Geh in dich und oute dich. Der Mystery Award

Ulli hat mich mit dem Mystery Blogger Award beehrt. Herzlichen Dank! Da muss ich wohl mal ein Päuschen mit der Kreativität machen und mich über mein Leben beugen. Denn gefordert ist, drei Geheimnisse auszuplaudern und fünf Fragen zu beantworten, die es in sich haben. Die eine geht nach rückwärts (was hättest du anders machen wollen im Leben), die andere nach vorwärts (was willst du noch erreichen), die eine geht in die Tiefe (was tust du gegen die Schwere des Lebens), und die andere in die Breite (wenn du viel Geld hättest …). Und dann gibt es noch die, die nach dem fragt, was ich „nicht missen möchte“. Liebe Ulli, du hast ernsthafte Antworten verdient. Und so habe ich mich rechtschaffen bemüht.

Doch zunächst muss ich meine Pflichten erfüllen, den Award betreffend:About The Mystery Blogger Award
…..Okoto Enigma is the creator of the award. To motivate the Blogger please do visit her blog.

Die Regeln:

Stelle das Logo in dein Blog.

Liste die Regeln auf.

Danke der Person, die dich nominiert hat, und füge einen Link zu ihrem Blog bei.

Nenne die Urheberin des Awards und füge ebenfalls einen Link bei.

Erzähle den Lesern drei Dinge über dich.

Nominiere 10 bis 20 Personen.

Informiere die Nominierten, indem du in ihrem Blog kommentierst.

Stelle den Nominierten fünf Fragen deiner Wahl; eine davon sollte seltsam oder lustig sein.

Teile einen Link zu deinen besten Posts.

Und jetzt geht es los:

Drei Geheimnisse, die ich noch nicht ausgeplaudert habe und die ich öffentlich machen kann, ohne mich zu schämen?
a) Mein Berufswunsch als Abiturientin: „Dramaturgin“. Da in der extremen Provinz, in der ich aufwuchs, höchstens mal Feys Marionettenbühne vorbeikam, hatte ich nicht wirklich eine Ahnung, was das sei. Ich hatte einen Haufen Dramen gelesen, Shakespeare sogar im Original (ein sehr dickes Buch!) und Faust II beim Schulball, um meinen männlichen Mitschülern klar zu machen, dass es mir ÜBERHAUPT NIX ausmachte, wenn sie mich nicht zum Tanz aufforderten…. , und sehnte mich nach einem Leben mit und für das Theater. Begonnen hatte es mit zwölf, als ich zur „Regieassistentin“ für ein selbst geschriebenes Stück ernannt wurde (Till Eulenspiegel, gereimt und bebildert). Lieber hätte ich freilich auf der Bühne gestanden, aber die Lehrerin hielt mich dafür wohl ungeeignet, was mich wurmte….
b) Zu Studienbeginn nahm ich an einer Theatergruppe teil, wir übten ein expressionistisches Stück von Barlach ein (Titel?) und ich hatte drei Nebenrollen mit ca fünf Wörtern zu lernen. Ich schlief damals schlecht, weil mich Alpträume plagten: ich würde den Einsatz verpassen, den Text vergessen. Zum Glück kam das Stück nie zur Aufführung.
c) Meine Theater-Sucht hielt sich noch ein paar Jahre, ich suchte so ziemlich jeden Abend eines auf, besonders die kleinen Kellertheater und Experimentierbühnen hatten es mir angetan. In Berlin entdeckte ich das noch fast unbekannte, da nicht im Abonnement enthaltene Theater am Halleschen Ufer, mit Peter Stein. Ich sah dann in Athen die ganze Orestia, von ihm in einem Steinbruch über Athen inszeniert, auch seine Medea im Theater von Epidaurus sah ich, und seine 1-Mann-Show: den gesamten Faust I und II in Kürzestfassung auf einer kleinen Athener Bühne. Heute, im Theater-verrückten Athen, habe ich die Übersicht verloren und gehe relativ selten in eines der -zig Theater.

So, und nun zu den fünf Fragen, die Ulli mir stellte:

