Zu einer neuen Zeichnung reichte heute die Zeit nicht. Daher setzte ich mich hin, die gestrige Zeichnung zu überarbeiten. Dabei machte ich für mich wichtige Schritte. Ich fand meine persönliche Linie wieder, die mir bei der „akademischen“ Zeichnerei ziemlich abhanden gekommen war.
Als erstes korrigierte und verdichtete ich die gestrige Zeichnung (keine digitale Nachhilfe!)
vorher nachher
Dann entschloss ich mich, der Göttin Hygeia ihr Gesicht zu geben. Solche kleinformatigen Portraits mit dicker Kohle zu zeichnen, ist eine ziemliche Fummelarbeit.
Schlecht ist das Portrait nicht geworden, aber mir fehlte darin Entschlossenheit oder meinetwegen auch liebevolle Zuwendung – irgendwas anderes eben als nur dies Vor-sich-hin-Gucken. Also löschte ich das Gesicht mit einem Lappen aus, löschte auch das Gesicht des Jünglings aus. Und überzeichnete mit frischer Energie den Kopf der Hygeia, suchend, forschend, hemmungslos. Das tat mir richtig gut, auch wenn das Ergebnis zu wünschen übrig lässt. Es war nach der braven Fummelei ein Mich-frei-Zeichnen. Beim Jüngling trug ich nur eine leichte Gesichtszeichnung ein.
vorher nachher




*Es war nach der braven Fummelei ein Mich-frei-Zeichnen*
Nur so ist es richtig, liebe Gerda!
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Danke dir!
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