Der heutige Buchstabe für Heides Monats-Challenge ist E. E wie Eier ergab sich fast zwangsläufig, denn die Linien der gestrigen Dattel-Zeichnung sind auf die Rückseite des Kalenderblattes durchgeschlagen. Und so musste ich drei Ovale in die heutige Zeichnung integrieren. Was lag da näher als Eier? Ich holte drei frische braune Eier aus dem Kühlschrank und drappierte sie auf einer weißen Bluse mit leicht hingepinselten farbigen Mustern – Geschenk einer Freundin.
Sind braune Eier schmackhafter als weiße? Google-KI sagt: nein, es gebe gar keinen geschmacklichen Unterschied. Auch die Farbe des Gefieders sei irrelevant. Auch weiße Hühner können braune Eier legen. Ursache seien Farbpigmente im Legedarm.
Und welche Hühner legen nun braune Eier? Google-KI behauptet: Die „Ohrscheibe“ – ein Hautfleck hinter dem Ohr – verrate es: ist sie rot, werden die Eier braun, ist sie weiß, werden auch die Eier weiß.
Da KI auch Fehler machen kann, schaue ich auch noch nach anderen von KI empfohlenen Web-Einträgen. Und siehe da: Die Tagesschau vom 1.04.2024 zitiert den Vorsitzenden des deutschen Eiererzeugerverbands mit folgenden Aussagen:
„Heute sieht man braune Eier schon immer weniger, bald dürfte es gar keine mehr geben.“ Und warum?
„Weiße Hühner haben ein größeres genetisches Potenzial als braune. Sie leben und legen länger“, so Schönecke. „Weiße Hühner sind einfacher zu halten und mobiler als braune.“ Sie fänden ihr Futter und Wasser besser, außerdem seien sie leichter und kleiner, ihre Eier ebenso. Das Legen sei dadurch weniger anstrengend. Braune Eier gebe es inzwischen nur noch bei wenigen regionalen Haltern.
Und weiter: Weiße Hennen legen weiße Eier, braun gefiederte hingegen braune. Das ist nach Angaben von Schönecke zumindest bei Hühnerrassen in Deutschland die Regel. In Supermärkten liegt der Anteil brauner Eier dem Verband zufolge noch bei etwa 30 Prozent, bei Discountern gebe es häufig schon keine mehr. Noch vor zehn Jahren seien hierzulande mehr braune als weiße Eier verkauft worden.
Eine Kundenbefragung des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft zeigt: Bei älteren Menschen sind braune Eier nach wie vor oft beliebter. Jüngeren ist die Farbe meist egal, ihnen sind eher Aspekte wichtig wie Tierhaltung und Regionalität.
Dir ist es ja vielleicht auch egal, welche Farbe die Eierschalen haben, Hauptsache, die Eier sind frisch und die Hühner sind gut gehalten worden.
Der Eierkonsum wächst übrigens in Deutschland, und der Verein Deutsche Gesellschaft für Ernährung findet das auch in Ordnung. Galt zuvor ein Frühstücksei pro Woche als Limit, um die Umweltbelastung zu verringern, so darf man heute schon auch ein paar mehr Eier (verarbeitet in Nudeln oder Kuchen) verzehren, ohne den Zorn der Gesellschaft auf sich zu ziehen. Die Tierrechtsorganisation Peta findet das allerdings besonders übel, denn in Nudeln und Kuchen werden die Eier aus der Massentierhaltung verarbeitet, die die Konsumenten ja an sich mehrheitlich ablehnen.
All das erfuhr ich aus dem ARD-Beitrag „Bald keine braunen Eier mehr?“
Nun ist es aber eine gute Mahnung der Bibel, nie weniger als drei Zeugen zu befragen. Zeuge 1 Google-KI sagt: auch weiße Hühner legen braune Eier. Zeuge 2 Der Verband sagt: Nein, weiße Hühner legen weiße Eier, braune Hühner legen braune Eier (jedenfalls in Deutschland). Und was sagt Geo.de?
