Ich gebe zu bedenken …

Dies ist die offizielle Covid19-Sterbekurve in Schweden. Bekanntlich hat man in Schweden weitgehend auf einschränkende Maßnahmen verzichtet, weswegen die „Experten“ ein exponentieles Wachstum prognostizierten. Das ist aber nicht eingetroffen, im Gegenteil. Die Kurve hat Mitte April ihren Höhepunkkt erreicht und sinkt seither kontinuierlich ab. Sie zeigt damit eine Entwicklung, die man auch bei Grippe-Epidemien beobachten kann.

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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65 Antworten zu Ich gebe zu bedenken …

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Danke, Gerda! Das ist wirklich eine gute Aufklärung! Wer aber erfährt davon? Nun, wir werden uns erst einmal, soweit nötig, an die Regeln halten.

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  2. mmandarin schreibt:

    Danke liebe Gerda für die Info. Mögen unsere Verantwortlichen dies auch zur Kenntnis nehmen und ihre Entscheidungen dahingehend korrigieren.
    Liebe Grüße

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  3. kormoranflug schreibt:

    Glückliche Schweden.

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  4. elsbeth weymann schreibt:

    KLAR ! wäre mir das schwedische Modell lieber !!!
    Aber, dann kommt so eine Nachricht ?! (s.u.)
    Immerhin von einem Arzt, der dort lebt und arbeitet und aus konkreter Anschauung, Erfahrung und Verantwortung spricht….Von Bill Gates, BigPharma oderoder gekauft ???? Es ist wie in dem ganzen Nachrichten-Chaos zu Corona—permanent Nachrichten, Meinungen, Einschätzungen, Statistiken ,Zahlen die sich KRASS widersprechen. Vor allem die Experten …

    Trotzdem– sehr herzliche Grüße nach Hellas.
    Auch mir ist der Mai der liebste aller Monate !
    Elsbeth

    Bei Markus Lanz:
    https://www.morgenpost.de/kultur/tv/article228968057/Markus-Lanz-Arzt-Schweden-Schock-Aussage-ZDF-Moderator-Pandemie-Corona.html
    Per Video aus Lappland zugeschaltet, erklärte der deutsche Arzt Thomas Schimke da gerade, welche Auswirkungen Schwedens Sonderweg bei der Pandemie-Bekämpfung hat. Alle Schulen, Restaurants, Geschäfte blieben bislang offen. Aber bei der Behandlung der Corona-Erkrankten werden „die über 80-Jährigen faktisch aussortiert“.

    Der Schocksatz saß. Auch die drei anderen Gäste, die Mittwochnacht im angemessenen Abstand im Studio von „Markus Lanz“ Platz genommen hatten – die Gastronomin Angela Inselkammer, der Virologe Gérard Krause und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller – mussten hart schlucken
    Sollte das heißen, hakte Markus Lanz ungläubig nach, „dass sie gar nicht mehr beatmet werden?“ Richtig. Das sei der Preis für die Freizügigkeit, mit der die Schweden ihr öffentliches Leben nahezu normal weiterleben könnten. Wenn auch seit Ostern mit sichtbar mehr Abstand zueinander und langen Schlangen vor den Läden.

    ___________________________________

    Thomas Schimke, vor mehr als zwölf Jahren mit seiner Familie aus dem Ruhrgebiet nach Nordschweden ausgewandert, ist Chefarzt im Gesundheitszentrum von Pajala. Und als solcher auch zuständig für vier Altenheime mit etwa 100 Patienten.