No. 1. Was ist dein Antidot gegen die Schwere des Lebens? Als Gegengift gegen die Schwere des Lebens dienen mir Leichtigkeit, Witz, Geschichten und Bilder mit doppeltem Boden. Ich statte die schweren Kisten mit Luftkammern aus, den Lebewesen lasse ich Flügel wachsen, die Ereignisse umgebe ich mit Spott. Im täglichen Leben hilft mir, die Dimensionen zu wechseln: ich schaue auf das ganz Kleine (den Flug eines Schmetterling, das Lächeln einer Katze) und auf das ganz Große (das Firmament, die Ewigkeit, das Göttliche).
No. 2 Was möchtest du in deinem Leben nicht missen? Meine menschliche Grundausstattung, also: Meine Sinne, meine Beweglichkeit, meine Fähigkeit zu denken und zu sprechen, neugierig zu sein und zu lernen, zu lieben und zu leiden und zu gestalten.
No. 3 Wenn Geld keine Rolle spielen würde, was würdest du dann jetzt sofort tun oder dir anschaffen oder wen unterstützen? Eigentlich spielt Geld seit meiner Jugend (als mir ein für mich damals erheblichen Betrag gestohlen wurde) keine Rolle mehr. Damals dachte ich: eine Welt bricht zusammen. Dann aber fühlte ich Erleichterung, Befreiung. Durch eigene Arbeit konnte ich immer genug zum Leben verdienen,  konnte auch dies und das zustande bringen und unterstützen. Darüber bin ich froh. Manchmal denke ich: wenn ich viel Geld hätte, dann würde ich jedem, der es braucht, einen Schein zustecken, oder eine Ausbildung finanzieren oder ihm den Zahnarzt bezahlen oder einen Berg kaufen, damit er dort ein Paradies schaffen kann für Menschen und Tiere und Pflanzen aller Art. Oder ich würde ein Schulschiff bemannen, damit alle Kinder mal zur See fahren können. Aber dann sage ich mir: Die Kräfte liegen nicht im Geld, sondern im Menschen.
No. 4 Gibt es etwas was du ganz anders machen würdest, wenn du heute auf dein Leben zurück schaust? Dem Gedanken kann ich nicht wirklich folgen. Denn was ich getan oder nicht getan habe – oder was mir geschehen ist – Schlimmes und Gutes, ist nun mal so und nicht anders getan und geschehen. Ich kann mir ihr Nicht-Geschehen oder Anders-Getan nicht wirklich vorstellen. Würde ich das eine oder andere durchstreichen oder ergänzen, würden ja auch die vorhergehenden und nachfolgenden Ereignisse sich ändern müssen. Ich hätte eine andere sein müssen als ich war. Wahr ist freilich, dass auch mir „nicht alle Blütenträume reiften“ (Goethe).
No. 5 Was möchtest du auf alle Fälle noch in deinem Leben machen/verwirklichen? Die nehme ich mal als die fehlende unernste Frage: mein Kindheitswunsch war, zu geigen wie eine Zigeunerin und auch so auszusehen und zu leben. Es reichte nur dazu, mir mit 15 eine Geige zu kaufen und sie drei Jahre lang zu spielen. Im übrigen war ich schrecklich blond und arisch. Wie wärs, mir den Kindheitswunsch noch zu erfüllen? (Als ich in Berlin studierte, wohnte ich mal in Untermiete bei einem alten Ehepaar. Der Mann – er schien mir uralt zu sein damals – übte jeden Tag auf seiner Geige die Tonleitern rauf und runter. Das hörte sich schlimm an, aber mich rührte es zutiefst. Da wollte sich einer einen Jugendtraum erfüllen).

Uff! Und nun muss ich noch 5 Fragen erfinden? Na schön.

  1. Welche drei Dinge, die du gestern getan hast, findest du auch heute noch erwähnenswert ?
  2. Was tust du, wenn dir plötzlich ein interessanter Einfall kommt?
  3. Welches Tier steht dir am nächsten?
  4. Hast du jemals damit gehadert, das Kind deiner Eltern zu sein? Wie sieht es heute aus?
  5. Lebst du lieber vorwärts als rückwärts oder lieber rückwärts als vorwärts?

Ich muss nun noch ein paar von euch BloggerInnen mit dem Mystery-Award beehren – wissend, dass ihr das womöglich zwar ehrend, aber auch lästig finden werdet. Ich würde mich natürlich freuen, wenn auch ihr euch outet – so wie ich es eben versucht habe zu tun.

Die Nominierten sind

https://hikeonart.wordpress.com/author/hikeonart/

https://pawlo.wordpress.com/

https://kopfundgestalt.wordpress.com/

https://agnesblogsite.wordpress.com/author/agnesblogsite/

https://wortundstern.wordpress.com/author/criblo/

https://putetet.wordpress.com/author/putetet/

http://www.indigo-blau.de/

http://meinnameseimama.com/

http://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/

http://kunstschaffende.wordpress.com/

http://juergenkuester.wordpress.com/

http://wildgans.wordpress.com/

(Pardon, die letzten links funktionieren nicht. Warum nur?)

Wer von euch Nominierten nicht mitmacht – ich nehms nicht übel. Wer mitmacht, ohne nominiert zu sein: um so besser!

