Paneurhythmietanzen am stürmischen Meer (Epiphanias)

Heute stürmte es sehr, und die Wellen gingen hoch. In der Nacht hatten sie viel Sand gebracht, den sie jetzt glatt leckten. Sie umspülten die Tamarisken und holten sich einmal auch meine Jacke samt Schal, die ich unter der Treppe deponiert hatte, damit der Wind sie nicht fortwehte.

Sonst tanzen wir da unten. Heute aber mussten wir mit Zement vorliebnehmen.

Durch den Lärm von Wind und Wellen die Musik zum Tanz hören, den frischen Wind im Gesicht spüren, das gleißende Meer und die Berge abwechselnd im Rundtanz sehen – all das war mir eine großes Freude. Und so fühlte ich mich trotz Übermüdung fantastisch. Heute waren auch unser Lehrer aus Athen und zwei Neue dabei. Das Familienfoto zum Abschluss durfte natürlich nicht fehlen.

Licht, Sturm und Meer wirken nun weiter in mir, und ich fühle mich wunderbar  gekräftigt.

Heute war ja der Tag der Wassersegnung. An den kirchlichen Ritualen nahm ich nicht teil. Mir reichte es, Sturm und Wellen zu erleben, die das Meer von allen Verunreinigungen des Jahres befreiten und es neu belebten.

Morgen treffen wir uns erneut zum Tanzen, diesmal in einem antiken Theater. Ich freu mich drauf.

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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7 Responses to Paneurhythmietanzen am stürmischen Meer (Epiphanias)

  1. Avatar von elsbethberlin elsbethberlin sagt:

    Ach wunderbar(!!) Gerda !Das kann ich alles ganz lebhaft vor mir sehen–Ihr da mit der Pan-Eurythmie +am Meer.Zwar weiß ich nicht, ob und wie sich Pan-Eurythmie von „normaler“ Euraythmie unterscheidet? Aber die totale Erfrischung des ganzen Menschen nach Eurythmie, das ist mir tief vertraut. –Bei uns hier in Berlin gibt es gerade andere Formen von Stürmen: Schnee, Eis und dann—am 03.01. totaler Stromausfall im Südwesten von Berlin, für 45 tausend Haushalte.Betroffen davon auch Schulen, Krankenhäuser, Altenheime. Kabelbrand auf der Teltowerbrücke.Sabotageakt. Reparaturen dauern noch an.Einiges funktioniert aber bereits wieder .Mein Straßenzug blieb erstaunlicher Weise verschont?? !!Zwei Straßen weiter–alles stockfinster. Aber–trotz, Kälte, Dunkelheit, Angst, und auch Panik in einigen Situationen, war eine überwältigende, selbstverständliche, praktisch-relevante, herzliche, echte Hilfsbereitschaft allüberall da. Offen, einfach menschlich- normal.Das hat mir viel positives Licht gegeben für Kommendes in unserer sonst ziemlich verrückten Zeit und Welt. Grüße !!!

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  2. Tanz am stürmischen Meer, das hat was, auf jeden Fall. Setzte sich der Tanz in den Wellen fort – nicht unbedingt zu empfehlen – noch mehr!
    Zu der Gier der Wellen kann ich was beitragen. Meine jüngere Tochte rmit Freund war auf einer der Kanareninseln. Und das ist nicht das Mittelmeer, das ist nun mal der Atlantik! Das Wasser war nur normal bewegt, kein Sturm oder dergleichen. Die Beiden waren mit Gepäck, sie konnten erst später in ihre Unterkunft, an einem felsigen Strand in Wassernähe. Schwupps, schwamm der Koffer und das Handy, das wurde zuerst gesucht, gleich mit! Der Kofferinhalt war frisch gewaschen und für den Rest der Reise voll mit Sand.

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  3. Avatar von Akter Akter sagt:

    Ist das Eis oder nur Wasser?

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  4. Das habe ich eben bei mir angezeigt. Es ist so eindrucksvoll. Und gern wäre ich dabei. leider kann man nicht alles haben. Es gibt nur: Entweder – Oder.

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  5. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    du sprichst mir aus der seele ❣️

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  6. Avatar von Amorak Amorak sagt:

    du sprichst mir aus der seele ❣️

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  7. Ganz wundervoll hört sich Dein Beitrag an, liebe Gerda. Kraft und Freude getankt. Was könnte noch besser sein?… Mit fällt nichts ein

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