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Elsbeth, das Nicht-Beatmen ist vielleicht die bessere Lösung, denn die Beatmung ist – so las ich meinerseits in etlichen ärztlichen Beiträgen – für die Betroffenen schmerzhaft, führt zu gravierenden Schäden und ist bei Schwererkrankten sehr alten Menschen daher nicht angezeigt. Die Beatmungsmaschinen werden vor allem zum Schutz des Personals frühzeitig eingesetzt, da dann die Atmungsluft in geschlossenem Kreislauf verbleibt und keine Ansteckungsgefahr besteht.
      Über den Einsatz von Beatmungsmaschinen gibt es, wie für als andere auch, unterschiedliche medizinische Ansichten. Die werden bei Lanz offenbar nicht erörtert, Viemehr wird in diesem Bericht (ob bei Lanz auch so, kann ich nicht wissen) mit Wörtern wie „aussortiert“, „der Preis für die Freizügigkeit“, „der Schocksatz saß“ ein finsteres, fast nazi-verbrecherisches Klima erzeugt. Warum fragt man nicht schwedische Mediziner nach den Gründen – sofern die Aussage überhaupt zutrifft?? Du siehst mich sehr misstrauisch reagieren, liebe Elsbeth. Worauf es ankommt, ist ja am Ende die Sterbestatistik, und die habe ich oben abgebildet, sie ist offiziell, bei Wikipedia einzusehen.

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  5. aquasdemarco schreibt:

    Wie viele Menschen sind den gestorben?

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    • gkazakou schreibt:

      Alle Zahlen gibt es im Netz. Bestätigte Todesfälle: 2.586, davon ca 8000 im Gebiet Stockholm, der Rest übers Land verteilt. Bei etwas über 10 Mio Einwohnern.
      Das sind weit mehr als bei uns in Griechenand mit einer in etwa gleich großen Bevölkung, mit strikten Auflagen, einem schlechteren Gesundheitssystem, und nur 138 Toten. Insofern kann man durchaus sagen, dass die Maßnahmen bisher geholfen haben, die Zahl der Menschen, die an Covid sterben, zu begrenzen. Es sei denn es gibt noch andere Variablen, wie zB die Witterung, die Konzentration der Alten in Heimen, die Familienstrukturen,.. Die Länder SIND JA NICHT EINS ZU EINS VERGLEICHBAR. Drum schrieb ich auch „ich gebe zu bedenken“.

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  6. aquasdemarco schreibt:

    Ist halt die Frage welchen Weg, welche Ethik und Moral man anwendet.
    Die Zahlen in Deutschland sehen bei 80 Millionen Menschen, in einem dicht besiedelten Land, im Vergleich zu Nachbarländern mit dichter Besiedlung gut aus.
    Schweden ist weniger dich besiedelt, man könnte es mit Norwegen, Finnland, Island vergleichen.
    Ich bin der Meinung die Maßnahmen in Deutschland haben schlimmeres Verhindert.
    Gegen ein Argumentation, dieser Virus sei wie eine normale Grippe, ist es für mich persönlich sinnlos zu argumentieren.

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    • gkazakou schreibt:

      ich bin ganz bei dir, wenn du danach fragst, welche Ethik und Moral angewendet wird. ich bin nicht bei dir, wenn du einem Land und seinen Politikern mehr Ethik unterstellst als einem anderen. Und auch nicht, wenn du unterstellst, dass eine Strategie ethisch besser begründet werden kann als eine andere. Wenn es darum geht, Verzicht zu leisten, um anderen das Leben zu erhalten, bin ich persönlich dafür. Ich, als alter Mensch, will gerne mit der Drohung leben, dass ich wegen der Seuche auf den Rest meiner Tage verzichten muss, wenn ich damit Kindern und ihren Eltern helfe, die jetzt mit der Bedrohung durch extreme Armut leben müssen.
      Kurzum. ich gehöre wegen meines Alters (78) zur sog. „Risikogruppe“ und wünsche nicht, dass andere Menschen meinetwegen leiden müssen. ich wünsche auch nicht eingesperrt zu werden. Ich kann mich selbst schützen.

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  7. aquasdemarco schreibt:

    Herrn Schäuble, Herrn Palmer und möglicherweise auch der Idee mancher Schweden mag ich widersprechen, Kapitalismus vor Menschenleben zu setzen ist für mich nicht vertretbar, ob in der Flüchtlingsfrage, bei einer Epidemie, etc.
    Anmerkend, Herr Schäuble hat diese These etwas verklausuliert aufgestellt, als Denkansatz.

