Mein Lebensgefühl (1)  Mitternacht 27-28. März 2020

Legearbeit, digital bearbeitet

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, elektronische Spielereien, Leben, Legearbeiten, Meine Kunst, Psyche abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

31 Antworten zu Mein Lebensgefühl (1)  Mitternacht 27-28. März 2020

  1. kopfundgestalt schreibt:

    Und was heißt das? Untertauchen 😉

    Gefällt 1 Person

  2. mmandarin schreibt:

    Oh diese nächtlichen Wolken, die über unseren Köpfen schweben kenne ich nur zu gut. Am Tag lösen sie sich auf. Liebe Gerda, ich helfe mir durch die Zeit mit viel Arbeit im Garten. Bis zur Erschöpfung. Meine Schere habe ich seit Tagen nicht in der Hand gehabt. Was für eine Zeit. Bleib gesund. Maria

    Gefällt 3 Personen

    • gkazakou schreibt:

      Gut, dass du einen Garten hast, liebe Marie. was ist igentlich mit deinen Umzügen geworden?

      Gefällt 2 Personen

      • mmandarin schreibt:

        Der Garten in dem ich arbeite ist der zukünftige eigene Garten. Noch müssen einige Renovierungsarbeiten (Neues Bad und Gäste-WC) durchgeführt werden, wegen Corona ist alles ins Stocken geraten. Aber die Vorfreude ist groß. Und das Schöne, es ist fußläufig in 5 Minuten zu erreichen. Liebe Grüße Marie
        ,

        Gefällt 2 Personen

  3. Gisela Benseler schreibt:

    „We all“ , also“ wir alle“ stimmt nicht. Es gibt auch helle Lichterscheinungen am Himmel. Es gibt auch die Arbeit, wie meine Vorgängerin hier gerade schrieb. Und es gibt Menschen, die helfen und beistehen wollen. Und es gibt das Gute, Schöne und Liebevolle und Fröhliche, das wir(Du) selbst in die Welt gesetzt haben. Das lebt doch weiter und erhält Dir Freunde. Untertauchen allerdings willst Du doch sicher nicht.

    Gefällt 2 Personen

  4. Verwandlerin schreibt:

    Ach, Gerda, mich treibt auch so vieles um zur Zeit …
    Pass auf dich auf!

    Gefällt 1 Person

  5. elsbeth weymann schreibt:

    Liebe Gerda, JAA so ist es ..es trifft und alle, ALLE,— weltweit. Die ganze Welt hält buchstäblich den Atem an.Was kommt als nächstes ?was ist zu tun, zu denken, zu fühlen ????Bei allem Schrecklichen,Egoistischen(Hamsterkäufe „ichichich-Mentalität) doch auch täglich erstaunliche Solidarität , konkrete praktische Hilfsbereitschaft und viel soziale Kreativität (!!) : Jugendliche, die sich um Obdachlose kümmern, Geld dafür mit Straßenmusik verdienen… 500 tausend Freiwillige in England, die sich zum Helfen melden, ein Sternekoch,der sein Kühlhaus leerkocht und das Essen verschenkt an Kassierer/innen, Busfahrer,Menschen in der Pflege u.u.u.u…In Gesprächen , bei meinem Spazierengehen ,mit wildfremden Menschen…mit 2 Metern Abstand–erstaunliche Gespräche.Lebensfragen, Sinnfragen plötzlich Thema…alles ist ver-rückt im Augenblick….
    als Jugendliche schrieb ich in mein Tagebuch einen Satz ( Meister Eckhard odersowas)
    “ Mitte der Nacht IST Anfang des Tages“…da es rein äußerlich ein Faktum ist und nicht billiger „religiöser“ Trost,hat es mir immer wieder geholfen.
    Und : Kennst Du dies ?
    https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/im-rausch-des-positiven-die-welt-nach-corona/
    ich fand es zumindest….nach- denkenswert..auch wenn es natürlich nicht die Rätsel der Welt mal so flott löst.
    Herzliche Grüße aus einem überundüber frühlings-blühendem Berlin.
    Der Frühling schert sich nicht um Corona! !! we shall overcome…aber es wird nicht gehen mit“weiter so…“
    Elsbeth

    Gefällt 1 Person

    • gkazakou schreibt:

      Liebe Elsbeth, ja, sicher, da diese Zeit jeden besonders herausfordert, kommen auch gute Eigenschaften an die Oberfläche. Es gibt ja im Menschen diese Neigung, helfen zu wollen. Und natürlich ist es auch eine Hilfe für einen selbst, wenn man raus darf, um anderen zu helfen. Das schlimmste ist ja das Nicht-Kommunizieren mit lebendigen Menschen. Wir schleichen alle umeinander herum, spazierengehen ist auch nicht mehr erlaubt, außer mit Hund, aber man muss eintragen, wann man losgeht. Den Nachbarn lächelt oder winkt man von weitem zu, wenn man sie mall zu Gesicht bekommt…. Drum habe ich machmal das Gefühl, in einer Schattenwelt zu leben, in einem versunkenen Submarine, das immer noch weiter driftet, vergessen, und die Menschen an Bord singen sich Mut zu.
      Aber dann kommen auch hellere Momente. ….
      Und so hoffe auch ich, dass dieser Alptraum endet und wir klüger und besser daraus hervorgehen. Aber meine Hoffnung ist nicht groß. (den link kannte ich)
      Sei von Herzen gegrüßt!und κουράγιο!

      Liken

  6. Ulli schreibt:

    Ich empfinde dies Lied, zusammen mit deiner wunderbaren Legearbeit, nicht als düster. Es ist die Entsprechung dafür, dass wir alle im selben Boot sitzen. Das kann Segen und Fluch in einem sein.

