Während ich noch grübele, ob ich mich erneut dem Thema „p wie paidia“ (Erziehung) zuwenden oder erst mal den nächsten Buchstaben im Alphabet anpeilen soll – „r wie rizes“ (Wurzeln), zeige ich dir eine alte Zeichnung von einer Skulptur. Die brachte mein Mann vor Jahren aus Afrika mit. Ich hob seinen Koffer an und fragte: „Sag mal, hast du Steine aus Afrika mitgebracht?“
Ja, hatte er. Ein afrikanischer Künstler hat diese Skulptur gemacht. Ich kenne seinen Namen nicht und weiß auch nicht, wie der Stein heißt, aus dem er herausgehauen und anschließend sehr glatt poliert wurde. Aber ich finde, sie passt ins Alphabet: Mutter und Kind zwischen Erziehung und Wurzeln.

Gezeichnet habe ich nach dem Original, aber ich stelle hier zum Vergleich Fotos mit ein. Wie man sieht, ist mir das Kind zu groß geraten. Oder ich habe eine andere Perspektive gewählt.
Ein in Griechenland sehr bekannter und von mir hoch geschätzter Maler, Chronis Botsoglou, hat dasselbe Thema bearbeitet. Immer wieder malte er sich selbst als erwachsener Mann mit der alten Mutter. Er benutzte dafür große Bögen aus Aquarellpapier. Ich sah eines dieser Bilder (hinter Glas) im November 2016 in einer Ausstellung und fotografierte es, so gut ich konnte.


…interessant, dass bei allen Arbeiten hier das Kind unterhalb der Mutter gezeigt wird…in dem Buch „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola Estes gibt es eine Geschichte, ich glaube, es war ein Traum der Autorin, in dem sie auf den Schultern ihrer Mutter steht, diese auf den Schultern ihrer Großmutter und immer so weiter…ich fand das ein eindrucksvolles Bild…
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Hallo teggytiggs, mein Kommentar ist verrutscht, weil ich auf dem Handy tippe.
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Mutter und Kind – zwischen Erziehung und Wurzel – das allein schon klingt spannend und löst Gedanken aus, so wie die Betrachtung der Skulptur und des Bildes zu Assoziationen führen.
Liebe Gerda, ich weiss ja, dass du mit dem „P“ nicht ganz zufrieden warst, aber vielleicht ist das ja nun der Raum und die Möglichkeit all das zu benennen, was dir bei „P“ nicht gelungen ist oder dir unzureichend erscheint. Ich kann dich nur ermutigen, einfach hier weiter zu machen, später, wenn du (und auch ich meins) das Ganze noch einmal überarbeitest gibt es noch immer Möglichkeiten der Verfeinerungen und Vertiefungen.
Mein Kranksein betrifft ja nicht meinen Kopf, sodass ich im Hintergrund fleissig am Alphabet arbeite, noch muss ich einiges einpflegen, darzustellen sind jetzt noch Y und Z. Jetzt, wo ich mich dem Ende (wenigstens in meiner Kladde) nähere, sehe ich einen grossen Bogen, wo eins zum anderen gehört, es nährt, unterstützt oder trägt. Es ist äusserst wohltuend all das einmal auszuformulieren. Ich hoffe dir geht es ähnlich.
Und warum diese Eile? Nun, ab 02.02. ist wieder eine Blogpause, bis dahin hätte ich zum einen gerne das Alpabet abgeschlossen und zum anderen wäre es rund, sodass wir genügend Material haben, um daran von Angesicht zu Angesicht weiter zu arbeiten.
herzliche Abendgrüsse
Ulli
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Ich hab vor, einfach mal mit R weiterzumachen, denn Erziehung ist ein so zentrales Thema, dass ich es gern ordentlich vorbereiten möchte. R = Riza, Wurzel kommt, wenn mein Computer mitmacht. Ich hab vorhin Kaffee drüber gekippt, jetzt muckt er und ich mache eine Sicherheitskopien aller Daten. Das dauert. Ich tippe grad auf dem Handy. Morgen packe ich. Dann geht’s ab nach Athen. LG
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oh je, dann viel Geduld und eine gute Reise, bleibst du länger in Athen?
herzlichst
Ulli
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Ja, Ulli, bis du kommst.
