Der Königin ihr Töchterlein / fing einmal plötzlich an zu schrei’n: / „Ich esse eure Suppe nicht! / Nein, eure Suppe ess’ ich nicht!“*
Es sprang davon, der Staatsrat hinterdrein / mitsamt dem Suppentellerlein / drin schwammen Backererbsen fein. /
Doch schrie das Kind, Nein nein! / Ich esse eure Suppe nicht, ich mag sie nicht, esst sie nur selber, /ihr Dummerjans, ihr dummen Kälber!
Und fluggs sprangs vom Korallenriff / Aufs dort geparkte Segelschiff.
Man hört es aus der Ferne schrein: Nein nein! Ich esse eure Suppe nicht!
Das war der Königin ihr Töchterlein.
* Diesen Reim habe ich dem Struwwelpeter entliehen.
Maximal 10 Sätze und 3 Worte, die dieswöchige Wortspende ist von Margarete Helminger:
Königin – Backerbsen – Korallenriff
Danke dir, lz, für dieses Vergnügen!


Mein Kinderbuch…..leider
LikeGefällt 2 Personen
Aber deine Geschichte ist dennoch fein. Dankeschön
LikeGefällt 2 Personen
und? Hast die Suppe brav gegessen, die man dir servierte?
LikeLike
Ich habe früh gelernt Befehle und Ähnliche Kommandos mit Rebelltum zu bekämpfen und wenn mir die Einsicht fehlt scheitert jeder Plan. Auch mit zuweilen fragwürdigen Suppen.
Dennoch liebe ich heute Suppen über alles / wenn sie gut gemacht sind.
LikeGefällt 2 Personen
Dacht ich es mir doch, dass du kein einfaches Kind warst 😉
Was Suppen angeht : ich mag sie sehr gern, egal ob mit Fisch, Fleisch oder Gemüse,. Backerbsen kenne ich freilich nicht . wurde erst durch dein Blog mit ihnen bekannt gemacht.
LikeGefällt 2 Personen
Was ist schon einfach…..Dann könnte es jeder
LikeGefällt 1 Person
Was ist ein einfaches Kind?
Ich denke nach.
LikeGefällt 3 Personen
Zu Struwelpeter:
Der Kinderbuchautor Gerald Jatzek vertritt die These, dass Hoffmann bei dem „Versuch, sich selbst zu heilen, andere verwundete“
LikeGefällt 1 Person
ein einfaches Kind? Gute Frage! Tja, ich dachte, das wäre ein Kind, das einfach für die Eltern und Erzieher ist: es tut, was man von ihm verlangt. Aus der kindlichen Perspektive oder gar von einer höheren Warte aus betrachtet ist es aber wohl doch komplizierter. danke für den Hinweis auf Jatzek. Mir blieb der Struwwelpeter erspart.
LikeGefällt 1 Person
Ich bin ein Fan vom Struwelpeter, Gerda. Leider konnte ich meinem Sohn diese Begeisterung so gar nicht vermitteln.
Ich mag übrigens die Linien deiner Collagenfragmente, sie beleben jedes einzelne Teil der Collage.
Gute Nacht und einen schönen Restsamstag von Susanne
LikeGefällt 2 Personen
liebe Susanne, ich meinte mit „erspart“ die pädagogische Linie, die darin vertreten wird. Daher kann ich mich unbefangen an den Geschichten erfreuen, die ja wirklich sehr komisch-grotesk sind. Danke für dein Linien-Kompliment! Das freut mich besonders. Dir einen schönen Sonntag! Gerda
LikeGefällt 1 Person
Ja, das sind sie und richtig, die Pädagogik ist überholt 🙂 lg Susanne
LikeGefällt 1 Person
Auch ich bin, als Frankfurter Mädchen, ein Struwwelpeter-Fan.
Hoffmann soll in den Geschichten u.a. die verschiedenen psychiatrischen Störungen von Kindern verarbeitet haben. Von Anorexie über Pyromanie und Autismus.
Manches fand ich als Kind zwar schlimm, aber ich wusste zB immer, dass mir niemand die Daumen abschneiden würde und dass das bloß Fiktion war.
LikeGefällt 2 Personen
Das finde ich jetzt interessant. Hoffmann bleibt allerdings ganz beschreibend, ohne den geringsten Versuch, der Störung auf den Grund zu gehen, Das Therapieverständnis seiner Zeit bestand wohl auch vor allem darin, Kindern die katastrophalen Folgen ihres Verhaltens vor Augen zu führen und sie zu bedrohen und zu bestrafen, um sie zu „retten“. Liebe Grüße dir! Gerda
LikeGefällt 1 Person
Ich bin heute noch ein Suppen Kasper, außer Muttis Hühnersuppe mit ganz viiielen Nudeln!😊
Struwwelpeter war mein Lieblingsbuch! Pippi Langstrumpf und Michel von Lönneberga waren meine Lieblichsfilme!
Vielleicht kannst Du dazu Mal eine Legearbeit machen, wäre super!😊
❤ Grüße Babsi
LikeGefällt 1 Person
Liebe Babsi, kann ich mir gut vorstellen – Legebilder draus zu machen.Irgendwann einmal, vielleicht.. LG Gerda
LikeGefällt 1 Person
Liebe Gerda, ich danke dir für dieses Vergnügen, du hast der Geschichte eine herrliche Wendung gegeben, denn auch ich gehöre zu den Kindern, die mit dem Struwwelpeter groß wurden, mein Mitgefühl galt all denen, die ihre Suppe nicht mochten, die neugierig waren, die in die Luft geschaut haben und ich fand es immer so grausam, dass sie dann bestraft wurden, am schlimmsten ging es mir immer mit dem Mädchen, das in Flammen aufging. Nein, dieses Buch mag ich nicht, dieses Buch lese ich nicht meinen Enkelkindern vor! Aber deine Geschichte werde ich ihnen zeigen!
Herzensgrüße zum Neunten oder so 😉
Ulli
LikeGefällt 2 Personen
Freu! und schau mal zum Dialog mit Susanne. Herzensgrüße sind immer vonnöten, auch zum zehnten Mal. danke! Gerda
LikeGefällt 1 Person
Übrigens, ich hatte mir gestattet, diesen Beitrag unter „Griechische Krise“ zu verlinken. Wems auffällt und gefällt.
LikeGefällt 1 Person
Herrlich, wie Frau Königins Töchterlein der Suppe entflieht und die Frau Königin-Mutter damit nervt.
Frozzelig an ein Thema herangehen, ist ein guter Weg, der sehr entspannt und neue Impulse gibt 🙂
Ich mag ihn, den Struwwelpeter, aber es hat ihn mir keiner vorgebetet. Ich hab ihn später erst in die Hand bekommen, da hatte mich die Pippi schon voll im Griff. Ich war dann eine sehr vorsichtige Vorleserin, die Sätze veränderte während des Lesens und eine Geschichte immer ganz und gar ausließ…
Herzliche Sonntsgabendgrüße von Bruni an Dich
LikeGefällt 1 Person
danke schön deine mir so lieben Gedankenmitteilungen! ohne sie sind meine Beiträge nur halb.
LikeGefällt 1 Person
Das klingt aber schön jetzt, liebe Gerda
LikeGefällt 1 Person