Meine grad erfundene Methode, von Schnipseln zum Bild zu gelangen (Schnipsel auslegen – umranden – gestalten: siehe hier),
habe ich heute noch mal ausprobiert. Als Schnipselquelle diente mir ein Bleistift-Frottage-Blatt. Daraus legte ich zwei Figuren: einen Engel und einen Menschen.
Die Figuren umrandete ich, zeichnete einen welligen Hintergrund, bearbeitete das Ganze dann farbig. Drei Varianten fotografierte ich.
Einmal ist keinmal. Also machte ich noch ein Legebild mit einem Füchslein auf Nahrungssuche.
Und wieder stehen drei Varianten zur Auswahl.
Meine primitive Kunst mache ich in einer Art Gegenwehr gegen das allzu Glatt-Perfekte der KI-befeuerten Bilderwelt, die vielen, vor allem auch Kindern, zur Gewohnheit wird. Neugierig, was KI aus meinen Vorlagen macht, bat ich ChatGPT um „Verbesserungen“. Die bekam ich auch gleich mitsamt neuen Titeln frei Haus geliefert.
meine Endfassung mit Titel ChatPGT-Fassung mit Titel
Füchslein auf Nahrungssuche Bunte Kinderzeichnung mit Fuchs
Engelsbegegnung Abstrakte Neonfiguren auf Wellen
Nixfamilie im Meer bunte Schlangen auf liniertem Papier












Schöne Beispiele, wie KI alles glättet und damit vorher Lebendiges zum erstarren bringt.
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Das sehe ich auch so. Natürlich ist jede elektronische Wiedergabe von gemalten oder gezeichneten Bildern auch ein Verlust an Handschrift. Auch die fotografische Wiedergabe in Kunstbüchern gibt nur scheinbar das Kunstwerk wieder. Walter Benjamin hat diesen Verlust in seinem großen Aufsatz über die Kunst im Zeitalter ihrer Reproduzierbarkeit wohl als erster so deutlich dargestellt. Heute, mit der KI-Überarbeitung, triumphiert die kalte platte Lüge.
Umso mehr bin ich auf primitive Handarbeit versessen.
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