Die große Umkehrung von 2020 — rotewelt

Ein hinreißend kluger, witzig-bitterer philosophischer Vortrag über das, was gerade mit uns geschieht oder bereits geschehen ist.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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51 Antworten zu Die große Umkehrung von 2020 — rotewelt

  1. aquasdemarco schreibt:

    Also mit mit geschieht nichts spannendes🤷‍♂️

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    • gkazakou schreibt:

      Du FINDEST es nicht spannend, was mit UNS geschieht. Siehe Kommentar unten.

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      • aquasdemarco schreibt:

        Ach, es kommt immer anders als man denkt.
        Ist ein wenig, wie Ebbe und Flut.
        Ein ständiges Wechseln.
        Man darf halt achtsam wachsam sein, in alle Richtungen.
        Faschismus, Extremismus und Diktatur dürfen verhindert werden.
        Dafür benötigt es offene Gesellschaften

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    • gkazakou schreibt:

      „es kommt immer anders als man denkt“ – ein Satz, der zwar oft stimmt, aber zum Leitsatz würde ich ihn mir nicht machen, denn dann kann ich das Denken gleich aufgeben. Richtig ist auch, dass Diktaturen kommen und zum Glück auch gehen (es gibt dafür genügend historische Beispiele) – aber gelassen kann ich das nicht betrachten wie Ebbe und Flut. Denn ich möchte möglichst nicht unter einer Diktatur leben müssen, die dann, wenn ich längst tot bin, womöglich verschwindet.

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  2. aquasdemarco schreibt:

    Was geschieht mit dir?

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  3. aquasdemarco schreibt:

    Ich finde es immer lustig, wenn die BILD schreibt wir, oder uns.
    Fast immer denke ich dann, ich bin ein Aussenseiter, kein Mainstream.
    Ich gehöre nicht zu Wir oder Uns.
    Aber mit solchen Begriffen werben Versicherungen, Banken …
    Es ist ein alter PR Trick.
    🤷‍♂️

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    • gkazakou schreibt:

      Ja, sicher. Ich mags auch nicht, wenn es darum geht, was ich denken oder tun soll. Protestiere immer dagegen. Doch wenn es sich um ein Kollektiv handelt, dem ich angehöre und mit dem etwas geschieht, kann ich nicht anders, als es zu benutzen: WIR werden umerzogen. UNS werden neue Gesetze vorgeschrieben. WIR sollen eine Maske tragen. WIR sollen uns impfen lassen. UNSERE (meine, deine, aller) Grundrechte werden eingeschränkt. Eine gesellschaftliche Mehrheit trägt dieses WIR mit, DU anscheinend auch, drum kann es Gesetz auch für MICH werden. Wie ICH mich in einer solchen, das Kollektiv betreffenenden Situation verhalte, wie ICH darüber denke und fühle, das ist MEINE Entscheidung. Oder eben DEINE. ICH würde mich zB sehr gern aus diesem WIR ausklinken – doch wie kann ich das?

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    • gkazakou schreibt:

      Ist recht. ich finde es auch immer sehr anstrengend und lustfeindlich.

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  4. Melina/Pollys schreibt:

    Hat dies auf Innen-Reise-Wege rebloggt und kommentierte:
    Super Vortrag – so wahr!!!

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  5. aquasdemarco schreibt:

    Es gibt viele Wir Gruppen, jede mit einer eigenen Agenda.
    Manchmal ist es gut im Leben einen Schritt zurück zu treten und zu beobachten. Ich schaue genau hin, auf alles Gruppen.