Endlich verstehen: Darum gibt es weiße und braune Hühnereier
„Auch weiße Hühner legen braune Eier und braune Hühner legen weiße Eier“ – Aha! Da hat Google-KI einen Punkt.
„Mit der Farbe der Eierschale hat die Ernährungsweise nichts zu tun“ (wohl aber mit der Farbe des Dotters).
„die Eierschalenfärbung (ist) genetisch bedingt und (ist) von der einzelnen Hühnerrasse abhängig„.
Zum „Abbauweg des Hämoglobins im Legedarm des Huhns“ erfahre ich: „Die roten Pigmente lagern sich gemeinsam mit gelben Pigmenten des Gallenfarbstoffs während des Abbauprozesses auf der Kalkschale des Hühnereis ab. Vermischen sich nun die roten und gelben Farbpigmente, entsteht die braune Färbung der Schale. “
Aha!
Bestätigt wird auch die KI-Aussage, dass man an einer Stelle hinter dem Ohr erkennen kann, welche Farbe das Ei der Henne haben wird (wobei es Ausnahmen gibt).
Und, was wohl das Wichtigste sein dürfte: einen Unterschied im Nährgehalt von weißen und braunen Eiern gibt es nicht!
Nun schlägt mir Google-KI aber noch eine weitere Quelle vor, um mein Wissen zu erweitern: Hühnerhaltung. Und da lese ich nun endlich, warum es überhaupt weiße Eier gibt! Weiß ist in der Natur ja keine besonders gute Tarnfarbe, und so waren die Eier der Hühner-Vorfahren auch nicht weiß, sondern bräunlich-gelb. Aber der Kunde ist schließlich König, und als in den 70er Jahren die Nachfrage nach weißen Eiern stieg, züchtete man die Hühner um: den Leghorns …wurde gezielt das für die Farbbildung verantwortliche Gen weggezüchtet. Ihnen fehlen somit die Zellen, die für die Farbgebung zuständig sind, sodass sie Eier mit weißer Schale legen…..Die weiße Schale macht nicht nur jede Tarnung zunichte, sie zerbricht auch schneller, da die bruchsichernden Eigenschaften der Farbeinlagerung fehlen.
Aha! Weiße Schalen zerbrechen schneller – der Verbandschef der Eierproduzenten war da anderer Ansicht.
Weiter lese ich: „Welche Intensität der Braunton des Eis hat, ist zum einen genetisch festgelegt, kann aber auch, obschon nicht übermäßig, durch äußere Faktoren (Fütterung, Legezeitpunkt) beeinfluss werden.“ Sieh mal an, also doch?! Geo war da anderer Meinung.
Nun gibt es aber neben den normal-braunen auch schokoladenbraune Eier, die sich neuerdings großer Beliebtheit erfreuen. Gelegt würden sie von den „Maran-Hühnern“. Die Einfärbung sei am stärksten zu Beginn der Legeperiode und nehme dann langsam ab. Die Eier hätten dickere Schalen, seien weniger bruchanfällig und ließen sich auch nach Monaten noch bebrüten.
Uff! Das reicht fürs erste. Unter dem Link „Hühnerhaltung“ findest du Antworten auch auf andere Fragen, die dich womöglich beunruhigen. Jedenfalls, sofern sie mit Hühnern und ihren Eiern zu tun haben.

Die gefiederartigen Schwünge des Blusenmusters finde ich sehr passend.
Und dann sind da noch die verschiedenen Hühnerrassen verschiedener Gefiederfärbungen, die man begründet als Grünleger bezeichnet, deren Erbe auf eine alte südamerikanische Rasse zurückgehen soll und deren Nachkommenschaft man daran erkennt, dass sie schwanzlos sind bzw. ohne Schwanzfedern. Eine Freundin von mir hält verschiedene Hühnerrassen, um immer ein buntes Eierkörbchen zu haben. Allein deshalb schon scheidet die Futtertheorie für die Schalen vollkommen aus.
