Alphabet der Materialien. C wie …

Heute beginne ich mal mit den Fotos, und wenn du daran Spaß hast, fragst du dich: Wie heißt das Material? (Achtung: zwei sind doppelt vertreten.) Woraus besteht es eigentlich? Welche Eigenschaften hat es? Habe ich das auch in meinem Haushalt?

Und hier ist auch schon die Auflösung:

Das erste Foto zeigt Cellophan, in dem ein Kuchen verpackt war. Mich faszinierten die Lichtreflexe und der leichte Schatten, auf die ich noch nie geachtet hatte. Dann aber musste ich doch googeln: Woraus ist Cellophan eigentlich? Aha, aus Zellulose, also nicht mineralisch, sondern aus den Fasern des Holzes. Der Baum wird durchscheinend und knistert knastert leise ….

Das zweite Foto wirst du sicher erkannt haben: Chlor.  Über dieses allgegenwärtige Gift, nach dem das Leitungswasser riecht, das die Augen im Schwimmbar rötet und auf das die Putzfrau nicht verzichten mag, weiß ich auch nichts wirklich Genaues, außer dass es desinfiziert und bleicht (zB Papier), drum habe ich oben gleich den Wiki-Link eingefügt. Ich hab den Text auch gelesen, und nun schwirren gute und böse Nachrichten halbverdaut durch mein armes Hirn.

Das dritte ist Chrom: blitzende Armaturen, in denen man sich spiegeln kann, Lacke und intensive, leider auch teure Akryllpigmente – das fällt mir dazu ein. Kommt von griechisch „chroma“, „Farbe“. Ein Metall. Doch wo und wie wird es gewonnen?

Das vierte ist Chiffon – ein sehr leichtes durchscheinendes Gewebe, fühlt sich kreppig an, nimmt kaum Platz ein und lässt sich in jede Tasche stopfen. Ich habe nachgeschaut: das Wort kommt aus dem Arabischen: schiff ist „durchsichtiger Stoff“. Ich nehme an, die Fäden sind aus Kunstseide. Aber was um Himmels willen ist Kunstseide?

Die nächsten Bilder zeigen Creme, Chinapapier, Chinatinte (2 mal), 2 Blusen aus Chemiefaser, Curry und Chemikalien aller Art…. Nein, ich werde jetzt meine Unkenntnis nicht weiter ausbreiten. Tatsächlich weiß ich nur, wie Chinapapier hergestellt wird – ich habs kürzlich selbst gemacht und noch nicht vergessen…

   (Schau mal hier, runterscrollen)

 

 

 

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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16 Antworten zu Alphabet der Materialien. C wie …

  1. Ulli schreibt:

    Mir gefällt am besten das Cellophan, auch wenn die Zellstoffgewinnung nun auch nicht wirklich ungiftig vonstatten geht-
    Gerade habe ich dann mal über Tinten und ihre Zusammensetzungen gelesen, spannend! Chinatinte ist ja eine Tinte, die ich sehr mag…

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    • gkazakou schreibt:

      Immerhin ist Cellophan nicht aus Erdöl und regenerierfähig (wie ich bei Wiki las). Dass seine Produktion nicht ungiftig ist, dachte ich mir. Alle modernen Produktionsverfahren sind der Natur nicht zuträglich. Ich wüsste grad keine Ausnahmen.

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  2. karfunkelfee schreibt:

    Also Gerda, da hast Du so viel versammelt… ich picke mir mal was raus ja? Chlor…das heißt laut meiner alten Chemielehrerin, Frau Baumeister, 5. Klasse: die junge Saat. Das, weil Chlor ein hellgrünes Gas ist. Das behielt ich und dass es hochgiftig ist, was ich als Schwimmerin leidvoll an Augen und Haut erfuhr.
    Ich liebe Seidenchiffon. Der ist aber nicht künstlich, sondern wird aus echter Seide angefertigt. Plastikstoffe mag ich nicht. Im übelsten Fall reagiert die Haut allergisch. Liebe Wochenendgrüße von der 🧚‍♀️

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    • gkazakou schreibt:

      das Wort Chlor kommt tatsächlich aus dem Griechischen und bedeutet frühlingsgrün Chlorida bedeutet Pflanzen im allgemeinen (deutsch Flora). Kunstseide, habe ich ergoogelt, wird aus Zellulose hergestellt (also aus Holz). Das Garn wird extrem gedrillt, damit das Gewebe des Chiffon leicht und kreppich wird. Ob mein schönes blumiges Tuch, das ich geschenkt bekam, aus Seide oder Kunstseide ist, weiß ich leider nicht wirklich. Woran kann ich es erkennen?
      auch dir liebe Grüße zum Wochenende, liebe Fee!