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    • gkazakou schreibt:

      Lieber aquasdemarco, ich habe ja schon das von mir angesprochene WIR kommentiert. Es geht da nicht um Gruppen, die aus irgendeinem Grund ein WIR-Gefühl ausgebildet haben, Es geht um das Kollektiv, dem ich OBJEKTIV angehöre, als Staatsbürger. Ich habe sowohl die deutsche als auch die griechische Staatsbürgerschaft, und mein so definiertes WIR wird OBJEKTIV durch die Gesetze, die in diesen Ländern beschlossen, und die Verordnungen, die erlassen, die Strafgebühren, die verhängt werden, betroffen. Ich KANN da nicht zurücktreten und mir das Ganze mal in Ruhe anschauen, denn es betrifft auch MICH, ob es mir nun passt oder nicht.

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      • aquasdemarco schreibt:

        🤷‍♂️so ist es in der Demokratie

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      • gkazakou schreibt:

        So ist es nicht nur in der Demokratie, sondern in jeder Staatsform! In der Demokratie kannst du dich zurückziehen und so tun, als ginge es dich nichts an, in totalitären Regimen, in Kriegen, in Bürgerkriegen dürfte das schwierig sein.

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      • aquasdemarco schreibt:

        Ja daher schaue ich sehr besorgt auf so manchen Querdenker

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      • gkazakou schreibt:

        Querdenker, lieber aquasdemarco, sind Querdenker, keine Diktatorenanwärter. Dass bei manchen Protesten – egal welcher Couleur – Menschen mitlaufen, die sich einen Führer wünschen, damit sie nicht mehr selbst denken müssen, will ich gar nicht in Abrede stellen.

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      • aquasdemarco schreibt:

        Ich war auf viele Demonstrationen, wenn Nazis mitgelaufen wären, hätte es Ärger gegeben und eine klare, sehr laute Trennung.
        Die sehe ich nicht, siehe Anmeldung einer Demo durch Querdenken in Braunschweig, am Tag der Reichskristallnacht um 18:18 Uhr
        Motte der Demo: “Gemeinsam Geschichte wiederholen”,
        Da fehlen mir die Worte.
        33 haben auch Gesellschaft und Politik mit Nazis gemeinsame Sache gemacht. Damals ging es auch gegen Mainstreammedien und Verschwörungstheorien, Antisemitismus, Bill Gates gab es noch nicht.
        Es fing an mit einigen wenigen und anderen die mitgelaufen sind.

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      • aquasdemarco schreibt:

        So jetzt aber bei mir Schluss mit Politik😉

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      • gkazakou schreibt:

        So also siehst du eine offene Debatte? Du schreibst krauses anklagendes Zeug und sagst dann. nun aber Schluss? Weißt du, wie es Pokerspielern ergeht, die ihre schlechten Karten hinschmeißen und den Raum verlassen, um so ihren Zahlungsverpflichtungen zu entgehen? 🙂 Mir ist es egal, ich hab die Debatte nicht begonnen und habe auch keine Lust, sie in diesem Stil fortzuführen. Einen guten Abend wünsche ich noch!

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      • aquasdemarco schreibt:

        Du weißt nicht, wie mein Tag war, schlimm daher darf ich müde sein, es sollte nicht unhöflich wirken.

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      • gkazakou schreibt:

        Ist schon gut, lieber aquasdemarco, ist bereits vergessen. Vergiss auch du, was dich heute bedrückte, und träume angenehm. Gute nacht.

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  6. afrikafrau schreibt:

    Danke für diesen Beitrag, denke darüber noch nach.über diese Sichtweise.

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  7. TeggyTiggs schreibt:

    …bürokratisch genau wurde jeder Teelöffel erfasst, den ein Jude besaß, bevor dieser in ein Lager seiner Ermordung gebracht wurde…Dank dieser Bürokratie konnten sich hinterher unzählige Täter zu ihrer Unschuld bekennen…

    …heute ist es der Totalangriff eines Virus auf die gesamte Menschheit, kann ja keiner was dafür, der die Menschlichkeit abschafft…

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    • gkazakou schreibt:

      dieser Vergleich hinkt meiner Meinung zwar gewaltig, aber ich verstehe schon, was du sagen willst: das Denken und Handeln der Bürokratie hat den Hang, alles und jedes zu kontrollieren, und verliert dabei den Menschen völlig aus dem Auge. Der Mensch wird zur verwalteten Zahl. Zahl, nichts als Zahl ist der ermordete „Jude“, Zahl ist es, was die Kurven des RKIs und der Börsen, der Migrationsstatistik und der Hungertoten antreibt, Zahl sind du und ich.
      Aber Menschlichkeit lässt du dir, lasse ich mir nicht austreiben. Und die funktioniert nicht als Zahl, sondern immer nur wirklich von Angesicht zu Angesicht.