Ich könnte mir vorstellen, dass weisse Eier oft bevorzugt werden, weil sie die Stempel besser annehmen bzw. deutlicher wiedergeben. Mir scheint die braune Eierschale oftmals viel glatter.
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Danke dir, Heide. Die Futtertheorie kannst du nicht völlig ausschließen, denn die Hühner können gleiches Futter unterschiedlich verarbeiten.
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Ein Freund klagte unlängst, er sei richtig krank. Besorgt erreichte ich ihn dann recht bald und er gab an, daß er zuviel Eier gegessen hatte. Die Eier seinen in Ordnung gewesen, aber die Menge war es wohl.
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dein Freund war wohl schon vorher krank – im Kopf. Wer isst zu viele Eier?
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Alles mus gelernt werden.
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Freilich. Aber nicht alles muss man dadurch lernen, dass man es erleidet.
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Oft ist es aber so. Was sagt die Therapeutin?
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dass es leider oft so ist. Und dass es verdammt schwer ist, ein Fehlverhalten zu unterlassen, selbst wenn man schon oft „gelernt“ hat, dass esschlimme Folgen hat.
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Mein Freund ist ein Universalgelehrter, im urspr. Sinne des Wortes. Zwingend dann manchmal ein Versagen auf praktischem Gebiet,
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Wir haben drei Hühner. Ein ziemlich altes Krüperhuhn (eine alte Rasse), das verschiedene Braun- und auch Gelb- und Rottöne im Gefieder hat und weiße Eier legt. Viele Eier hat es noch nie gelegt, vor allem nicht im Winter, aber es ist sehr robust, gesund und von friedlicher Natur. Das andere Huhn, ein Rotländer, hat ein sehr dunkles, fast schwarzes Gefieder und legt hellbraune Eier. Das kleinste, hellbraune Huhn ist ein Rotländermischling und legt die grössten ziemlich dunklen Eier. Es legt auch die meisten Eier und sorgt selbst im Winter dafür, dass wir keine Eier kaufen müssen. Dieses Huhn ist von allen dreien das schlauste und frechste. Ständig büchst es aus dem eingezäunten Gartenteil aus und treibt sein Unwesen im Restgarten. Die Flügel wollen wir ihm aber nicht stutzen, weil es dann zum Schlafen nicht mehr auf den Apfelbaum kommt.
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Ach, wie schön, es schläft auf dem Apfelbaum *lach* Das gefällt mir
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Danke, Leela, für diesen Kommentar, der mir sehr viel Freude macht. Und lass dem frechen Huhn seinen Willen! Wer allein auf einem Apfelbaum schlafen kann, den soll man nicht zwingen, in einem Stall mit anderen Hühnern Platz zu nehmen,
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🙂 sie schlafen alle drei auf dem Baum. Das Krüper fing an damit und alle anderen machten es nach. Das Rotländer hatte zu Beginn Schwierigkeiten auf den Baum zu kommen, aber es übte mehrere Tage lang geflissentlich und schließlich gelang es ihm. Weder Schnee noch Regen oder Kälte halten sie von ihrem Freiluftschlafplatz ab. Nur als es letztes Jahr ein paar Tage lang sehr kalt und dazu auch noch stürmisch war verkrochen sie sich für kurze Zeit im Stall.
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Ach so…wir essen die braunen. Es gibt ja viele Hühnerrassen, die von den Hobbyhaltern gehalten werden. Zwergies oder ganz große…seidis oder Perlhuhn, alles schon da gewesen. Strausse gibt’s da auch.
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Ich bekome meine Eier über eine Freundin, immer vom gleichen Hühnerhalter.
Meist sind die Eier weiß, aber diesmal bekam ich braune Eier. Ich finde im Geschmack keinen Unterschied, aber ich muß mich mal erkundigen, ob die braunen nun von anderen Hühnern sind als bisher immer.
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Auf die Antwort bin ich gespannt.
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