Reif sind sie noch nicht, und weder Rosen noch ein See begleiten sie …
Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See …
(Hölderlin, Hälfte des Lebens)
Es ist ein knochentrockener wilder Birnbaum, der an der Landstraße steht. Die Früchte, die er hervorbringt, sind ziemlich holzig. Jedesmal, wenn ich vorbeikomme, prüfe ich, ob sie schon essbar sind. Denn kaum ist es so weit, sind sie auch schon weg. Der Pächter eines Stücks Land, auf dem er Schafe und Ziegen bis zur Schlachtreife heranzieht, holt sie sich als Futter. Also muss ich aufpassen, wenn ich ein paar Birnen erwischen will.


Ich drücke dir die Daumen, dass du den richtigen Zeitpunkt erwischt. Bei mir zu Hause hat der heftigste Hagel seit Jahren allen Obstbäumen das Garaus gemacht. Der eine oder andere übersteht es vielleicht, aber unser alter Birnbaum an der Hauswand hat es leider nicht überlebt. Um den tut es mir besonders leid, weil dort meine Großmutter besonders gern saß. Wir werden einen neuen Pflanzen, aber es wird viele Jahre dauern, bis der so zum Haus gehört wie der alte.
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o, Mitzi, das ist sehr schmerzhaft! Wie traurig! Birnbäume haben etwas ganz besonders Liebevolles an sich: trocken, süß und etwas überempfindlich wie ihre Früchte. Und nun auch noch der Baum der Oma… Ja, pflanzt einen Neuen, und möge er euch gut gedeihen! Wenn ihr dann eines Tages seine Früchte esst, werden sie nach süßer Erinnerung schmecken.
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Danke Gerda. Der letzte Satz ist schön und ich bin sicher, dass er stimmt. Liebe Grüße
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Ich mag Birnen auch sehr. Sie sind kostbar und leicht verträglich, verträglicher als Äpfel noch. Auch ihre Form gefällt mir sehr, erinnern sie mich doch immer an weibliche Formen *schmunzel*
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Kanzler Kohl hieß wegen seiner Körperform Birne. 🙂 Aber ich gebe dir recht, es ist eine sehr weibliche Form, drum heißt es wohl auch „die Birne“.
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Kohl, der im übrigen hier in der Region wohnte, wurde Birne genannt? Das hab ich nie gehört, Gerda 🙂
Ich weiß von Darmkrebskranken, die kaum noch normale Kost vertrugen, daß sie mit Birnenkompott keine Probleme hatten. (deshalb schrieb ich auch *kostbar*)
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Ach, tatsächlich, und ich kriegte es nicht mit *lach*
Danke, Gerda!
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„Für die größte Aufregung aber sorgte eine sehr frühe Karikatur des Franzosen Jean Mulatier. Unmittelbar vor der Bundestagswahl 1976, bei der Kohl Bundeskanzler Schmidt herausforderte, zeichnete Mulatier für den SPIEGEL Kohls Kopf in der Form einer prächtigen Birne. Damit war ein später fast schon ikonisches Motiv geschaffen, das den CDU-Politiker zeitlebens verfolgen sollte. Kohl war, besonders in der Satirezeitschrift „Titanic“, irgendwann nur noch „Birne“. Selbst wer sich überhaupt nicht für Politik interessierte, verstand das.“ (Spiegel 2017, Geschichte).
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So etwas Schönes und kostbares und in solcher Fülle. Daß Schafe die auch gern mögen, ist verständlich.
(Daß sie dann bald geschlachtet werden, ahnen sie zum Glück nicht.)
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Sie haben ein gutes Leben auf dem großen Feld. Solange das Leben eben geht.
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Deine Fotos aber anzuschauen, ist eine Lust. Da möchte man gern auch gleich mit pflücken helfen.
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Ich bin froh, wenn ich ein paar davon rechtzeitig erwische. 🙂
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