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  8. wolkenbeobachterin schreibt:

    witzig fand ich den beitrag nun überhaupt nicht. eher sehr analytisch. danke fürs teilen.

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  9. afrikafrau schreibt:

    Nach einer Recherche über diesen Wichtigtuer, erscheint mir dieser nicht seriös zu sein, deshalb lohnt es sich nicht darüber viele Gedanken zu verlieren Kritisch bleiben bitte…….

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  10. afrikafrau schreibt:

    Finde aber schon, mir scheint es wichtig zu sein, von wem etwas gesagt wird und welcher Hintergrund da besteht. Auch wenn diese Rede sehr eloquent daherkommt, meine Devise.

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Afrikafrau, natürlich interessiert mich auch der Mensch, der hinter Gedanken steht. Ich habe als Autor Gunnar Kaiser gefunden, einen jungen Mann, der Philosophie, Germanistik etc studiert hat, einen Roman und etliche Kurzgeschichten veröffentlichte und in den social media mit fb, youtube-kanal u.a. vertreten ist. Ich habe keinen Grund gesehen, ihm Verbindungen zu irgendwelchen dunklen Kreisen zu unterstellen..Tiefer eingelesen habe ich mich nicht. Was hast du denn noch für Quellen?
      ps ich habe eben ein Video von ihm, vom Mai 2020, angeschaut, das ihn mir hoch interessant macht. Dort drösellt er suseinander, welche Einsichten ihm die Recherche zu der angeblichen Zwangssterilisierung von kenyanischen Frauen durch die Tetanus-Impfung der WHO und der Gates-Stiftung brachten. Ich muss sagen, dass es mir imponiert, wie er an die Sache rangeht, und die er die Schwirigkeiten eines einfachen Rechercheurs beschreibt, und wie leicht manin die Irre geführt wird … . Womit ich überhaupt nichts zur Sache selbst sage, denn ich habe sie nicht recherchiert. Schau mal selbst, fallls du es nicht kennst.

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  11. afrikafrau schreibt:

    Wenn du sorgfältig und aufmerksam nach seinem Namen im Netz recherchierst, wist du auch einiges finden, was mich veranlasst hat, ihn nicht für seriös halte., meine Ansicht – bei google –

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    • gkazakou schreibt:

      Habe ich getan, liebe Afrikafrau, aber ich habe nichts gefunden, im Gegenteil. Wenn du etwas weißt, bitte sei so gut und verlinke es hier, damit sich allle hier ein eigenes Bild machen können. Sonst muss ich es für böse Nachrede halten, und das möchte ich dir wirkklich nicht unterstellen.

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  12. lachmitmaren schreibt:

    Ich habe den Beitrag jetzt gerade angesehen, und ich fand ihn super! Der Mann spricht haargenau die Fragen an, die mich auch umtreiben! Und das auf eine philosophisch hintergründige Art, die ich persönlich als angenehm empfand. Da ich den Mann vorher nicht kannte, habe ich versucht, zunächst mehr über ihn zu erfahren, bin (bei meiner oberflächlichen Recherche) aber auf nichts gestoßen, was mir problematisch zu sein scheint. Nach meinem Eindruck ist er jemand, der in keine Schublade passt und sich nach allen politischen Seiten hin kritische Fragen stellt, was ich positiv finde. Es bedeutet aber für ihn natürlich gleichzeitig, dass er auch Gefahr läuft, von allen Seiten angegriffen zu werden… .
    Diese Gefahr wird mit diesem Video für ihn sicher noch größer und umso mutiger (und wichtiger) finde ich es, dass er es trotzdem macht. Denn leider nimmt die Tendenz, Menschen, die eine einem selbst unliebsame Meinung vertreten, als Menschen zu verunglimpfen in unserer Gesellschaft immer mehr zu nach meiner Wahrnehmung. Eine für mich äußerst erschreckende Tendenz!