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      • karfunkelfee schreibt:

        …Künstliches und Echtes ist am zweifelsfreiesten unterscheidbar wenn man eine Faser anzündet und den Rauch riecht. Bei Wolle, bei Seide wird es schwieriger. Echte Seide ist heute bei den ständig sich verfeinernden und verbesserten Strukturen der Acrilfasern kaum noch unterscheidbar. In der Haptik wird es schwierig. Allerdings kühlt echte Seide und Du schwitzt nicht. Sie nimmt den Schweiß auf und sie wärmt an kalten Tagen. Daran unterscheide ich es, das können Kunstfasern bislang m. E. noch nicht. Dein Blumentuch, ach egal was es ist, das Vonwem ersetzt hier ein Fachwissen und ich wünsche dir einfach, noch lange sehr viel Freude daran zu haben…🔆🧚‍♀️

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      • www.wortbehagen.de schreibt:

        Seide, in zwei Fingern zusammengefaßt, klebt ein winziges bisschen.
        Kunstseide dagegen nicht.

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    • gkazakou schreibt:

      Es wärmt, es kühlt – und „das Vonwem ersetzt hier ein Fachwissen“. Anzünden werde ich es nicht 🙂

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  3. kowkla123 schreibt:

    wünsche ein gutes Wochenende ohne Kummer und Sorgen, Klaus

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  4. kopfundgestalt schreibt:

    Champagner?
    Chor (auf ner CD),Chord (auf dem Piano) = Hör-Material
    🙂

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  5. gkazakou schreibt:

    hm. Champagner hab ich nicht, cord ist nicht deutsch (Saite). CD ginge vielleicht. Computer erwog ich auch, aber es schien mir ein zu komplexes Instrument zu sein (Bleistift und Pinsel ließ ich zu). Im Griechischen (dazu gehört auch Chor) gibt es unzählige Wörter mit dem Anfangsbuchstaben X (gesprochen als ch), im deutschen hingegen eigentlich nur Lehn- und Fremdwörter.

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  6. christahartwig schreibt:

    Als Erinnerung „springt“ Chlor mich hier besonders an. Bis ich nach Spanien ging, war es für mich einfach der typische Geruch von Schwimmbädern. In Spanien bekam es dann eine umfassendere Bedeutung. Das Leitungswasser roch und schmeckte danach, und wenn man Blattsalat kaufte, sollte man ihn in einer Schüssel mit zusätzlich gechlortem Wasser waschen (wegen der Kopfdüngung). Wo immer Reinigungskräfte ihre Fregona (Wischmopp) schwangen, roch es nach Chlor – das galt natürlich besonders für Krankenhäuser. Dazu muss ich sagen, dass meine jüngere Tochter in Spanien geboren wurde. Während ich in den Wehen lag, kam die Putzfrau herein und wischte das Zimmer mit stark gechlortem Wasser. Der Geruch und die Schmerzen haben sich in meiner Erinnerung derartig verbunden, dass ich bis heute kein Hallenbad betreten kann, ohne dass mir ein wenig übel wird.

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    • gkazakou schreibt:

      das ist freilich eine besondere Verbindung zu Chlor! Im übrigen riecht das hiesige Leitungswasser auch kräftig nach Chlor, und das Reinigungsgeschäft mag auch keinesfalls darauf verzichten. Ich hatte jahrelang ein teures Wasser-Filtergerät, um mir das Chlor vom Leibe zu halten, aber nun ist es kaputt. Meistens kaufe ich nun Flaschenwasser zum Trinken – oder bleibe gleich bei Kaffee und Wein. 😉

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      • christahartwig schreibt:

        Ich glaube, das gilt für alle südlichen Länder. Hier bei uns ist das Leitungswasser unbedenklicher als manche Mineralwasser, deren Mineralien in größeren Mengen durchaus nicht für jeden gesund sind.

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  7. www.wortbehagen.de schreibt:

    Toll, was Du alles zusamnengesammelt hast beim C .
    Wieder mal hänge ich am Papier, am Chinapapier, weil es aus der ganzen Chemie bei den Haushaltsreinigern so schön herausragt und auch die Seide, der Chiffon, den ich sehr liebe

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