Am Strand: Tägliches Zeichnen und Frottages

Ich will nicht ins Schwärmen kommen – doch den sonnigen Fleck, wo ich mich heute Mittag nach einem Bad im kalten bewegten Meer ausruhte und trocknete, muss ich als paradiesisch loben. Mein iphone hatte keine Batterie, also wars nichts mit Fotografieren. Aber ein wenig Zeichnen ging. Und während ich zeichnete und mich von der Sonne durchwärmen ließ, drang der Gesang des Meeres an mein Ohr.

Schutz vor dem Wind bot mir eine Steinmauer. Vor mir sah ich das Haus, das ich schon von der Meeresseite aus gezeichnet habe,  umstanden von Mandel- und Feigenbäumen, und gerahmt von einem schmächtigen blühenden Granatapfelbaum.

Von der meeresabgewandten Seite ist das Haus nicht so eindrucksvoll, aber heimeliger. Von meinem Platz aus sah ich die Wand mit einem Fenster, die dunkel verschattete vergitterte Eingangstür und darüber das Ziegeldach, halb verdeckt von einem Mandelbaum.

 

Links davon wurden, kaum zu erkennen durch das Gezweig, ein Stück Strand mit einer Tamariske und das tiefblaue Meer sichtbar. Das Meeresrauschen musst du dir dazu denken.

Zur linken Seite hin befindet sich eine Senke mit Olivenbäumen, über der sich ein Steilhang erhebt, gekrönt von den Häusern des Dorfes. Im Vordergrund der starke schwärzliche Stamm eines Mandelbaums

Zu Hause machte ich dann noch Abreibungen von Steinen, die ich mitgebracht hatte. Dafür benutzte ich einen Bleistift und meinen kleinen Block. Bitte zum größer Sehen anklicken.

Die letzte Frottage noch mal vertikal gespiegelt:

 

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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17 Antworten zu Am Strand: Tägliches Zeichnen und Frottages

  1. mmandarin schreibt:

    Oh fein… da kommt Sehnsucht auf und die Frottage gefällt mir ganz besonders. Herzliche Grüße Marie

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  2. finbarsgift schreibt:

    Feine Zeichnungen liebe Gerda!
    Die erste ist just wonderful 🤗
    🕊🎶🎵🎶🎵🎶🎵🎶🐦
    Herzliche Abendgrüße vom Lu

    Gefällt 3 Personen

  3. OIKOS™-Editorial schreibt:

    Die Frottage ist toll. Diese alten Häuser haben aber wirklich noch Charakter, auch wenn die bestenfalls mediterran liegen sollten, damit man sich nicht wie hier was abfriert. Lol LG Michael

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  4. PPawlo schreibt:

    Schöne Zeugnisse eines herrlichen Tages! Abendgrüße ins Paradies! Herzlich, Petra

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  5. Ein wundervolles Bad im Meer, liebe Gerda, und eine wunderschöne Zeichnung eines eindrucksvollen Hauses. Frottagen kannte ich gar nicht bisher. Wann macht man sie denn?

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    • gkazakou schreibt:

      „Die Frottage oder Abreibung geht auf ein altes chinesisches Verfahren zurück, deren künstlerisches Potential von Max Ernst ab 1925 für die Bildende Kunst neu entdeckt und weiterentwickelt wurd“ (Wiki). Liebe Bruni, sicher hast du als Kind auch manchmal Münzen abgerieben – dh ein Papier auf eine Münze gelegt und mit einem Bleistift so lange das Papier bestrichen, bis das Muster sich auf dem Papier abbildete? Du kannst alle unregelmäßigen Oberflächen so „abpausen“. Max Ernst hat diese Technik aufgegriffen und in seine Kunst integriert. Macht auf jeden Fall Spaß und ist gut für Überraschungen.

      Gefällt 2 Personen

      • Oh ja die erinnere ich gut an das Münzenabreiben, liebe Gerda. Das machte Spaß, stimmt. Ich muß es mir merken 🙂 Manchmal mache ich es mit fest aufgetragenen Farbstiften und feuchtem Finger, das ist wohl auch so etwas wie eine Frottage?

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  6. Leela schreibt:

    wie machst du die Frottages?

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    • gkazakou schreibt:

      ich schreib dazu bei Bruni. Im internet findest du auch viele Videos dazu, habe ich eben festgestellt. aber eigentlich ist es ganz einfach: Ein Papier auf die Oberfläche legen, die man „abpausen“ will, festhalten, mit dem weichen Bleistift drüberfahren. So jedenfalls kenne ich es. .Aber nun schau ich mal ein Video an.

      Gefällt 2 Personen

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