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Maren, mir ging es geradeso wie dir. Auch ich kannte den Mann nicht, vertraute auf Ute von Rotewelt. Auch ich habe jetzt, aufgefordert durch Afrikafrau, versucht, Negatives zu finden, aber ich fand nichts. Er argumentiert in einer Weise, die ihn in beiden „Lagern“ verdächtig machen, und gerade das macht ihn für mich so interessant. Ein Selbstdenker. Einer, der den mühsamen Weg geht. Danke für deinen Zuspruch.

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    • felsenquell schreibt:

      Auch ich finde diesen Vortrag hervorragend, der Mann spricht klar und philosophisch exakt. Wenn er Richtiges sagt, dann kann ich ihm zustimmen, sagt er Falsches, dann kann ich ihn widerlegen. Aber nach persönlicher Verunglimpfung zu suchen, das ist eine recht traurige Reaktion; so allerdings erleben wir es beispielhaft in unseren Medien.

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  13. afrikafrau schreibt:

    Liebe Gerda,möchte auf dieses Thema nicht mehr eingehen, werde auch deiner Bitte nicht entsprechen und keine links senden.Bitte respektiere dies und lasse meine eigene persönliche Meinung einfach so stehen. okay.Mit böser Nachrede hat es nichts zu tun.also ich bitte dich.Jeder hat die Möglichkeit selbst zu recherchieren und eigene Schlüsse daraus ziehen.

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    • gkazakou schreibt:

      Ich lasse es so stehen, Afrikafrau, möchte dir aber doch zu bedenken geben, dass es mir unmöglich ist, jeder Frage im internet gründlich selbst nachzugehen. Deshalb ist es ja gut, man erhält links über Sachverhalte, die einem entgangen sind. Du kannst sie mir auch per mail schicken. Menschen und damit ihre Gedanken werden schnell durch vage Hinweise diffamiert, drum bat ich dich um Präzisierung. Liebe Grüße.

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  14. felsenquell schreibt:

    Man kann schauen unter
    http://www.gunnarkaiser.de
    wer dieser Philosoph und Schriftsteller ist.
    Er betreibt einen Blog.

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, ja, ich habs inzwischen rausgefunden, er betreibt auch einen Kanal. Und es gibt dort einige interessante Sendungen. Er ist der Meinung, dass in der Debatte zu wenige Philosophen mitmischen. Und es ist angenehm, hier einen Menschen zu sehen, der sich nach Kräften müht, seinem „philosophschen Eid der Wahrheitssuche“ treu zu bleiben.

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  15. aquasdemarco schreibt:

    Allerdings finde ich nich das ich krauses Zeug schreibe.
    Ja, ich lehne Faschismus ab und klage ihn an!

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  16. gkazakou schreibt:

    Da sind wir uns vollkommen einig. Ich tue das schon mein ganzes Leben lang. Wenn du dir die Mühe machen würdest zu verstehen, was ich sage, vielleicht auch meinen Lebenslauf zur Kenntnis nehmen würdest, wüsstest du das. Die Frage wäre höchstens, ob wir die Fratze des Faschismus aus derselben Ecke kommen sehen.

