Politische Propaganda im Visier: Die Macht um Acht

Dies Blog ist mein künstlerisches Tagebuch. Deshalb (und weil ich die politischen Diskussionen in Kommentarsträngen fürchte) nehme ich kaum zu politischen Entwicklungen Stellung. Das bedeutet aber nicht, dass sie mich nicht umtreiben. Und dass es mich nicht umtreibt, dass die, die mit der politischen Information und Aufklärung betraut sind – die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten – so infam das Vertrauen der sie finanzierenden Bevölkerung missbrauchen.

Inzwischen geht es mal wieder um Krieg und Frieden – und um die Rolle, die Deutschland dabei zugedacht ist und die die politische Führung in Berlin und Brüssel gegen die Mehrheit der Bevölkerung und auf ihre Kosten auch zu übernehmen bereit ist. Ich kann das nicht schweigend übergehen. Und so möchte ich den Kanal Ken.FM und den Journalisten Uli Gellermann mit seiner Sendung „Die Macht um Acht“ empfehlen – als notwendiges Gegenmittel gegen die staatlich verordnete Konfrontations-Agenda der öffentlich-rechtlichen Sender.

Empfehlen kann ich auch die „Tagesdosis“ beim gleichen Kanal, mit ihren sachlich informierenden Analysen im Podcast-Format.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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37 Antworten zu Politische Propaganda im Visier: Die Macht um Acht

  1. Gisela Benseler schreibt:

    „Man muß nicht alles sagen, was man weiß, darf sich aber auch nicht scheuen zu sagen, was s e i n m u ß !“ Diesen „gehörten“ Denk-Satz empfindest Du, liebe Gerda, wohl auch gerade. Ich ahne Ähnliches, obwohl wir wenig erfahren. Ich werde mich daran nicht beteiligen, aber von mir aus „gegenzusteuern“ versuchen und den „Himmel“ weiterhin um Rat und Hilfe bitten, damit doch einige noch finden können und nicht verzweifeln müssen. Denn der „Himmel“ steckt natürlich nicht hinter den Plänen der Menschen. Das tun sie ganz allein, ohne den „Himmel“. Doch ich schrieb heute auch gerade den Satz auf: „Nicht richten! Nur e r k e n n e n !“ Und ein anderer heißt…. Ach, nicht zu viel auf einmal!

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    • gkazakou schreibt:

      Herzlichen Dank, Gisela. Jeder und jede kann auf ihre oder seine Weise zum Frieden beisteuern. Der Satz „nicht richten, nur erkennen“ ist auch für mich sehr bedeutsam und nicht leicht zu verwirklichen. Ich bin auch ganz bei dir, wenn du sagst: „natürlich steckt der „Himmel“ nicht hinter den Plänen der Menschen. Das tun sie ganz allein“. Wir gebärden uns erwachsen, also sollten wir uns auch erwachsen verhalten. Liebe Grüße!

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  2. Ule Rolff schreibt:

    Guten Tag und vielen Dank, Gerda! Wir müssen uns wirklich um alternative Informationsquellen bemühen. Empfehlend hinzufügen kann ich noch den Podcast des Journalisten Philipp Banse und des Richters am Berliner Landgericht Ulf Burmeyer, der Podcast nennt sich „Lage der Nation“ und ist auch via Website https://www.kuechenstud.io/ zu erreichen.
    Angenehm transparent machen die beiden ihre Informationsquellen, wer den Newsletter abonniert, bekommt zu jeder Folge (ca. 14tägig) eine Liste mit Links zu den Quellen zugeschickt.

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  3. puzzleblume schreibt:

    Tut mir leid, dass ich dem Kommentieren trotz der von dir geäusserten Bedenken, dass sich dir unliebsame Diskussionen entspinnen könnten, nicht widerstehen kann, aber einen solchen Aufruf kann ich nicht bemerkungslos übergehen und schon gar nicht mit einem Like bedenken.
    Ich bin zwar auch sehr dafür, Medien-Nachrichten generell mit Aufmerksamkeit zu bedenken, aber eine Plattform, die nicht minder verschwörungstheoretisch agiert als der derzeitige U.S.-amerikanische Präsindent es auch tut, ist für mich keine Empfehlung wert.

