Statt „Gemeinsam Zeichnen“ Kunsttherapie

Heute sollte „gemeinsam Zeichnen“ sein, aber der Termin wurde wegen anderer Verpflichtungen ständiger Teilnehmerinnen auf morgen verschoben. Doch das wusste Elena nicht, und so stand sie vor der Tür. Was tun? Wir unterhielten uns ein bisschen, und sie zeigte Interesse an der Kunsttherapie, die ich bei Avi gelernt habe. Zwar habe ich seit langem nicht mehr damit praktiziert, aber für eine kleine Einführung reichte es.

Den Ablauf werde ich euch hier nicht im einzelnen darstellen, sondern nur das Endprodukt zeigen: E machte zunächst eine schwarz-weiße Zeichnung von Pferden – zwei in Kohle ausgeführte Pferde im Vordergrund und eine vorbeirennende Gruppe als schwarze und weiße Schemen im Hintergrund. Nach einer Phase der Analyse und einiger Übungen entschloss sie sich, einen Vorhang aus Farben darüber laufen zu lassen.

Die „Hausaufgabe“, die wir nach einer Besprechungsphase, in der ich ihr auch Billder von Franz Marx zeigte, fanden, lautet: Bring die Farben zu den Pferden. Sie will nun das Bild noch einmal auf Leinwand und in Farben malen.

Während sie zeichnete, zeichnete ich sie.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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8 Antworten zu Statt „Gemeinsam Zeichnen“ Kunsttherapie

  1. Ulli schreibt:

    Das Bild von Elena gefällt mir supergut, ich will es gerade auch nicht deuten, deine Zeichnung ist klasse, sehr lebendig!
    Gutes dir,
    Ulli

    Gefällt 4 Personen

    • gerda kazakou schreibt:

      danke, Ulli. Ja, sie hat viel Talent, hat das Malen und Zeichnen erst vor einem Jahr wiederentdeckt – als Kind zeichnete sie, so erzählte sie mir, ausschließllich Pferde. Damals hatte sie noch keine, später wurde sie Pferdetherapeutin. Interessant ist, wie sie zeichnet: sie schwärzt das Blatt mit Kohle und holt die Figuren mit Gummi raus. Arbeitet also vom Dunkel ins Helle. Neuerdings probiert sie mit großem Eifer Ölfarben aus.

      Gefällt 2 Personen

  2. kopfundgestalt schreibt:

    Hand und Kopf, was braucht es mehhr?! 🙂

    Gefällt 1 Person

  3. Ule Rolff schreibt:

    Dein Porträt atmet, ist so lebendig; gleich wird die junge Frau den Kopf heben und mich ansehen.

    Gefällt 1 Person

  4. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Wundervoll ist Deine Zeichnung von ihr, außergewöhnlich schön
    und wenn ich mir nun die Pferdchen ansehe, mit dem zarten Farbenverlauf im Vordergrund, dann stelle ich sie mir im Zirkus oder in einer anderen kleinen Arena vor, vielleicht sogar wie Karusellpferde. Kein Wunder, daß sie so vertieft war, liebe Gerda

    Gefällt 1 Person

    • gerda kazakou schreibt:

      Danke, Bruni. Ihre Liebe zu Pferden ist schon sehr alt, und so war sie wohl auch in ihre eigene Kindheit versunken, als sie zeichnete. ich bin sehr gespannt, wie sie es farblich umsetzt. Die Idee mit den Zirkuspferdchen gefällt mir, aber mir schien es doch eher eine Art trennender Vorhang zu sein.

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