Das Konglomerat aus Kirchen- und Fabrikbauten wird hier oben offenkundig und schafft eine sagenhafte Atmosphäre, zumal nun die Strahlen der tief stehenden Sonne Schornstein und Öfen rötlich färben.

Fortsetzung folgt. Du darfst gespannt sein.

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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3 Responses to Andalusienreise (7): Das Andalusische Zentrum für Zeitgenössische Kunst in Sevilla (2)

  1. Die Abendsonne macht alles schön.

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  2. Ich bin auch gespannt, liebe Gerda! Sehr gespannt 🙂

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