Für das letzte Kalenderblatt des September und die letzte Zeichnung für Heides Monats-Challenge habe ich das AU gewählt: AU wie Aubergine und Aus-der-Traum. Ja, leider. Es war ein anregendes Projekt, danke, Heide! So wurde es mir leicht, die Seiten des Kalenders sinnvoll zu füllen. Was ich im Oktober zeichnen werde? Keine Ahnung.
Ein paar Worte zur Aubergine (Sorte Solanum melongena, österreichisch Melanzani). Der Name Aubergine ist nach vielen Umwandlungen aus dem Sanskrit über das persische bādingān, das arabische al-bāḏinjān und das spanische alberenjena, das katalanische alberginia zum französischen aubergine geworden. Die österreichische Bezeichnung Melanzani ist durch eine Vermischung mit dem griechischen μελανός (dunkel, schwarz) entstanden. Bei uns heißt das Gemüse μελιτζάνα (melitzana), die Dunkle.
Beheimatet ist die Aubergine in den tropischen Gebieten Asiens und Ostafrikas. Sie ist ein Nachtschattengewächs, und, zumindest die in Europa verbreitete Art, ist nicht roh verzehrbar, da leicht giftig. Gezüchtet wurde sie seit 2000 v. Chr. in Indien und China, die bis heute die Hauptanbaugebiete sind. Im 13. Jahrhundert kam sie durch die Sarazenen nach Andalusien, und in den folgenden Jahrhunderten verbreitete sie sich auch in Italien. Da die weiße Aubergine damals bekannter war, nannten die Briten sie Eggplants. Um zu gedeihen, braucht sie mindestens 20 Grad Celsius – also ist es wohl nichts mit dem Anbau in Deutschland. Die in Deutschland verkauften Auberginen sind Importe aus Spanien, Italien, Brasilien…, oder auch aus Kreta. Auch hier bei uns in der Mani gedeiht sie vortrefflich, wenn man ihr ausreichend Wasser gibt. Sehr schön sind ihre violetten Blüten mit den goldgelben Staubgefäßen.
Die im Kalender gezeichnete Aubergine wird gerade von meinem Mann zerschnippelt und zusammen mit Zucchini, Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln und was sich sonst noch an Restgemüsen findet, zu einem τουρλού / Tourlou verarbeitet. Mit Olivenöl im Backofen gegart, ist es ein köstliches Gericht, das am Folgetag sogar noch besser schmeckt.
Auberginen esse ich auch sehr gerne als Hauptgericht: die Scheiben werden in kleiner Backform mit Tomate und Schafskäse überbacken und mit Brot serviert. Um die Bitterstoffe zu verringern, ist es gut, die Scheiben zuvor mit Salz zu bestreuen, etwas liegen zu lassen, abzuwaschen und abzutrocknen, bevor man sie weiterverwendet. Lecker! Und natürlich braucht man Auberginen auch für viele andere Gerichte, so für das allseits beliebte μουσακά/Moussaka.
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Und damit ist der Kalenderblatt-Monat September zu Ende. Aus und vorbei. Der Oktober steht schon vor der Tür. Was wird er uns bringen?

Vielleicht ist die Inktober Aktion etwas?
Wobei Tinte wahrscheinlich im Kalender Papier durchschlägt…
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