Tagebuch der Lustbarkeiten: Gemüseeinkauf für zehn Euro

Ich bekam vorhin, als ich meine spätnachmittäglichen Runden im traurig-trüb kalten Licht des November drehte, einen Rappel: Gemüse will ich kaufen, kochen, essen! Gesagt, getan. Zehn Euro hatte ich einstecken, und der kleine, von einem superfleißigen albanischen Paar betriebene Gemüseladen würde sicher auch am Samstag nachmittag offen haben.

So war es. Dreißig Cents blieb ich schuldig. Ich trug meinen Einkauf nach Haus und hinaus auf den Balkon und fotografierte ihn für euch und mich. Hinter den Pinien vergoldete sich der Abendhimmel.

Was gibt es hier zu sehen?

ein Blumentopf mit Minze, ein Bund junge Zwiebeln, ein Bündel Dill,  einen großen dicken Salatkopf, eine Sellerieknolle mit Grün, drei Kartoffeln, Brokkoli in Stücken, zwei dicke Karotten, eine grüne Paprika, eine Schachtel mit Granatapfelkernen. Brokkoli und Granatapfelkerne hatte die Ehefrau schon vorbereitet, bedient hat mich ihr Mann.

Natürlich brauchte ich nur einen Teil davon für mein Gemüseessen, das ich in Windeseile zubereitete, mit Salz, Pfeffer, Zitrone, Knoplauchzehe und Olivenöl anmachte und gierig verschlang. So fühle ich mich für den auch hier nun ungemütlichen November gewappnet.

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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13 Responses to Tagebuch der Lustbarkeiten: Gemüseeinkauf für zehn Euro

  1. Avatar von wildgans wildgans sagt:

    Du hast viel bekommen für dein Geld!

    Liebe Grüße von Sonja

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  2. Avatar von Peter Klopp Peter Klopp sagt:

    Auch bei uns Kanada, wo um diese Jahreszeit fast alles Gemüse importiert werden muss, würden 10 Euro nicht ausreichen.

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  3. Oh wie herrlich: daß sich hinter den Pinien der Abendhimmel zugleich so wunderschön vergoldete! So liegt ja der Segen des Himmels auf diesem Einkauf und wohl auch auf dem albanischen Gemüseverkäufer und auch auf Deinen Speisen! Möge es Dir gut schmecken und bekommen!
    Das Grau des Novemberhimmels hatte sich in Gold verwandelt, das ist wohl das Schönste dabei.🙏❤️🍀

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  4. Preise sind immer noch manchmal unterschiedlich.
    Bei einem Freund habe ich etwa Most gekauft, für 2 Euro je Flasche.
    Aber die kleinen Preise werden generell weniger.
    Bei der bpb kaufe ich gelegentlich ein Buch für 4,50 Euro.
    Vegane Kost wird oft billiger abgegeben, da sind die Kunden noch nicht so scharf drauf.

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  5. Avatar von sonnenspirit sonnenspirit sagt:

    am samstagnachmittag gibt es hier auch den halben Preis für frische Ware, auf dem Markt wohl auch. Wit bekommen manches geschenkt, dann aber große Mengen sofort verarbeitbar- von mir- und neuerdings kann ich sogar einfrieren!

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  6. *lach*, Gier auf Gemüse…, liebe Gerda. Da schrie Dein Körper wohl nach Vitaminen und es hat geklappt! Du hast alles bekommen, was Dein Herz begehrte! Huchhu

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  7. Avatar von Johanna Johanna sagt:

    Erstaunlich viel für €10 😅

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