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    • gkazakou schreibt:

      Lieber Aquasdemarco, danke für deine vielseitige Antwort auf meine Bedenken. Bitte missverstehe mich nicht: selbstverständlich verteidige ich nicht „den Kapitalismus“ gegen die „Mitmenschlichkeit“. ich verteidige die Freiheit und Selbstverantwortlichkkeit des Menschen gegen die Bevormundung durch Staatsorgane. Auch die Schweden haben an die Selbstverantwortlichkeit appeliert. Und natürlich gibt es Menschen, die sich nicht selbstverantwortlich verhalten. Das war und ist so. Deshalb darf aber der Grundsatz der Selbstverantwortlichkeit nicht durch Staatshandeln außer Kraft gesetzt werden. Sonst werde ich zum Untertan, und mein Wohlverhalten ist nichts als Gehorsam und Angst vor Strafe. Dafür eigne ich mich nicht. Ich ziehe es vor, meine eigenen Entscheidungen im sozialen Kontext zu treffen. und dazu gehört u.a., dass ich andere Menschen nicht gefährden möchte, dass ich auch selbst gesund bleibe und keinem überlasteten Krankenhauspersonal meine Präsenz zumuten möchte. Das ist meine „ethische Position“

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    • gkazakou schreibt:

      Du hast recht, lieber Aquasdemarco, dass online-Diskussionen oft zu Missverständnissen führen, und ich freu mich, dass du nichts unterstelleen willst. . Ich bezog mich auf deinen Satz „möglicherweise auch der Idee mancher Schweden…, Kapitalismus vor Menschenleben zu setzen ist“. Es wäre auch ein Missverständnis, dass ich Schweden nun zum demokratischen Musterländle erklären wollte. Nein, auch Schweden geht den Weg der Überwachung, Bevormundung, hat sich womöglich fragwürdiger Selektions-Mechanismen bedient (darin hat es Tradition, siehe frühere Sterilisierungsprogramme). Aber was an Schweden besonders ist, in dieser heutigen Situation: die Regierung arbeitet nicht mit Angstmache und ZWANG, sondern appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen. Und zweitens: die Zahlen sind in Schweden nicht schlimmer als zB in Fankreich, das ein echtes Polizeiregime aufgezogen hat. In Schweden senkt sich die Kurve der NEUEN TOTEN und geht gegen Null. In Frankreich (Gesamtzahl der Toten 24 376 bei 67 Mio Einwohnern) senkt sich die Kurve der NEUEN TOTEN auch, aber viel geringer, Das führt mich zu der Hypothese, dass egal was JETZT für ein Regime eingeführt oder aufrechterhalten wird, das Ergebnis sich angleicht: die Seuche entwickelt sich, auch wenn sie nicht rigoros bekämpft wird, NICHT „EXPONENTIELL“; SONDERN KLINGT AB.

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      • aquasdemarco schreibt:

        Ich denke bei all den Daten und Infos darf man sehr genau schauen, welche Zählweise wird genutzt, siehe England, wo Todesfälle in Heimen erst jetzt mitgezählt werden. Ich hebe keinen Schimmer, wie in Schweden gezählt wird, oder in anderen Ländern. Ich bin manchmal verwundert das hier der egierung unterstellt wird, die Situation auszunutzen. In Deutschland den schwedischen Weg zu gehen hätte möglicherweise zu Situationen, wie in schwerer betroffenen Ländern geführt. Die Situation ist für alle neu und ich emfinde die getroffenen Maßnahmen als logisch und angemessen, was sich auch in der Wirkung deutlich zeigt. auch die so genannten Lockerungen sind angemessen, allerdings war der Ton einiger Politiker nicht zwingend förderlich für weitere Einhaltung der noch bestehenden Maßnahmen.
        Ich denke einzelne Länder zu vergleichen macht keinen Sinn, zu viele Faktoren sind unterschiedlich, ich kann auf Grund mangelder Informationen die französischen Maßnahmen nicht beurteilen, Polizeiregime ist ein harter Begriff aus Diktaturen.
        ich denke es kommt auch darauf an, wer sich wie wo angesteckt hat, welche Gruppe etc., wie schon gesagt, es sind einfach zu viele Faktoren die eine Rolle spielen. Einem Land eine herausragende Rolle zu unterstellen, könnte ich nicht. Taiwan hat mit sehr strengen Maßnahmen reagiert und steht wohl am besten da, was die Zahlen angeht.
        Ich darf für mich behaupten, das mir von der offiziellen Seite hier in Deutschland keine Angst gemacht wurde, ich fand die Infos, Erklärungen angemessen und einleuchtend, bisher. Ich hab auch verstanden warum die Maskenpflicht erst jetzt kam, mit den Lockerungen, weil es einfach zu wenig gab. Noch gestern wurden bei der Wuppertaler Tafel ein paar Tausend gestohlen, die verteilt werden sollten. Hier in den Krankenhäusern gab es auch Diebstähle.
        In Zukunft dürfte man besser vorbereitet sein, auch in der Heimatstadt.
        Ich denke für die Politik ist es nicht einfach abzuwägen, zwischen Lockerunen und Maßnahmen, gedankt wird der Politik selten.
        Am Ende wird möglicherweise der Vorwurf stehen falsch reagiert zu haben, in welchem Land auch immer.

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  8. aquasdemarco schreibt:

    Die Zahlen, die ich gefunden habe sind nicht identisch!

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  9. aquasdemarco schreibt:

    Sorry für Schreibfehler da vi smartes Phone

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  10. kowkla123 schreibt:

    liebe Gerda, lasse es dir auch Heute mal wieder richtig gut gehen, Klaus

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    • gkazakou schreibt:

      Ja,selbstverständlich wird auch die schwedische Wirtschaft hart getroffen. ZB Volvo will Stellen abbauen. Angesichts der internationalen und sogar gobalen wirtschaftlichen Verflochtenheit kann kein Land allein seine Wirtschaft aufrecht erhalten. Hier in Griechenland ist es die „Schwerindustrie“Tourismus, die zum Erliegen gekommen ist, auch wenn es hier kaum Covid-Fälle gibt.

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    • gkazakou schreibt:

      Ich habe jetzt den ganzen Artikel gelesen. er enthält teilweise sehr widersprüchliche Impulse. welcher hat dich daran besonders interessiert, so dass du ihn verlinkt hast?

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  11. Ulli schreibt:

    Ich staune Gerda, dass du Wikipedia als Grundlage für dich nimmst. Du weisst, dass da jedeR etwas schreiben kann, welchen Zweck sie/er auch immer noch verfolgt?
    Nun sehe ich wieder eine Statistik mehr – was soll das bringen? Wie Aquasdemarco schreibt, Schweden mit Griechenland oder Spanien mit Deutschland zu vergleichen bringt gar nichts! Jedes Land hat eigene Bedingungen.
    Ich lese seit Wochen vollkommen widersprüchliche Aussagen von ViruologInnen und WissenschaftlerInnen, es gibt keine klaren Bilder, keine Zahlen, die wirklich glaubhaft wären, weil sie immer der Spiegel sind von denen, die sie einstellen und welcher Idee sie folgen.

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  12. gkazakou schreibt:

    Im Prinzip gebe ich dir recht, Ulli. Mit Statistiken kann man alles beweisen. Hier handelt es sich freilich um eine offizielle Sterbestatistik, die von schwedischen amtlichen Stellen stammt, und von Wiki nur übernommen wurde. Wenngleich natürlich nach wie vor unklar ist, wie die Sterbefälle klassifiziert werden (ob „mit“ oder „an“ Covid gestorben), zeigt der der Verlauf der Kurve doch unverkennbar eine Entwicklung an – da gibt es nichts zu deuteln. Ich weiß nicht, was du dagegen einzuwenden hast. Dass „jeder behaupten kann was er will“ ist so nicht richtig.

