Mir fiel, als ich faul auf dem Sofa lag (es ist tatsächlich sehr heiß inzwischen) eine rote Kulihülse ins Auge, die sich auf dem beiseitegelegten Buch (Rühmkorf, Was heißt hier Volsinii – Bewegte Szenen aus dem klassischen Wirtschaftsleben bei Rowohlt 1969) niedergelassen hatte. Das Grün des Buchumschlags wurde auf dem Foto blau – warum bloß?
Ich angelte mir die Hülse und spielte damit herum. Mir gefiel dieses rote Element zwischen den Fingern. Ich probierte allerlei Haltungen aus, fotografierte sie und schnitt alles Nebensächliche digital weg.
Ich machte dann noch eine zweite Serie über meinem lebhaft gemusterten Sommerkleid.
und hielt das kleine rote Ding vor den Raum.
Natürlich konnte man das Motiv auch zeichnen: zwei einfache lineare Zeichnungen im kleinen Block
und eine mit Schattierungen im großen Block.
Ich spielte dann noch ein wenig digital herum, legte Fotos und Zeichnungen übereinander … Schier unendlich sind die Formen, die fünf Finger und eine rote Kuli-Hülse annehmen können.
Ich fand das Spiel auf jeden Fall lustvoller, als weiter über „bewegte Szenen aus dem klassischen Wirtschaftsleben“ nachzudenken. Denn auch in der ironisch-dramatisierten Form, die Rühmkorf diesem Thema gibt, sollte man es an einem heißen Julitag besser vermeiden.












Gerda, wie Du doch die Hitze für Dich erträglicher machst und diese lustvollen Experimente weitergibst! Ich denke an Dich.
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Schöne Ablenkung von der Hitze. Aber Deine eingangs gestellte Frage, warum wird das grüne Buchcover blau bleibt noch offen.
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TOLL … und das bei der Hitze *clap hands, liebe Gerda*
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Sehr schön! Auch akustisch gibt die Hülle einiges her. Man kann darauf Pfeifen, wie man es früher mit den Schlüsseln tat. Diese rohrförmigen Dinger gibt es heute kaum noch.
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Eine tolle Serie. Du weißt ja, daß es mich begeistert, wenn du spielst 🙂 Besonders mit so einfachen Dingen kommen oft sehr reizvolle Sachen dabei heraus. Klasse!
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