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  17. derdilettant schreibt:

    Bei dem, was der Vortragende hier auf süffisant-witzige Art kritisiert, handelt es sich um Seuchenschutz. Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Über Verhältnismäßigkeit und Gerechtigkeit einzelner Maßnahmen lässt sich streiten, was ja auch passiert. Gibt es keine Seuche, handelt es sich um Betrug gigantischen Ausmaßes. Wie Menschen in verantwortlichen Positionen weltweit sich verabreden könnten, um diesen Betrug aus welchen Gründen auch immer durchzuziehen, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. So oder so wird es die Zukunft weisen. Viele Grüße aus Berlin.

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    • gkazakou schreibt:

      Lieber Herr Dilettant, danke für den Kommentar. Ich glaube nicht, dass es bei diesem Vortrag um die Frage geht, ob es die Seuche gibt (natürlich gibt es sie), wie gefährlich sie ist (umstritten), und ob es sich um ein riesiges Betrugsmanöver handelt. Es geht m.E auch nicht darum, ob die Maßnahmen richtig, angemessen oder übertrieben sind, um der Seuche Herr zu werden, sondern darum, was sie für unsere Lebensweise BEDEUTEN. Mir ist klar, dass jeder anderes hört und aufnimmt. Ich werde mir den Vortrag noch mal anhören um zu sehen, ob ich etwas überhört habe.
      Soviel ich verstanden habe, beschreibt er, was mit uns geschieht, und zwar in einem höllischen Tempo. Und was ist das, was geschieht? Dass es mit der „alten Normalität“ vorbei ist, ein für allemal. Dass eine „neue Normalität“, deren Eigenschaften er beschreibt, eingezogen ist. Dass hier gerade etwas Unumkehrbares geschieht.

      In gewisser Weise ist natürlich alles, was geschieht, unumkehrbar. Nie kann man in denseben Fluss steigen. Doch hier handelt es sich um eine Art Qualitätssprung, deren Charakter wir wegen des Tempos, in dem er stattfindet, noch gar nicht begriffen haben. Viele von uns (ich auch) laufen wie betäubt herum, greifen sich an den Kopf und versuchen zu begreifen, was passiert. Andere wiederum beteuern, dass gar nichts Besonderes geschieht – eine Seuche eben, die vorbeigeht wie schlechtes Wetter, wenn man sich an die Maßnahmen hält.
      Ich kann nicht beurteilen, welche Sichtweise die Richtige ist. Ich neige der ersten zu, daher meine große Sorge. Denn die „neue Normalität“ ist mir zuwider.
      Liebe Grüße aus shut down Griechenland.

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      • derdilettant schreibt:

        Liebe Gerda, ich stimme dir absolut zu. Der Vortrag beschreibt die Auswirkungen der Seuche. Ich nehme aber vor allem eine Polemik wahr, die darauf abzielt, das Handeln der Politiker für diese Auswirkungen verantwortlich zu machen – die, so die Argumentation, es wiederum, gewissermaßen um sich „rein zu waschen“, alles auf das Virus schieben würden. Das mag an meiner Fixierung auf einen bestimmten Aspekt der Debatte liegen, und daran, dass die Art des Vortrags Verschwörungstheorien befeuert, unter dem Deckmantel Wissenschaftlichkeit. Die eingestreuten philosophischen Begriffe haben für mein Gefühl Alibicharakter, sie suggerieren Wissenschaftlichkeit. Wie gesagt: In der Analyse der Situation ist Kaiser gut, da gebe ich dir recht. Aber die dahinter liegende Wertung – zu werten ist an sich schon unwissenschaftlich – stößt mich ab. Kaiser geht nämlich an keiner Stelle darauf ein, ob auch nur irgendeine der Hygienemaßnahmen gerechtfertigt wären.

