Warum mir das Aufstehen am Morgen schwer fällt, und alte Zeichnungen

Es ist jetzt drei Uhr in der Nacht. Eigentlich Schlafenszeit. Aber ich bin nicht müde. Morgen früh (also heute früh) aber wird es mir schwer fallen aufzustehen.

Dass das immer schon so war, habe ich bisher nur vermutet. Jetzt gibt es auch die Bestätigung: ein Aufsatz, den ich mit 7  (fast acht) Jahren schrieb, erklärt es klipp und klar. Meine Nichte fand ihn in einem Heft, als sie in Kartons mit alten Sachen kramte, und schickte mir ein Foto davon.

Na ja, das „flink“ ist ein bisschen übertrieben. Vielleicht wollte ich bei meiner Lehrerin Eindruck schinden.

Übrigens fand meine Nichte auch ein Heft mit Zeichnungen. Ehrlich gesagt war ich bisher davon ausgegangen, dass ich als Kind nicht zeichnen konnte, da das das Terrain meiner großen Schwester war. Aber nun sehe ich: ganz so war es nicht! Zwar wurde da keine große Künstlerin geboren, aber ein Talent für lebhafte Szenen lässt sich durchaus entdecken. Ich freue mich grad sehr, dass ich mir selbst als Kind in diesen Zeichnungen begegnet bin.  Die dargestellten Szenen dürfte es tatsächlich so ähnlich gegeben haben: Heuernte mit dem Pferd (Autos und Traktoren gabs noch nicht), Regen, Laternelaufen und das Leben am Strand, mit dem Familienstrandkorb als Zentrum des Vergnügens.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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33 Antworten zu Warum mir das Aufstehen am Morgen schwer fällt, und alte Zeichnungen

  1. Ulli schreibt:

    Schöne Erinnerungsbilder!
    Aber 1950 gab es schon Autos und Traktoren, nur vielleicht nicht in deinem Ort?!

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    • gkazakou schreibt:

      Klar waren Traktoren und Autos schon lange erfunden! schließlich waren der sog. zweite Weltkrieg und der sog. erste Weltkrieg hochgradig motorisiert. Aber das war einmal. Ich erinnere mich noch sehr gut an das erste Auto, das vom einzigen Fabrikanten (Strümpfe) in unserem Ort gekauft wurde: ein VW. Er sattelte später auf einen Mercedes um, und sein VW ging an unseren Geschichtslehrer. Der Rest der Menschheit ging per pedes oder per Fahrrad seinen Geschäften nach, manche hatten ein Pferd als Freund und Helfer. Eisenbahn gabs auch, die wurde dann später abgeschafft.

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  2. Ule Rolff schreibt:

    Eine kostbare Entdeckung, diese Erinnerungen, Gerda. So etwas würde mich auch wach halten. Zum Glück musst du nicht früh morgens zur Arbeit gehen.

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Ule. Darauf habe ich mein Leben lang gesehen: dass ich morgens nicht arbeiten musste. In meinem Uni-Job konnte ich das selbst regeln, und hier in Griechenland unterrichtete ich nachmittags und abends. In der Schul- und Studentenzeit wurde ich oft von einer schrecklichen Schläfrigkeit überwältigt, weil ich die Nacht über gelesen hatte. Ich bin halt eine Eule, da kann man nichts machen. 🙂

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      • Ule Rolff schreibt:

        Das hätte ich auch gern so gehabt, was leider nicht möglich war. So habe ich mein Arbeitsleben gegen den Eulenrhythmus leben müssen. Jetzt bin ich frei und kann leben, wie es meinen Wünschen entspricht.

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  3. Arno von Rosen schreibt:

    Es war jedenfalls streng damals, denn mit nur einem Fehler gleich eine zwei zu bekommen ist schon hart. Über den Text und die Bilder habe ich mich sehr gefreut liebe Gerda!

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Arno. Das dachte ich auch. So ein netter Aufsatz von einem noch nicht mal achtjährigen Kind – und nur eine 2! Das änderte sich freilich bald, da kasssierte ich fast immer Einsen im Aufsatz. Aber meine Zeichenkunst wurde nicht wirklich anerkannt, weil meine Schwester da viel begabter war 🙂

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  4. TeggyTiggs schreibt:

    …sehr schöne Zeichnungen, sehr detailliert und sie zeigen eine schöne Welt…

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  5. Jules van der Ley schreibt:

    Danke fürs Zeigen von Aufsatz und Zeichnungen. Sie gewähren einen Blick zurück in die Zeit. Schön, solche Dokumente noch zu besitzen. Glückwunsch!

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  6. Gisela Benseler schreibt:

    Wirklch herrliche Kindheitserinnerungen, bzw. manchmal auch sehr dramatisch. Und natürlich hat Du Talent, Gerda, auch damals schon gehabt.

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  7. nandalya schreibt:

    Schmunzelnd gelesen. Schön! 😊

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  8. Myriade schreibt:

    Abgesehen davon, dass sie sehr gut beschreiben, finde ich die Zeichnungen auch perspektivisch schon sehr gekonnt zB die Beine von dem Zugtier oder den Strandkorb… Fein, so eine stöbernde Nichte. Die meine beschäftigt sich gerade mit Ahnentafeln, auch nicht schlecht 🙂

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  9. eyeandview schreibt:

    Die Bilder sind unglaublich talentiert und detailgetreu. Ich finde das sehr erstaunlich für ein Kind und der Text ist nicht anders. LG

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  10. Solche Wiederbegegnungen sind toll. Ich habe kürzlich auch noch so etwas Altes von mir gefunden – irgendwie aus einer anderen Welt…

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  11. mmandarin schreibt:

    Da hat die kleine Gerda aber schön gemalt und diese „Schönschrift“. Herrlich Das ist ja ein richtiges Geschenk. Wir scheinen einen ähnliches Schlafverhalten zu haben. Momentan bin ich ab vier Uhr wach. Am Nachmittag knicke ich dann schonmal weg. Liebe Grüße

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  12. Hedwig Mundorf schreibt:

    Das ist ja ein toller Schatz, den Deine Nichte da ausgebuddelt hat, liebe Gerda!

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  13. wildgans schreibt:

    Deutsch und Bildende Kunst, das waren meine Fächer.
    Wie schön,diese aufgehobenen Sachen!!
    Gruß von Sonja

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  14. Verwandlerin schreibt:

    Danke für diesen Einblick in deine Kindheit, liebe Gerda! Ich sehe dich mit langen blonden Zöpfen und schelmischem Blick vor meinem inneren Auge …

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