Blei gießen – Friedenstaube

… ist demnext verboten, las ich bei Joachim Schlichting, der das Gießen mit Kerzenwachs als Alternative anpreist. Nichts dagegen, aber das gute alte Bleigießen hatte doch auch was! Molybdomanteia: Blei-Wahrsagerei kannten schon die alten Griechen – und sind nicht ausgestorben.

NB: Die alten Römer wurden aber wohl durch ihre verbleiten Wasserrohre allmählich unfruchtbar, weshalb die fruchtbaren, weil ungewaschenen Germanen die Regie übernahmen…, die nun offenbar ihren Fortbestand durch Bleiverbote aus Brüssel sichern wollen.  Ob ihre Waffen, die sie nun vermehrt produzieren wollen, bleifrei sind? (Allein in Deutschland soll der Wehretat  2021  42,3 Mrd. Euro betragen.)

Zeit, eine Friedenstaube aus dem restlichen Blei zu gießen, damit es nicht verkehrt verwendet wird!

https://gerdakazakou.com/2016/01/01/bleigiessen-friedenstaube/

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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16 Antworten zu Blei gießen – Friedenstaube

  1. wechselweib schreibt:

    Wir gießen glaube ich auch Wachs, ist so ein Set vom Drogeriemarkt.
    Die Römer und die Germanen.
    Da muss ich immer an die USA, das heutige Rom denken, wo sich Dekadenz, Sittenverfall und Machtverlust auch schon andeuten.

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  2. hanneweb schreibt:

    Inzwischen wird fast alles verboten, was wirklich schöner und alter Brauch ist… Was oftmals sehr schade ist und auch nicht immer wirklich Sinn macht.
    Als meine Kinder klein waren, versuchten wir auch das Blei gießen mit bunten Wachsmotiven und hätten es besser ganz bleiben lassen können. Denn kamen nur entsprechende „Pfannkuchen“ dabei heraus, aus denen man rein gar nichts lesen oder für die Zukunft erkennen konnte, was ja eigentlich Sinn des Ganzen ist.
    Liebe Grüße von Hanne und komm gut in das Neue Jahr 2019 🍀🎉🥂🍾

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  3. gkazakou schreibt:

    Tja, man ist halt recht fürsorglich geworden, da oben. Der liebe Gott ist nix dagegen, der hat das Bleigießen immer erlaubt. ;).

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  4. Ulli schreibt:

    Schön!!!
    Und alle diese Verbote – herrjeh, wer will denn kontrollieren, wenn ich altes Gardinenbleiband nehme und an Sylvester gieße??? Zum Beispiel … Sie dürfen Waffenexporte verbieten und Waffenbau, dann rufe ich JAWOLL! Und so, bleibe ich eben kriminell 😉
    Ich lese viele Wünsche im ausklingendem Jahr und Frieden ist immer dabei, das fiel mir sehr auf in diesem Jahr!
    Ich wünsche dir einen friedlichen Übergang und einen Sack voller guter Wünsche ist auf dem Weg zu dir.
    Herzliches an dich, Ulli

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    • gkazakou schreibt:

      Danke! Leider verbieten sie nicht das, was sie verbieten sollten, sondern fördern es mit Milliardenbeträgen aus Steuergeldern. Aber wünschen dürfen wir uns zum Glück noch, was wir wollen. Und so danke ich schon mal für deinen Sack mit guten Wünschen… Komm gut rüber, liebe Ulli! (ist ja eigentlich nicht schwer, passiert von ganz allein, und dann ist plötzlich eine 9, wo vorher eine 8 war, und der Monat heißt Januar, nach dem Doppelgesichtigen, und nicht mehr decem, der Zehnte.) .

