Krieg und Kriegsberichterstattung sind wieder in. Unsere Tageszeitung fühlte offenbar den Hauch der Geschichte im Gesicht und schenkte uns eine Beilage mit dem dick gedruckten Titel Große Schlachten und dem kleineren Untertitel der Griechen. Die Beilage ist mit Texten und Bildern bestückt, die an die ruhmreichen Schlachten der Vergangenheit erinnern.
Auf der Titelseite prangen nackte Leiber. Keine Vergewaltigung, o nein! Die Frauen lieben ihre Helden. Krieg und Eros oder, mythologisch gesprochen, Ares und Aphrodite gelten immer schon als heißes Liebespaar. Krieg scheint irgendwie geil zu sein. Dass die Götter in „homerisches Gelächter“ ausbrachen, als der getäuschte Ehemann Hephaistos Aphrodite mit dem Ares im eisernen Netz fing und so ihre schändliche Liaison offenbar machte, mag immerhin Anlass zum Nachdenken bieten.
Soll ich mich dem Trend der Zeit entgegenstellen? Ach was! Auch ich möchte einmal mit der Zeit gehen. Also produzierte ich mithilfe der Illustrationen das Kunstbuch „Krieger“. Die Titelseite präsentiert einen antiken Krieger in voller Rüstung.
Es folgen sechs Seiten mit ruhmreichen und liebestollen Kriegern aus späteren Jahrhunderten.
Den Abschluss macht die Darstellung eines hinabstürzenden Helden, während hinter ihm das Gemetzel weiter geht.
Hier nun noch mal alle Seiten ordentlich aneinander gereiht.