    Gefällt 4 Personen

    • gkazakou schreibt:

      Sicher, Ulli, wir Menschen (und auch Tiere) sitzen alle in einem Boot, aber sehen wir uns? Umarmen wir uns? Man will uns hindern, aufspalten bis zum letzten Atom (gr. atoma=der Einzelne).
      Es ist schwierig, sich im Nebel der Propagandalügen, der Angst und Wut zu erkennen. Ich meine natürlich nicht dich und mich, sondern den Egoismus der Staaten, der Reichen und Mächtigen und die massive Aggressivität der Supermacht, die am liebsten alles zerstampfen möchte, was ihr die Vorherrschaft rauben könnte.

      Gefällt 2 Personen

  7. Ule Rolff schreibt:

    In diesem Boot scheinen die Menschen vernebelt, unklar, wie von der Luftperspektive in die Ferne gerückt.
    So leben wir nun, paradox: fern und (zu) nah – im U-Boot halt – zugleich. Das fällt dir schwer, und ich verstehe, wie die Nacht alles noch düsterer erscheinen lässt. Es wird vorübergehen, Gerda. Und hier, im Netz, sind wir noch über Wasser. We shall overcome ist auch heute noch wahr.

    Gefällt 2 Personen

  8. kowkla123 schreibt:

    sei herzlich von mir gegrüßt und ich wünsche dir trotz allem ein gutes Wochenende, Klaus

    Gefällt 1 Person

  9. Beke schreibt:

    Ich fand ein Zitat von Christian Morgenstern (1871 – 1914) der zum Thema Krankheit schrieb:

    „›Leiden‹ kann man an allem, aber um ›krank‹ zu sein, muß einen ein fremdes Etwas besitzen, muß man der Sklave seiner Krankheit geworden sein. Ich möchte den Satz aufstellen: Kein wahrhaft freier Mensch kann krank sein.“

    Dahinter scheint durch, dass man krank und dennoch heil sein kann, wenn man einen freien und unverwüstlichen Geist sein eigen nennt. Die augenblickliche Katastrophe bietet ein breites Übungsfeld, sich diesem Intaktsein anzunähern, das vielleicht immer weniger außen, aber immer notwendiger innen zu verorten sein wird.

    Gefällt 2 Personen

  10. gkazakou schreibt:

    Herzlichen Dank, Beke. Nun bin ich aber nicht krank – etwas anderes „fremdes Etwas“ hat von meinem Leben Besitz ergriffen. dagegen wehrt sich mein „freier und unverwüstlicher Geist“, will sich nicht in den auferlegten Zwang fügen. Mein Ich, der Wagenlenker, versucht ihn zu zügeln, redet ihm gut zu, reicht ihm auch Zuckerstückchen und sagt: „gib dich drein!“, aber er sagt: „so haben wir nicht gewettet! Unter deiner Führung freundlich im Zaum gehen will ich gern, aber nicht unter die Knute, die ein anderer schwingt“. Am Beispiel: es ist unerträglich, dass ich nicht in die Natur hinaus darf, dass ich mich ausweisen muss, schriftlich den Grund darlegen muss, warum ich das Haus verlasse. Es ist unerträglich, keine Kinder draußen spielen zu sehen, nur ab und an ein scheues Lächeln von einem vorbeihuschenden Menschen einzufangen, und all das unter der Knute der Angst. Das ist kein Übungsfeld für einen freien Geist, sondern ein Exerzierfeld für Rekruten, die unter fremdem Befehl marschieren sollen.
    Aber nun, sicher habe ich noch einiges zu lernen, auch in dieser Situation. Ich lerne ja auch täglich, von euch allen, die ihr Gleiches erleidet. Und versuche, mir meine Kräfte nicht nur zu erhalten, sondern sie sogar zu vermehren, um standzuhalten. . Dasselbe wünsche ich dir von Herzen, Beke! Gerda

    Gefällt 3 Personen

  11. Gisela Benseler schreibt:

    Danke, Gerda! Eine Beatle-Musik habe ich bei Dir aber nicht gefunden, leider.

    Gefällt 1 Person

  12. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Eine Collage mit dem lebensfrohen Titel der Beatles, groß und dominant, aber etwas verwaschen durch sie elektronische Bearbeitung, liebe Gerda, die ich sehr ansprechend finde. Graues, nächtliches Schwarz und weißliche Flächen. Schemenhafte Menschen, ein Boot, in dem wir alle sitzen und doch halten wir möglichst großen Abstand. Sind mit uns selbst beschäftigt. Uns fehlt das, was uns sichtbar, lebendig macht..
    Mein frischgeborenes Enkelchen kann ich nur durch die gläserne Scheibe bewundern, kein Anfassen, keine Körperkontakte. Alles liegt auf Eis und doch ist da in mir die Hoffnung, daß das unwirkliche Szenario vorübergeht…

    Gefällt 1 Person

  13. elsbeth weymann schreibt:

    https://www.youtube.com/watch?v=A0MQ0_d-vSg UNBEDINGT anschauen…ich habe selten etwas so Schönes,Klares, absolut Fundiertes ,Mutmachendes gehört..(keine „Ökobiowaldemar-Spinnerei“)..wir brauchen einen „Klima“wandel des Bewusstseins, der Kultur , der Erziehung/Bildung…Medizin…u.u.u. Lernen von der Natur….Hier spricht ein Förster, Kleinbauer UND Unternehmer für biologisches Bauen …schau einfach..Es lohnt sich !!! Grüße ! Elsbeth

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.