Gingernilli ist ein Basler Kultwort, wie mich das internet informierte. Und da Juzicka-Jess (Amorak) diesen Ausdruck für ihr neues Projekt gewählt hat, werde ich es hier benutzen, um überflüssigen und halb vergessenen Krimskrams ans Licht der Gegenwart zu ziehen.
Viele Schiffchen haben in unserer Wohnung einen letzten Hafen gefunden. Eines ist dieses Fischerboot, das vor einem in Kuba von einem Straßenkünstler einst erworbenen Portrait des zigarrerauchenden Che und gewichtigen Büchern dahintreibt.

Woher es stammt? Ich weiß es nicht mehr, und die rote Flagge am Heck gibt auch keine Auskunft.
Sieht wie ein Krabbenfischer aus deiner Heimat aus den 80er Jahren aus finde ich.
Erinnert stark an die, die ich als Kind hatte.😉
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Kann sein, dass ich ihn dort gefunden habe.
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Der Kapitän ist an Bord. Irgendwas pusselt er noch herum… gleich geht es los! Seine Tasse hat er, das sahen wir, an Land lassen müssen. Sie war zu groß, maßstäblich nicht passend. Wohin geht die Fahrt? Kann man nie wissen. Wo die Fischschwärme eben ziehen…. kann sein, die Straße der Ölsardinen entlang. Oder einfach zu dem alten Mann, der Hilfe bei seinem Fisch aus dem Meer braucht. Oder gleich irgendwohin, um einen verdächtigen Typen – er will seinen richtigen Namen nichts sagen, ruft immer nur „nennt mich Ismael!“ – aus dem Wasser zu ziehen. Das macht man so mit Schiffbrüchigen, es gibt da uralte Regeln. Möglicherweise hängt man uns dann aber mitsamt ihm an einem Balken, auf dem Batavia Fünfhundert – Zehn steht.
Jede Fahrt durch die Bücherregale führt in unbekannte und manchmal gefährliche Gewässer. Schon mancher strandete und wartete dann auf Freitag.
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deine Katastrophenfantasie macht mich lächeln. 😊
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Oh, ich weiß nicht, ob Frau Droste Hülshoff und die amerikansichen Herren da nicht ein wenig enttäuscht wären.
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Deine Assoziationen sind mir nicht immer nachvollziehbar, liebe gerlintpetra! Wie kommt Frau Droste ins Spiel?
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Es waren doch die Beispiele von Seefahrergeschichten. Das Gedicht Vergeltung, stammt von ihr. In dem es um einen beim Schiffsuntergang rücksichtslosen Mann geht, der einen anderen vom rettenden Balken schubst (auf dem Batavia 510 steht), von Piraten gerettet wird, mit diesen zusammen gefangen wird und gehängt wird. An dem Balken mit der Aufschrift: Batavia 510.
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Ah, ja, jetzt erinnere ich mich.
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Na klar doch! Den Knaben im Moor und hier den Mann aus dem Meer vergißt man nicht so leicht, sie machte das eindringlich genug!
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❣️
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Was es nicht alles gibt! Und was Du so alles gesammelt hast, unglaublich! Und es gehören Erinnerungen und Geschichten dazu…😊🍀
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Ich glaube, jeder Mensch sammelt das eine und andere. Ich sehe ja bei dir auch vieles, was sich im Laufe deines Lebens in deiner Wohnung ansammelte.
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Ein schönes Boot … und wirklich genau passend in eine „Rauch-Szene“ gesetzt ..
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Ein hübsches kleines Boot! Vor allem ist mir auch der geniale Rauch aufgefallen 🙂
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Ja. da hast Du recht. Da hat man oft nicht mehr den rechten Überblick und freut sich, wenn das eine oder andere unerwartet wieder auftaucht, manchmal genau im richtigen Augenblick. Das ist dann natürlich besonders erfreulich.🤚😊
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