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Das ist ja wirklich noch eine (kleine) Weile … gute Reise und gutes Trocknen des PCs…
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Das Bild gefällt mir sehr, sehr gut. Wie schön, dass mir immer wieder MalerInnen über den Weg laufen, die ich noch nicht kannte
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O, da freu ich mich sehr! Er gehört zu meinen Favoriten, ist malerisch verwandt mit dem älteren Bousianis. Den muss ich auch mal vorstellen. LG
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ja bitte, tu das. Ich habe so was von keine Ahnung von griechischer Gegenwartskunst ….
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Danke teggytiggs, ich freu mich, dass dir die ungewöhnliche Anordnung von Mutter und Kind aufgefallen ist. Es ist der Grund, warum ich die beiden ganz unterschiedlichen Kunstwerke in einem Beitrag zeige. ich finde auch Alter und Größe des Kinderkopfes ungewöhnlich. Wer, fragt man sich, ist hier die Wurzel? Einfacher zu verstehen ist das Bild von den Nachgeborenen auf den Schultern der Ahnen. LG
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…ja, richtig, aber wir lernen ja auch von den Kindern und Enkeln, die nach uns kommen und, Kinder nehmen mitunter Stellungen ein, die vor ihnen Geborene inne hatten, sie füllen Räume dort, wo sie im Familiensystem gebraucht werden, so kann schon mal die Mutter auf dem Kopf des Sohnes stehen…
liebe Grüße!
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Du hast recht, ‚Kinder nehmen mitunter Stellungen ein, die vor ihnen Geborene inne hatten, sie füllen Räume dort, wo sie im Familiensystem gebraucht werden‘, Besonders gesund ist das freilich nicht, es führt in der Regel zu Komplikationen anstatt zu Lösungen. Mir scheint aber in diesen beiden Kunstwerken eher die lebenslange Abhängigkeit des Mannes von der Mutter dargestellt zu sein, ein Thema, das in Griechenland viele jüngere Frauen quält. LG dir!
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Gute Reise nach Athen und eine schöne Zeit wünsche ich Dir liebe Gerda! Freue mich schon auf die nächsten Buchstaben!
❤Grüße Babsi
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Das ist nett von dir, Babsi! da mache ich mich in Athen dann gleich an die Arbeit. ;0
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🙆❤👍
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wieder finde ich Anregung und Inspiration, neuen Gedanken zu folgen über dein
Thema, und Afrika….andere Familienstrukturen und Einstellung zu dem Thema “ Mutter…Kind…usw. Fruchtbarkeitssymbole etc……
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das freut mich besonders, liebe afrikafrau.
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Guten Morgen, Gerda, zu diesem Thema gibt es auch gerade ein Artikel in der Kunstforum International http://www.kunstforum.de/lesen/artikel.aspx?a=243017 . Vielleicht interessiert er dich.
Eine spannende Skulptur, ich mag das gekapselte der beiden Figuren, dass du auch sehr gut in deine Zeichnung eingebaut hast.
Liebe Grüße sendet dir Susanne
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danke Susanne! ich schau mal nach!
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Danke für den interessanten link. Ich habe dort auch den Namen Thomas Bayrle, Freund aus Frankfurter Kinderladen-Tagen, gesehen; von dessen Werken wir zwei an der Wand hängen haben. Dass er einen Maler-Vater hatte, wusste ich freilich nicht. Vermutlich haben wir ihn nie danach gefragt. Er war damals noch nicht sehr bekannt, und so interessierten wir uns für sein Werk und seine Person, nicht für seine Vorfahren. Mir fielen noch andere Künstler wie Picasso und Giacometti ein, die ebenfalls Maler zu Vätern hatten. lch halte es eigentich eher für normal, dass Künstler – Maler, Musiker, Schauspieler, Schriftsteller etc – aus künstlerisch bemühten oder tätigen Elternhäusern stammen. Denn sonst ist der Start arg schwer.
Bei uns Zuhause hingen die guten traditionellen Aquarelle des Vaters, des Onkels und eines Hausfreundes an den Wänden, und sicher hat das den Boden für Weiteres bereitet.
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Liebe Gerda,
ja, es ist viel schwerer als Künstlerin zu arbeiten, wenn man aus keiner Künstlerfamilie kommt. Es half jedoch, dass meine Eltern selbstständig waren. Meine Eltern waren nichtsdestotrotz ziemlich fassungslos über meine Entscheidung, als Künstlerin zu arbeiten. Aber beide haben es nach etwas vergangener Zeit respektiert und sind / waren stolz auf mich.
Die Welt ist doch klein, ich finde es klasse, dass du im Artikel einen Bekannten „wiedergetroffen“ und noch dazu den Bezug an der Wand zu hängen hast.
Einen schönen Restsonntagabend wünscht dir Susanne
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