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    • gkazakou schreibt:

      So finde ich eine Unterhaltung angenehm. Ein Hin und her, Für und Wider. Du hast sicher recht, dass Kaiser wertet, er hat eine gut erkennbare Position in der diskutierten Frage. Es stimmt auch, dass er die Maßnahmen nicht nach geeigneten, notwendigen, falschen oder negativ wirkenden untersucht. Offenbar setzt er voraus, dass sich seine Hörer da bereits ein Bild gemacht haben und zu Schlüssen gelangt sind – es ist nicht sein Thema. Selbstverständlich wird derjenige lieber seinen Ausführungen folgen, der in den Grundwertungen mit ihm konform geht, während der andere Schwierigkeiten damit hat, weil er sich ärgert. Sein Vortrag ist polemisch (kämpferisch, gr polemos, Krieg), aber deshalb nicht unwissenschaftlich. Engagierte Wissenschaft würde ich es nennen. Die ist momentan sehr im Schwange, für und gegen, meist auf einem sehr niedrigen Niveau, hier auf einem für mich guten Niveau. Er ist eigentlich wohl ein Philosoph und Philologe, und zwar kein schlechter.
      Man kann seine Ausführungen tatsächlich so auslegen, als würde die Regierung es darauf anlegen, die Bevölkerung zu entmündigen – und das würde in der Tat „Verschwörungstheorien befeuern“. Ich lege es nicht so aus. Ohne wörtlich zitieren zu können, erinnere ich mich, dass er sagt. Es liegt nun mal in der Logik von Regierungshandeln …Oder auch in der Logik von Regierungen, die sich von Wissenschaft das Handeln vorschreiben lassen…. Kurzum, Eine Spezial-Wissenschaft ist eins, Regieren ist etwas anderes, und wenn Regieren anfängt, sich seine Leitlinien von der Wissenschaft auszuleihen, ändert sich das Spiel. Ich muss das noch mal nachschauen, wie er es genau sagt.
      Es läuft für mich darauf hinaus, dass demokratische Prozesse, die idealerweise von unten nach oben verlaufen, dem wissenschaftlichen Denken unverwandt sind. Menschen sind keine kalkulierbaren Größen, sondern Indiviuen mit Eigeninteressen, Spleens, Erwartungen etc pp, Diese Individuen bilden in der Demokratie zusammen den Souverän. Mit dem müssen sich Regierungen arrangieren. Wenn diesem Souverän die Fähigkeit genommen wird, sein Recht auszuüben (Notstandsgesetze), weil er unter einem höheren ehernen Gesetz (dem der Virologie) nichts als ein Virusträger, ein potentiell Kranker, ein Kranker, ein Verstorbener ist, hört Demokratie auf zu existieren. Wird dieser Zustand nur für einen kurzen Zeitraum aufrechterhalten, kann man sagen: Die Demokratie legt ein Päuschen ein. Wird er über ein Jahr aufrechterhalten, wird es brenzlich. Wird der Zustand als Normalfall gesetzlich festgeschrieben, gibt es keine Demokratie mehr, sie ist gestorben und liegt im Grabe. Dann herrschen die Technokraten.
      Nun ist das wieder lang geworden. ich hoffe, es hat dir Spaß gemacht und dein Denken bereichert.

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      • derdilettant schreibt:

        Liebe Gerda, deine Gedanken bereichern immer. Ich sehe es nur nicht so düster. Meine über neunzigjährige Mutter erzählt gelegentlich von früher, dem Krieg, der spanischen Grippe, die ihre Mutter als Jugendliche erlebt hatte und die sich ihr als Schreckenserfahrung eingebrannt hatte, vom Segen bestimmter Impfungen, die Krankheiten verschwinden ließen, an deren Schrecklichkeit wir uns heute nicht erinnern und so fort. Ich persönlich bin froh, heute zu leben, und hier zu leben. Natürlich sind wir alle, und die ganze Menschheit von vielen Gefahren bedroht, und ich zolle jedem Respekt, der sich persönlich in Verbesserungen von Missständen einbringt. Viele Klagen (nicht deine!) kommen mir allerdings wohlfeil vor. Sie werden von Menschen angestimmt, die die Fallhöhe unseres Daseins nicht kennen und zu wenig wertschätzen, was sie besitzen. Das ist jetzt ein bisschen allgemein, aber für mehr reichts hheute abend nicht.

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