    Was sieht man? Man sieht, dass es in Schweden eine ziemlich starke Zunahme von Sterbefällen pro Tag gab, und man sieht, dass es nach ein paar Zacken eine deutliche Abnahme von Sterbefällen pro Tag gibt. Auf keinen Fall gibt es keine exponentielle Zunahme, wie es u.a. nach den Modellen zB des Berliner RKI angenommen worden war. Das ist unbestreitbar und wir auch nirgends bestritten.
    Das Hauptargument für die Maßnahmen war die Verlangsamung der Infektionen: die sei notwendig, damit das Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. Gleichzeitig wurde in Deutschland und anderswo prognostiziert, dass es deshalb wahrscheinlich nicht insgesamt weniger Tote geben werde. Sie würden sich nur anders verteilen. Wirklich zu Ende sei die Epidemie erst vermutlich in zwei Jahren, wenn 60% oder 80% der Bewohner infiziert worden seien bzw ein Impfstoff für alle bereitstehe. Das ist das ganze Plan: Weniger Infektionen pro Tag, dafür über einen längeren Zeitraum.
    Der zuständige schwedische Virologe hat angeregt, sich am Ende des Jahres wieder zu unterhalten. Dann sehe man, wie die Gesamtsterblichkeit in jedem Land sei. Ich halte das für einen vernünftigen Vorschlag. Denn dann würde die Variable, ob der Anstieg langsam oder schnell vonstatten ging, keine Rolle mehr spielen

    ich verstehe, dass du keine Lust mehr auf Zahlen hast – wer hat schon Lust? aber es ist auch falsch, deshalb das Kind mit dem Bade auszuschütten und zu sagen, dass alles unglaubwürdig sei. denn das führt zu einem blinden Hinterhertrotten hinter dem, was die Obrigkeit verhängt.

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  13. Ulli schreibt:

    Wie kommst du darauf zu behaupten, ich hätte keine Lust auf Zahlen? Ich habe große Lust auf Zahlen und zwar wahre. Solche, die benennen wieviele Menschen tatsächlich AN dem Virus gestorben sind und nicht mit oder aufgrund von falschen Behandlungen, um nur zwei Möglichkeiten zu nennen, wie ich richtige und falsche Zahlen unterscheide.
    Mir dann als Fazit meiner Zweifel und Bedenken Obrigkeitshoerigkeit zu unterstellen, geht mir absolut zu weit.
    Ich stelle vermehrt fest, dass eine wirkliche Diskussion gerade nicht zwischen uns möglich ist.
    So sei es, du hast Recht und ich ziehe mich jetzt mal für eine Weile zurück. Ich bin nicht auf der Welt, um alle deine Behauptungen und Statements abzunicken.
    Empörte Grüße. Ulli

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  14. kopfundgestalt schreibt:

    Besser wäre es gewesen, einzig deine Freiheitsliebe zu betonen ohne solche Zahlen und Statistiken dafür in die Waagschale zu werfen. Ich las aktuell ganz andere Zahlen, aber werde diese hier und jetzt nicht anführen.
    Das würde keinen Sinn machen.

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    • gkazakou schreibt:

      Die Absicht meines Beitrags war, die schwedische Alternative „zu bedenken zu geben“. Wie die Überschrift besagt.

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    • gkazakou schreibt:

      Ja. Aber was dieser Weg bisher für Ergebnisse hatte, das ist umstritten. Ich für meinen Teil wusste es nicht, suchte nach Zahlen und fand diese aussagekräftig genug, um sie „zu bedenken zu geben“..
      Ich frage mich inzwischen, warum mein Post so viel Widerspruch (Widerstand?) auslöst. Vielleicht, weil damit der Sinn der im eigenen Land verhängten größeren Einschränkungen in Frage gestellt wird? Wünscht man den Schweden insgeheim, dass noch viele viele Menschen sterben, damit sie endlich begreifen, dass sie nicht aus der Reihe tanzen dürfen?
      Das sind so Fragen….

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      • kopfundgestalt schreibt:

        Jetzt gehst Du zu weit…
        So kann man nicht argumentieren.