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    • gkazakou schreibt:

      Huch! Ja, wenn du meinst? Als mir sehr liebe Bloggerin darfst du das gern sagen. Hast bei mir Meinungsfreiheit. Liebe Grüße!

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    • mynewperspective schreibt:

      Da scheine ich mit puzzleblume ähnlicher Meinung zu sein, liebe Gerda. Nach ca. 11 Minuten konnte ich nicht mehr weiter zuhören. Für mich leider keine Alternative und/oder zusätzliche Ressource, die ich in Betracht ziehen würde.

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    • chris schreibt:

      Nein, diese Seite ist keine Alternative, da kann ich nur zustimmen! Im übrigen schaue ich fast keine öffentlich-rechtlichen Sender und schon gar nicht deren Nachrichten – da gibt es genug andere Quellen. Gewundert habe ich mich jetzt schon über diese Empfehlung – man sollte uns etwas mehr eigenständiges Denken zutrauen, oder ?

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      • gkazakou schreibt:

        Danke, Chris. Meinst du mit „Seite“ den Kanal insgesamt, oder diese spezielle Sendung?

        Könntest du mir bitte eine der „genug anderen Quellen“ empfehlen? Ich würde mich über eine solche Erweiterung meiner Informationsmöglichkeiten freuen. Denn wie ich schon woanders schrieb: ich finde es sehr schwierig, mir die notwendigen Informationen zu beschaffen, um zu einem fundierten Urteilen zu kommen.
        Eigenständig denken tue ich bereits – wie, so nehme ich an, alle, die sich hier an der Diskussion beteiligt haben.

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  4. kowkla123 schreibt:

    interessant, genieße die schöne Zeit, Klaus

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  5. Jules van der Ley schreibt:

    Die Nachdenkseiten wären zu nennen, bei denen mir nur der Slogan missfällt „Für alle, die sich noch eigene Gedanken machen“ Über dieses „noch“ habe ich mich schon geärgert, weil ich mir Zeit meines Lebens eigene Gedanken gemacht habe und das auch zukünftig vorhabe.
    https://www.nachdenkseiten.de/

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Jules, die lese ich auch immer wieder, themenabhängig. Den Slogan habe ich geflissentlich überlesen. Auch ich bin eine Selbstdenkerin, solange ich denke. Das ist schon in Schulzeiten übel aufgestoßen. Damals lernten wir Geographie und Geschichte noch mit Atlanten mit den Vorkriegs-Reichsgrenzen und drei gestrichelten Binnengrenzen (BRD, SBZ und besetzte „Ostgebiete“ jenseits von Oder-Neiße), quer drüber stand in dicken Buchstaben: „dreigeteilt niemals!“ Als ich darauf hinwies, dass die Oder-Neiße-Grenze endgültig sei (woher hatte ich das bloß?), ging ein Sturm der Entrüstung (shit storm) los: „Sollen wir immer so klein bleiben?“ – Ja, sagte ich, außer ihr wollt einen neuen Krieg anzetteln. Aber dann werdet ihr noch kleiner rauskommen. Das war vor 60 Jahren. Die Reaktion der Mitschüler hat sich mir stark eingeprägt, ist geradezu symptomatisch für mein Problem mit der Art, wie Menschen sich propagandistisch lenken lassen – damals wie heute.

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      • chris schreibt:

        An die Atlanten mit den gestrichelten Linien kann ich mich noch gut erinnern, sogar die Gebiete vor dem 1.Weltkrieg waren noch eingezeichnet – absurd! Und warum heißt es noch heute Mitteldeutschland (z.B. Mitteldeutscher Rundfunk). Östlich der Oder ist Polen, das wird keiner mehr rückgängig machen. Also müsste es folgerichtig Ostdeutscher Rundfunk heißen (wenn überhaupt).- ja, das sind alles so kleine Scherzchen… ;-P

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      • Jules van der Ley schreibt:

        Die Karte kenne ich auch noch. Mich nervt die Kriegspropaganda in den Öffentlich-Rechtlichen schon lange. Jetzt soll der der deutsche Finanzierungsanteil der Nato auf 2 Prozent des BIP angehoben werden. Gegen welchen Gegner brauchts das? Letztlich werden hier nur die Bedürfnisse der Waffenindustrie bedient.