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      • Ulli schreibt:

        Ich war gerade bei Christiane – Ringelnatz hat es doch wieder ganz wunderbar gesagt wie es so mit Sylvester ist … weißt du wann für mich das neue Jahr beginnt? Dann, wenn es zum ersten Mal nach Frühling riecht, nach Erde und neuem Leben, das passiert immer so Anfang Februar herum – und geh mir weg mit Knallern und so, aaaber nun hat man halt dieses Datum installiert, sodass ich mich dann gerne den vielen guten Wünschen anschließe, gute Wünsche können einfach nicht verkehrt sein! 🙂

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    • gkazakou schreibt:

      So seh ichs auch. Es ist eine Gelegenheit zum Feiern und zum Gute Wünsche austauschen. Und heute Abend gehe ich alte Freundinnen besuchen, die mich eingeladen haben, komme hoffentlich rechtzeitig vor Mitternacht heim, um noch mal mit dem Liebsten anzustoßen. Draußen nieselt es, ich hab grad vom Bäcker die Vassilopita geholt – den traditionellen Kuchen für Neujahr (Wassiliskuchen, denn am 1. Januar hat Wassilis Namenstag. Ein Stück wird für den Fehlenden sein.)

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      • Ulli schreibt:

        Das klingt doch schön! Ich gehe jetzt duschen und dann zur Nachbarin Raclette essen und dann ins Bett – morgen muss ich nochmal sehr früh raus … alles gut!

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  5. kunstschaffende schreibt:

    Demnächst wird das Furzen verboten, wegen zu hoher Co2 Belastung! Dann wird irgendwann alles an Anbau verboten, was bläht! Gilt dann aber nicht für die Ökodiktatoren!
    Brüssel ist ein Verbotsclub, Diktate über Diktate!

    Sorry, aber daß wird immer perverser! 🤔

    Auf ein hoffentlich verbotsfreies 2019!

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  6. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Verbote sind Grenzen und wenn nicht die Grenzen zwischen den Menschen fallen, sind wir keinen Schritt in die richtige Richtung gegangen…
    Ach, Gerda, wir wünschen uns doch alle, daß es Frieden gäbe, aber wozu dann immer noch Waffen in alle Welt. Mch packt die Wut, wenn ich daran denke, aber keine tötende Wut, sondern eine hilflose, die traurige Gedanken produziert.
    http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2018/dezember/sein_letzter_tag

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  7. fundevogelnest schreibt:

    Hast du diese perfekte Taube beim Bleigießen erhalten?
    Beeindruckend!
    Ich habe Blei gießen mir wegen der Giftigkeit vor Jahren selbst verboten, starben doch schon in die Antike die Arbeiter in den Bleiwerken meist in ihren Zwanzigern schon, waren halt keine wichtigen Menschen und ich glaube eh nicht an Orakel.
    In den heutigen Waffen ist das abgereicherte Uran die größere Teufelei – da schlugen sich die Menschen in der Antike noch nicht mit rum.
    Schöne Neujahrstage
    Natalie

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    • gkazakou schreibt:

      Nein, nein, Natalie! ich habe überhaupt kein Blei gegossen, sondern das letzte Foto meines Schnipselbildes – also wo nur noch drei Stücke zu sehen sind – per Fotoshop in eine Bleitaube verwandelt.
      Die Arbeiter in den Bleiwerken waren natürlich ganz anderen Kontaminationen ausgesetzt als ein harmloser Bleigießer der Neuzeit, der mit einem Bunsenbrenner ein Pfännchen Blei erhitzt und abgießt. Sicher entstehen dabei auch Dämpfe – aber die Belastung dürfte, bei einmaligem Gebrauch an Silvester, nicht bedrohlich sein – im Gegensetz zB zu den Autoabgasen, die immer noch Blei enthalten. ( „Emittenten: Bis vor rund zwei Jahrzehnten war der Straßenverkehr die Hauptquelle für die Umweltbelastung mit Blei. Bleiverbindungen wurden dem Benzin als „Anti-Klopfmittel” beigemischt. Die Autoabgase führten zu immensen Umweltbelastungen. Auch heute noch ist der Straßenverkehr die größte Emissionsquelle, da Blei durch den Abrieb von Bremsen und Reifen in die Luft emittiert wird.“ zitiert nach Bundesumweltamt),
      In den heutigen Waffen gibt es eine Menge Teufeleien – das Teuflischste ist aber die Waffe selbst. Zum Neujahr brüstete sich die US-Army damit, dass sie notfalls einen richtig großen Ball (gemeint: Atombombe) fallen lassen könnte.
      Kurzum, mir ging es um die Verhältnismäßigkeit…..

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