Dora zum ZwölftenElften: Theater (Impulswerkstatt Bild No 3)

Ein geschlossener Vorhang reicht, um die Fantasie anzuregen. Wenn zudem unter dem Vorhang  geheimnisvolles Licht hervorquillt, wie in deinem Foto No 3, liebe Myriade, beginnt der im Kopf eingebaute Theaterdirektor, einen Haufen Szenarien vorzuschlagen.

Spannend muss es sein, sagt der Theaterdirektor. Blut muss fließen.

Ähäm. Muss? Etwa so?

„Och nö!“ meint Dora. „Da gibt es Besseres! Schick deinen Theaterdirektor in Pension und lass mich machen.“

Und wahrhaftig: Der Vorhang geht auf …

und auf der Bühne erscheinen heftig gestikulierend ein paar Figuren aus meinem geliebten Karagiosi-Theater!

Gern würde ich euch ja die ganze Geschichte präsentieren – aber leider, leider will WP mir keinen weiteren Speicherplatz genehmigen. Für den Rest müsst ihr also eure eigene Fantasie in Betrieb setzen.

Viel Vergnügen und ein fröhliches Rest-Wochenende! wünschen Dora und ich.

Und hier noch der unvergleichliche Dionysios Savvopoulos mit seinem Lied: „Das was mich quält, das was mich rettet, ist, dass ich wie der Karagiosis träume“. Ich nenne es  gern die heimliche Nationalhymne der Griechen.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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11 Antworten zu Dora zum ZwölftenElften: Theater (Impulswerkstatt Bild No 3)

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Dora vor dem Vorhang, welch ein herrliches Bild!

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  2. Myriade schreibt:

    „Neugriechisches Schattentheater“ spricht Google und wird wohl recht haben. Sehr spannende Figuren mit denen man eine Menge darstellen kann. Ich erinnere mich, dass du von deiner Liebe zum Theater geschrieben hast. Und Dora ist ja offenbar die geborene Regisseurin. Vielen Dank für den Beitrag samt Video und die Erinnerung daran, dass ich ja auch gerne ins Theater gehe, dies aber schon lange nicht mehr gemacht habe …

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    • gkazakou schreibt:

      Es sind an Stangen befestigte bewegliche Holzfiguren. „Neugriechisch“ ist witzig. Klar, antik sind sie nicht, aber neu auch nicht, sie haben sich im ganzen Raum dees Osmanischen Reichs entwickelt: Der Karagiosis (kara-schwarz auf türkisch) ist ein Raja, ein griechischer Untertan des Sultans, mit all den schönen und schäbigen Eigenschaften, die ein Untertan braucht, um unter Willkürherrschern am Leben zu bleiben. Viel Selbstironie ist dabei. Ich habe schon öfter über den Karragiosis geschrieben, kannst du bei Interesse als Stichwort eingeben

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      • Myriade schreibt:

        Naja, neugriechisch ist alles, was nicht altgriechisch ist, angefangen mit der Sprache. Wahrscheinlich kann man das aber nicht so genau festlegen, vermute ich.

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      • gkazakou schreibt:

        Genau. So wie österreichisch alles ist, was nicht althochdeutsch ist.

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      • Myriade schreibt:

        🙂 🙂

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      • Myriade schreibt:

        Wie definierst du neugriechisch. Den Begriff habe ja nicht ich erfunden

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      • gkazakou schreibt:

        Neugriechisch ist zunächst eine Kunstsprache, im 19. Jahrhundert von gebildeten oft im Ausland lebenden Griechen entwickelt aus dem Kirchengriechisch (byzantinisches Griechisch). Genannt wurde diese neue Sprache „katharevousa“ – die Reine, Gereinigte. Sie wurde zur offizielllen Schrift- und Unterrichtssprache Daneben gab es eine Volkssprache mit vielen lokalen Besonderheiten, denn die Menschen hatten ja nicht aufgehört zu sprechen. Mit der Schulbildng war es freilich nicht weit her: während im 8. Jahrhundert fast jeder Grieche schreiben und lesen konnte, hatte die lange Fremdherrschaft zu einem sehr verbreiteten Analphabetismus geführt. Nur die Kirchen und Klöster hatten jahrhundertelang für eine rudimentäre Volksbildung gesorgt. Das änderte sich nach der Gründung des neugriechischen Staates. Bildung wurde zum zentralen Anliegen. aber es blieb der Sprachenstreit, der sehr erbittert geführt wurde und sich bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts hinzog (Die Junta aus Offizieren – Diktatur 1967-74 – machte das katharevousa ein weiteres Mal zur Amts- und Unterrichtssprache.)
        Das Neugriechische als Volkssprache hat sich aus den diversen altgriechischen Mundarten entwickelt und ist inzwischen lexikalisch-grammatikalisch-orthografisch vereinheitlicht. Ansonsten nennt man wohl Neugriechisch alles seit der Staatsgründung 1828. Der Karagiosis stammt aus der osmanischeen Zeit, ist also älter und mithin nicht „neugriechisch“ .

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      • Myriade schreibt:

        Danke, interessant ! Wusste ich alles nicht. Der Karagiosis ist also quasi ein Wanderer zwischen den Zeiten 😉

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    • gkazakou schreibt:

      Ja, hübsch gesagt. Und ein Wanderer zwischen Orient und Okzident ist er auch.

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