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    • gkazakou schreibt:

      Ich wäre schon froh, wenn es „nur“ um deren Interessen ginge. Ich glaube, es war Albright, die im Falkland-Konflikt mit dem Argument loslegte: „wozu haben wir all die schönen Waffen?“ Waffen produziert man ja nicht, um sie zu verschrotten, sondern um sie einzusetzen. In den Irakkriegen, auch im Jugokrieg (eigentlich in allen Kriegen) wird neues Kriegsgerät getestet und altes kostengünstig „verbraucht“. Da werden auch schon mal Bomben abgeworfen, damit man sie nicht zurücktransportieren muss (wohinauch mit dem Zeugs), und das ausgediente Gerät wird den kleineren Nationen für ihre regionalen Kriege verscherbelt oder sogar großzügig geschenkt.
      Das richtig dicke Geld lässt sich nur mit einem richtig dicken Feindbild verdienen – unddaran bastelt man ja gegenwärtig eifrig. Zugleich setzt man den „Gegner“ durch Wettrüsten wirtschaftlich schachmatt (so geschehen gegen die SU).

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  6. Rainer Hartwich schreibt:

    > 70 Lebensjahre, die meisten davon in verantwortlichen Positionen, haben mich gelehrt, dass in den meisten Fällen die Dinge nicht so eindimensional sind, wie sie uns vermittelt werden.
    Ich gestehe, die ÖR haben mein Vertrauen verspielt, wobei ich nicht behaupten will, dass alles was sie berichten automatisch falsch wäre. Aber ich ertappe mich dabei, dass mir schon der Hals schwillt, wenn ich nur Kleber, Slomka, Restle und Gefolge auf dem Bildschirm sehe, da muss ich noch nichts gehört haben. Ähnlich ist es bei den „alternativen“ Informationsmöglichkeiten.
    Die Leichtigkeit, in der man heute an x-beliebige Informationen kommen kann, verleitet zu der Annahme, dass irgendwo die absolute Wahrheit abzurufen wäre. Dem ist nicht so.
    Gerade die Fülle der erreichbaren Informationen entbindet uns nicht von der Verantwortung selbst und für uns selbst verantwortlich zu denken und zu handeln. Also Eigenverantwortung ist gefragt, dazu gehört meinetwegen auch Ken.fm, wobei auch hier kritisches Hinterfragen geboten ist. Sachliche Information erfordert Zeit und „Hirnschmalz“, lasst Euch von den ÖR nicht einlullen. Euch allen einen guten Tag.

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    • gkazakou schreibt:

      Herzlichen Dank, Rainer. Genauso sehe ich es auch. Was die Informationsbeschaffung anbetrifft: es ist nicht leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen. Meine Empfehlung bedeutet keinesfalls: nun friss mal dem Ken.FM oder sonst einer alternativen Quelle aus der Hand. Der Unterschied zwischen „alternativ“ und „öffentlich-rechtlich“ ist vor allem, dass letztere zu Objektivität verpflichtet wären – und wenn sie es darin vermissen lassen, werden sie zu öffentlich finanzierten Propaganda-Organen. Die „alternativen“ selbst-finanzierten Medien können alles Mögliche vertreiben, sie sind Nachfrage-orientiert. ich schaue rein und gucke, was ich brauchbar finde. In jedem Fall gilt: Denken ist eine eigenverantwortliche Tätigkeit.

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      • Ganz genau und was wichtig ist, aber früher nicht möglich war, mehrere Informationsquellen vergleichen! Slomka, Kleber und Co. gehen mir auch gehörig auf den Pegel!
        Danke Gerda, für die neuen Informationsquellen, die ich ganz in Ruhe sichten werde!

        Liebe Grüße Babsi

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      • Ich habe es gesehen und fand soviel darin, was mich schon lange beschäftigt! Die öffentlich Rechtlichen kommen mir vor wie von oben gelenkte Nachrichten Verbreitung und erinnert an die DDR in vielen Teilen! Frau Slomka und Herr Kleber berichtet alles Andere als Neutral und objektiv! Ihre eigenen Meinungen fließen all zu oft in die Berichterstattung mit ein!
        Aber wie Du sagst Gerda, ich sage es so, jeder muss sein eigenes Hirn einschalten! Leider gibt es auch viele, die im Denken lieber offline sind!
        Vielen Dank Gerda und einen schönen Abend!
        Liebe Grüße Babsi

