Die Sonne scheint, und es sieht so aus, als würde es nun trocken bleiben. Also habe ich mich erneut daran gemacht, das Atelier zu säubern und wegzuwerfen, was nicht zu retten ist. Ich gebe zu, dass mir das Wegwerfen der Insekten-Zeichnungen besonders schwer fiel. Ich hatte sie schön säuberlich in einen Block geklebt, der bei der Überschwemmung feucht wurde und nun zu schimmeln begann.
Bevor ich sie wegwarf, fotografierte ich sie noch einmal.
Auch das letzte mir verbliebene Exemplar einer Reihe von Zeichnungen von aufgebockten Booten wanderte in den Recycling-Sack (die anderen wurden verkauft).
Eine andere Serie – Stillleben auf dem Schreibtisch – trennte ich aus dem gewellten Block und breitete sie in der Sonne aus, in der Hoffnung, sie retten zu können. Inzwischen habe ich sie wieder eingesammelt, damit die Katzen sich nicht drauf niederlassen. Das Papier ist dick, und Flecken gibt es nur auf den Rückseiten. Auch diese Zeichnungen habe ich vorsichtshalben noch mal fotografiert, auch wenn ich hoffe, sie behalten zu können.
Auch sonst ging etliches in den großen Recycling-Sack, der nun zum viertem Mal gefüllt ist. Es ist nicht gerade das, was ich eine aufbauende Arbeit nennen würde, aber Voraussetzung dafür, Neues schaffen zu können. Also klopfe ich mir mutmachend auf die Schulter und sage: Kouragio (Sonjas heutiges Wort).


Das ist schon schmerzhaft, Platz für Neues schaffen hin oder her. Ich fühle mit dir und drück dich mal aus der Ferne.
Courage kann ja nie schaden 😉
Liebe Grüße, Ulli
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Wie gut, daß man es digital bewahren kann.
Da stört der Schimmel nicht sondern macht das Kunstwerk nur noch interessanter.
Trotzdem ist es jammerschade.
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Ein blauer Himmel kann mich immer reizen. Zum Entrümpeln warte ich auf Regentage. Schön, dass du so viele Bilder digital retten konntest, liebe Gerda!
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