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      • gkazakou schreibt:

        na schön. Einigen wir uns darauf, dass wir den Schweden von Herzen wünschen, dass ihre freilassende Strategie erfolgreich ist, und dass, wenn sie erfolgreich ist, die übrigen Staaten daraus lernen mögen. Denn das nächste Virus kommt bestimmt.

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      • rotewelt schreibt:

        Jeder, der derzeit irgendetwas schreibt, was mit dem Merkelschen alternativlosen Weg nicht übereinstimmt, wer Fragen stellt oder sogar wagt, infragezustellen, muss mit heftigem Widerstand rechnen. Du hast noch nicht einmal dezidiert deine Meinung im Post geäußert, sondern lediglich zu „bedenken gegeben“ und ein Diagram gezeigt – das sogleich angezweifelt wird. Alles hat sich mit dem Virus geändert, Meinungsvielfalt ist unerwünscht und der Ton ist sehr rau geworden, ich spüre derzeit viel Aggression. Auch so ein Kollateralschaden.

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      • www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

        nein, nein, Gerda, das wünscht keiner den Schweden und so denkt auch keiner von uns. Ich verstehe ihren Weg gut, aber ich denke, unserer hier ist anders, doch auch wohl durchdacht und man wird sehen, welches der *bessere? richtigere?* Weg war.
        Jedes Land versucht das Beste für seine Bürger und hofft, das Richtige zu tun.

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    • gkazakou schreibt:

      Da hast du freilich recht, Ute, und auch ich bin manchmal voll Aggression. Diese ganze Situation geht eben an sehr tiefe seelische Schichten, ans „Eingemachte“. Bei mir ist der Abscheu vor Bevormundung virulent geworden, selbst wenn ich die Notwendigkeit von Regeln theoretisch einsehe. Ich fühle mich in meiner Menschenwürde in Frage gestellt, sobald jemand daher kommt, der mir sagt, was ich denken und tun soll. Das war bei mir immer schon so, als Kind, als Schülerin, als Studentin, und jetzt sind all die alten Konflikte mit der „Obrigkeit“, die sich anmaßt, mir Vorschriften zu machen, an die Oberfläche gekommen. Da werde auch ich manchmal ungerecht und schieße übers Ziel hinaus. Bei anderen sind es andere frühe Konflikte, die in einer Extremsituation zum Vorschein kommen. Man „regrediert“, wie die Psychologen sagen. Weshab manche ihr Heil im Kauf von Klopapier suchen (anale Charaktere), andere in der Maske (orale Charaktere). andere werden depressiv, andere freuen sich, dass es nun alle erwischt…..

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      • kopfundgestalt schreibt:

        Du schriebst nicht an Ute, sondern an mich!

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      • kopfundgestalt schreibt:

        Auch für mich gilt:
        Ich fühle mich in meiner Menschenwürde in Frage gestellt, sobald jemand daher kommt, der mir sagt, was ich denken soll.

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      • gkazakou schreibt:

        Lieber Gerhard, es ist manchmal nicht ganz einfach, den Kommentarstrang eindeutig zu halten. Der Kommentar ging an Ute, wie ich ja auch in der Anrede schreibe, und er steht unter Utes Kommentar. Ute hat das auch richtig verstanden. – Hast du dich angesprochen gefühlt?

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      • kopfundgestalt schreibt:

        Ich bekam eine Nachricht an mich in der rechten Spalte, liebe Gerda.
        Ute hat dann vermutlich ohnehin nochmal nachgeschaut auf Deiner Seite!

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      • gkazakou schreibt:

        Ich habe offenbar ein anderes setting bei den Kommentaren, Gerhard. Bei mir gibt es kein links und rechts, sondern die Möglichkeit zu dreistufigem Kommentieren. Da steht alles untereinander, unterschiedlich eingerückt, und ich gehe zum Kommentieren zum letzten Kommentar, bei dem die Möglichkeit zum „Antworten“ gegeben ist. Die Alternative, die ich gerade jetzt benutze, ist, dass ich zu „comments“ gehe. Da kann ich dann direkt auf deinen letzten Kommentar antworten und bin sicher, dass er auch richtig platziert wird.