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      • gkazakou schreibt:

        Genauso dachte ich meine „Empfehlung“ : als Anregung. Und natürlich nehme ich selbst auch gern Anregungen entgegen. Es ist für uns alle schwierig, sich in dem ganzen Informationswust zurechtzufinden, und da sind solche Hinweisschilder ganz nützlich, finde ich. Leider reicht es eben nicht, sich durch die Öffentlich-Rechtlichen zu informieren. In dem speziellen Beitrag gefällt mir, dass ein Journalist seinen Kollegen die Kriterien vorhält, die guten von schlechtem Journalismus unterscheiden. Dazu gehört zB, wen man zu welchen Themen befragen sollte, und wen nicht, wenn man an Objektivität interessiert ist.

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  7. Ulli schreibt:

    Danke Gerda, dass du dich einer Diskussion stellst 😉
    aber auch für diesen Link, ich kannte diese Sendung nicht und bin dir dankbar. Ich höre auch keine Verschwörungstheorien, er hinterfragt, er spiegelt und wie auch immer man noch eingestellt ist, sollte man auch endlich einmal lernen, dass es viele verschiedene Haltungen und Meinungen gibt, ohne Gespräche kommt man nicht weiter. Hier füge ich noch ein Zitat ein:
    „“Gegenseitiges Verstehen, Einvernehmen, friedliche Kooperation. Solidarische Existenz, die keinem Kontrollzwang mehr unterliegt. Der Königsweg zum Fremden ist das Gespräch und es wird unvermeidlich sein. Denn wenn es nicht geführt wird, wird die Hoffnung auf den Beginn der gegenseitigen Anerkennung und der Achtung und des guten Willens für immer zerstört. Wo ist dein Bruder, Kain?” von Achim Sprengler zu den Mutmaßungen über das Fremde bei Graugans.

    Als ich Uli Gellermann zuhörte, fragte ich mich, was eigentlich passiert, wenn all die „Alten“ nicht mehr sind und stattdessen die jungen Menschen ans Ruder kommen, die eben viel zu wenig hinterfragen, wie ich gerade bei meiner Vorstandsarbeit leider auch immer wieder feststelle. Da will man die Gewaltfreie Kommunikation, ist aber nicht bereit Konflikte auszuhalten oder gar zu benennen, es könnte ja nicht GfK-mäßig sein – seufz …

    Übrigens: Die Landkarte kenne ich auch noch. Ich fand sie immer sehr gruselig! War ja noch eine Kleine …
    liebe Grüße
    Ulli

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    • gkazakou schreibt:

      Ganz herzlichen Dank, Ulli, für dein ausführliches Draufeingehen und auch für das Zitat von Achim Spengler. ich bin sehr zufrieden, dass ich es gewagt habe, diese „Empfehlung“ hier zu posten. – Alle Reaktionen sind mir wertvoll. die zustimmenden sowieso, klar, aber auch die etwas bis radikal ablehnenden. Sie zeigen mir, dass dieses Stück der Bloggerwelt keine ideologische Blase ist, wo eine dem anderen immer zustimmt und sich selbst bestätigt sieht. Ich selbst stamme aus einer debattierfreudigen Familie, mein Mann auch, und unsere jetzige Kleinfamilie besteht aus drei Personen, die verschiedene Ansichten zu vielen Themen haben, auch verschiedene Quellen benutzen und durchaus nicht immer bereit sind, den Quellen des anderen zu trauen. Und so herrscht bei uns eine lebhafte Debattenkultur, die ich liebe, die mir gut tut und die mir manchmal auf die Nerven geht…. So wünsche ich mir auch die Blog-Debatten, was natürlich nicht so leicht ist, weil alles so verkürzt, so holzschnittartig dargestellt werden muss. Aber dennoch: mit gutem Willen kann man Missverständnisse und Zerwürfnisse vermeiden und abwägen, warum wer was meint und sagt. Jeder hat ja verschiedene Filter, die aus seiner Lebensgeschichte und seinen Vorlieben und Interessen resultieren. da kommt man eben auch zu verschiedenen Schlüssen. Das zu ertragen, ist eine gute Übung im Kleinen, man übt, was auf der großen politischen Bühne leider viel zu wenig bedacht wird: dass ein Erergnis sich anders ausnimmt, je nachdem, aus welchem Zusammenhang heraus es betrachtet wird. Und dass es verheerend ist, dies nicht zu bedenken, sondern statt dessen den großen Knüppel rauszuholen.
      Was du zu uns Alten sagst, ja, seufz: die Streitkultur, die wir ziemlich entwickelt haben, ist leider am Aussterben. Die Jungen verstehen sie oft nicht mehr und denken, man muss entweder zustimmen oder dagegen sein. Liebe Grüße dir!