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      • kopfundgestalt schreibt:

        Weiss ich nicht. WP hat mir einen Kommentar „an Ute“ an mich gemeldet.
        Vielleicht kommt da WP durcheinander, ist ja möglich.

        Wir alle wissen NICHT, aus welchem gefühlsmässigen Background, aus welcher Lebenssitutaion heraus, aus welcher Bewanderung heraus wir schreiben.

        Es kann jemand über Musik schreiben und hört selbst fast keine Musik. Es kann sein, daß jemand nur ganz wenige Sparten „kennt“. Es kann sein, daß jemand Berufsmusiker ist und Musiklehrer auch. Und dennoch keine Berührung mit Techno, experimenteller Musik ect besitzt.
        Und all diese Leute schreiben und diskutieren über Musik. Und werfen dem anderen dies und jenes vor: Er wisse nichts, er sei indoktriniert, höre gar nicht wirklich der Musik zu. Und so weiter und so fort.

        Ich habe die weiteren Kommentare gelesen und werde darauf nicht antworten.
        Gewöhnlich schreibe ich nicht zu politischen und gesellschaftlichen Fragen, aber nicht aus Gründen, die andere vielleicht vermuten können.
        Ich gehe seit mehr als 7 Wochen fast nur mit einem Thema von morgens bis abends schwanger, ausser den Insekten und der Keramik und wer weiss was noch.

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      • gkazakou schreibt:

        Lieber Gerhard, du musst ja nicht kommentieren, wenn du es nicht magst. Mir reicht es, wenn du meine Motivation („gefühlsmäßigen background“) verstehst, warum die die Statistik eingestellt habe. Und wenn du es nicht verstehst, dann eben respektierst. Im übrigen freue ich mich an den Ergebnissen deiner gegenwärtigen Prioritäten Keramik und Insektenfotos. Liebe Grüße

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      • rotewelt schreibt:

        Selbst hatte ich letzte Woche meine wütende Phase, gerade geht es wieder, aber das alles geht wirklich ans Eingemachte und es geht mir ähnlich wie dir. Aber Depri- bzw. weinerliche Phasen hatte ich auch schon – alles dabei.

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  15. nandalya schreibt:

    Zitat: „Ich frage mich inzwischen, warum mein Post so viel Widerspruch (Widerstand?) auslöst. Vielleicht, weil damit der Sinn der im eigenen Land verhängten größeren Einschränkungen in Frage gestellt wird?“

    Du hast die Komfortzone des deutschen Untertans gestört. Das muss natürlich sofort bestraft werden! Meldung ans Ministeriums für Corona-Fragen folgt.

    Die Gehässigkeit von Menschen, die mit erhobenem Zeigefinger und Schaum vorm Mund nach Schweden blicken, ist unerträglich. Wir sind in Schweden. Auch hier wird diskutiert. Meiner Meinung nach haben die Schweden alles richtig gemacht. Aber 80 Millionen deutsche „Experten“ wissen das natürlich besser.

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    • gkazakou schreibt:

      ich freue mich zu hören, dass es euch gut geht, Nandalya. Und dass man auch dort diskutiert. Ich hoffe aus ganzem Herzen, dass der schwedische Weg Erfolg hat. Deine Meinung über den deutschen Untertan finde ich freiich sehr überspitzt. Es tut sich doch sehr viel, und auch in diesem Kommentarstrang wird diskutiert und nicht diffamiert. Vielleicht magst du dich auch dran halten? Das würde deiner Antwort mehr Gewicht geben. Liebe Grüße!

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      • nandalya schreibt:

        Provokationen erzeugen stets Reaktionen. Damit fahre ich recht gut. Böse ist anders, du kennst doch meinen Sarkasmus.

        Was die meisten vergessen, so freizügig wie deutsche Medien gern berichten, ist das Leben in Schweden nicht. Die Regierung hat durchaus für die Risikogruppe gesorgt. Ich habe das Gefühl, dass in Schweden der alte Wikinger-Geist wenigstens noch zum Teil existiert. Denk mal daran zurück, wie man zur Zeit der Wikinger mit dem Tod umgegangen ist. In Asien ist das nicht anders.

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Nandalya, ich weiß wie du denkst. Und ich bin überhaupt nicht gegen deinen oft provokativen Stil, zumal er gespickt mit Informationen und alles andere als naiv ist. Aber nicht alle wissen es, die hier lesen, und sie könnten sich verletzt fühlen, weil sie in den falschen Topf geworfen werden. Das möchte ich nicht. Liebe Grüße!

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      • nandalya schreibt:

        Gut! Dann an alle die das lesen: Ich greife niemand persönlich an. Ich achte jede Meinung, aber habe auch meine eigene.

        „Naive“ Grüße aus Linköping und bis bald 😉

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  16. elsbeth weymann schreibt:

    Liebe Gerda, dass du diese Corona-Debatte mit “ ich gebe zu bedenken“ angestoßen hast, finde ich absolut richtig. Dass da kontrovers diskutiert wird, wen wundert es? Wie wir alle jetzt informiere ich mich dauernd– rundum– und höre bewusst SEHR verschiedene Meinungen, Ideen, Einschätzungen, Theorien. So stieß ich auf diesen Artikel( s.u.) Wichtig waren für mich seine Erläuterungen zum jetzigen Covid 19-Testverfahren , das Thema „Virus“ nicht NUR als zu bekriegender Feind, sondern auch nachweislich als Evolutionsfaktor –und die Wechselwirkungen : zwischen geschwächtem Immunsystem (des einzelnen und der Gesellschaft— Umwelt, Naturzerstörung) und der Ausbreitung des Virus –mit Beispielen und Zahlen, Quellenangaben.
    Ansonsten :wiederum EINE Stimme im Riesenkonzert und: mal wieder–zu lang !
    Dennoch lesenswert.
    Herzlich !
    Elsbeth

    Die Angstepidemie ist viel ansteckender als das Virus.
    Wenn eine Gruppe von 100 Menschen einem Virus ausgesetzt ist und danach 20 erkranken, dann dürfen wir ja nicht bei dem reinen Ansteckungsgedanken (Exposition) stehenbleiben, sondern müssen uns auch fragen, warum 80 nicht erkrankt sind (Disposition und Konstitution). Das ist modernes, salutogenetisches Denken, welches für die Zukunft weit tragfähigere Konzepte liefert als eine mediale Angst-Propaganda.
    Wann lässt nun unsere Immunität nach? Das ist nicht nur im Alter. Die Psychoneuroimmunologie hat es in den letzten zwei Jahrzehnten ganz deutlich ans Licht gebracht:
    »Angst ist mit Abstand das stärkste Gefühl, das über die Aktivierung neuronaler Netzwerke des limbischen Systems, speziell der Amygdala, die im Hirnstamm angelegten Regelsysteme für die integrative Steuerung körperlicher Reaktionen
    und damit der Selbstheilungskräfte des Organismus zu stören vermag.« G. Hüther[32]

    https://mail.google.com/mail/u/0/#inbox/FMfcgxwHNCwJNFkfqhvLsCpcKdjjTxfq

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Elsbeth, hab herzlichen Dank für deinen bedenkenswerten, harmonischen Zutrag zur Covid-Kakophonie. Salutogenetische Gesichtspunkte werden meines Erachtens in der Debatte kaum berührt – und das ist sehr bedauerlich. Denn dahinter steht ein ganz anderes Weltbild als hinter dem Warten auf die Zauberwirkung der Iimpfung. Es ist das gerade so deutlich sich artikulierende Welt- und Menschenbild der Pharma-Industrie, dem ich Freiheit und Selbstverantwortlichkeit entgegen setzten möchte. Vielleicht habe ich das im Eifer des Argumentierens nicht deutlich genug gemacht. Drum ist dein Beitrag so wichtig.

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