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  8. Ule Rolff schreibt:

    Ich habe mir den Beitrag von Herrn Gellermann nun mal in Ruhe betrachtet und muss dazu sagen: in der Sache (aller hier behandelten Themen) gebe ich ihm völlig recht, aber die Form stört mich sehr: ich finde, dass Journalisten auch Vorbildfunktion und Verantwortung für die Sprache und ihre Verwendung haben, die sehe ich hier in sehr hohem Maße verfehlt. Und der Stil, in dem er kritisiert, wirkt doch sehr selbstgerecht, teilweise persönlich angreifend, auch manipulativ. Schade.

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    • gkazakou schreibt:

      Da gebe ich dir gern recht, Ule. Ich finde zwar nicht, dass Journalisten Vorbildfunktion haben müssen, es reicht, wenn sie ihre Arbeit richtig machen, und überschüssige Schärfe und Häme stören auch mich. Ich brauche keinen Krieg der Journalisten, wohl aber kann ich verlangen, dass sich die öffentlich-rechtlichen Medien um eine inhaltlich ausgewogene Reportage und aufklärende Analyse bemühen und nicht einfach Regierungspositionen ans Publikum weiterreichen. insbesondere ärgerlich, ja gefährlich wird es, wenn, wie im vorliegenden Fall, ein Feindbild aufgebaut wird, das in der Geschichte schon so viel Unheil angerichtet hat. Und zugleich dem Bürger kräftig in die Tasche gegriffen wird, um diesem „Feind“ militärisch pari zu bieten. Kann man nicht verlangen, dass bei einem Wehrhaushalt von 2% des BIP den Menschen erklärt wird, wozu das nötig ist? Wer der Feind ist? Warum Soldaten nach Kabul und Mali geschickt werden müssen? Müssen sie?
      Im Fall Assange finde ich den Ton angemessen: das anhaltende Schweigen der offiziellen Medien zu den mörderischen und durch nichts zu rechtfertigenden Haftbedingungen ihres berühmten Kollegen ist unerträglich. Ich MUSS in die alternativen Medien ausweichen, um überhaupt etwas davon zu erfahren. Da sah ich kürzlich ein Interview mit dem Vater Assange, und mir gingen die Augen über….

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      • Ule Rolff schreibt:

        D’accord.
        Oft genug ärgere ich mich über die Tagesschau und will sie hier gar nicht schönreden. Aber ich frage mich auch, was man in 15 Minuten eigentlich leisten kann: die Aufgabe tieferer Analyse kann es sicher nicht sein, da muss man vielleicht das gesamte kommentatorische Angebot der ARD in Betracht ziehen – auch dann fällt mein Urteil, was Pluralität angeht, nicht positiv aus, aber doch etwas differenzierter.

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  9. Leinwandartistin schreibt:

    Kenne ich noch nicht, liebe Gerda, und so kann ich inhaltlich gar nichts dazu sagen und höre auf jeden Fall mal rein, wenn ich Zeit und Ruhe dazu habe. Heute bin ichh gleich anderweitig verabredet.
    Liebe Grüße
    Ines

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  10. chris schreibt:

    Du fürchtest dich also vor Diskussionen ts,ts,ts… 😉
    Dann würde ich sowas doch lieber nicht einstellen.

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    • gkazakou schreibt:

      Nein, Chris, fürchten tue ich nicht die politischen Diskussionen als solche, sondern die in Kommentarsträngen, wegen des Formats, das eine differenzierte Argumentation nicht wirklich zulässt, und natürlich auch, weil man gelegentlich wüst beschimpft und abgestempelt wird. Am liebsten habe ich es, wenn zusätzliche, auch konträre Gesichtspunkte angeführt werden, die meine Sichtweise erweitern.

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