Nun wünsche ich allen Nominierten und Nicht-Nominierten einen angenehmen Nachmittag. Mit herzlichem Gruß Gerda

 

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, events, Leben, Psyche, Träumen, Zwischen Himmel und Meer abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

51 Antworten zu Geh in dich und oute dich. Der Mystery Award

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Liebe Gerda, das sind sehr kluge Antworten auf Ullis Fragen und ich kann mich in einigem davon spiegeln. Allerdings hatte ich nie einen Hang zum Theater, zuviel davon schwirrte mir selbst im Kopf herum 😉 Schön, über dich gelesen zu haben!

    Gefällt 3 Personen

  2. Ulli schreibt:

    Liebe Gerda, da hast du wahrlich in dich gehört und ich freue mich sehr wieder eine neue Seite bei dir zu entdecken und das ist die, des Theaters. Gell, du weißt, dass ich in jungen Jahren auf der Bühne stand, wir hatten ein Improtheater, das viele Jahre Stücke ersann und damit im Düsseldorfer/Wuppertaler Kreis auftrat, aber dann wurde eben alles anders, ich habe das alles noch sehr lange vermisst!
    Ich habe meine Freude auch an deinen 5 Antworten, hier aber überrascht mich dann weniger. Ist es nicht erstaunlich wie gut man sich schon kennt, ohne sich je begegnet zu sein?
    Hab herzlichen Dank für deins,
    ich wünsche dir Schönes, herzlichst
    Ulli

    Gefällt 2 Personen

  3. Susanne Haun schreibt:

    Liebe Gerda,
    ich schliesse mich Bernd an. Einen Hang zum Theater hatte ich auch nicht, einzig ist nicht die ganze Welt ein Theater?
    Ich mag besonders deine Antworten zum Geld und zum „Anders Machen im Leben“. Ich sehe es auch so.
    Das Studium ist bei mir so ein Jugendwunsch – ich hätte so gerne gleich nach dem Abitur studiert, wusste aber nicht, wie ich mich immatrikulieren kann. Es gab noch kein Internet und noch kein Arbeiterkind.de …. Aber nun erfülle ich mir ja den Jugendwunsch.
    Liebe Grüße von Susanne

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    • gkazakou schreibt:

      So ja. Ich hatte mit dem Studieren „Glück“, bekam als Kriegswaise ein Stipendium. Manchmal ist es freilich besser, man beißt sich selbst durch und erfüllt sich einen Wunsch aus eigenen Kräften. Mein Neffe machte es zB so, mit nachgeholtem Abi und als Werkstudent.
      Du meinst Arno, dem du zustimmst, nicht wahr?

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      • Susanne Haun schreibt:

        Ja, :-), ich meine Arno, aber ich denke, Arno heisst Bernd – jedenfalls nach seiner Mailadresse. Stimmt das Bernd-Arno?

        Ich denke, es ist immer gut, wenn man sich aus eigenen Kräften einen Wunsch erfüllt. Ich weiss, es ist schwer vorstellbar, es ging bei mir damals nicht ums Geld, ich war tatsächlich hilflos in den Formalitäten der Anmeldung eines Studiums und es gab damals auch kein Lehrer*in, die mich an die Hand genommen und mir geholfen hätte. Bei mir in der Klasse hat auch nur ein Mädchen studiert, alle anderen haben eine Ausbildung gemacht – halt Arbeiterklasse. Wir wussten es nicht anders. Heute wird der Abiturient schon Jahre vorher auf ein mögliches Studium vorbereitet.

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    • gkazakou schreibt:

      Du hast aber Regelabitur gemacht, nicht wahr? Ich hatte eine Kollegin, ihr Vater war Kumpel, starb früh. Weil sie sehr begabt war, gab man sie trotzdem ins Gymnasium, aber sie weinte, wollte zu ihren Freundinnen, die alle auf der Volksschule (Hauptschule) blieben. Also machte sie den Hauptschulabschluss, wurde an die Realschule weitergereicht, machte dort ihren Abschluss, machte das Abitur in einer Abendschule nach (ihre Mutter war inzwischen auch tot, überfahren), studierte, promovierte, wurde Professorin, heiratete einen Kollegen. Ein Kind bekam sie auch noch, sehr spät. Ich muss oft an sie denken. LG

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      • Susanne Haun schreibt:

        Deine Freundin hat einen schönen Lebenslauf.
        Ich habe ganz regulär Abitur mit 18 Jahren gemacht und danach eine Aussbildung als Datenverarbeitungskauffrau (entspricht heute einer Informatikassistentin mit Schwerpunkt Entwicklung) begonnen. Durch meinen ausgezeichneten Abschluss bin ich damals vom SFB für sehr gutes Geld übernommen worden und war 10 Jahre später nach einem Zwischenspiel bei der NCR, Systemanalitikerin und Entwicklerin bei einem Zusammenschluss von ARD Anstalten, als einzig nicht studierte. Alle anderen hatten in irgendeiner Art studiert. Damals begann sich die Informatik erst an der Uni zu etablieren. Wie schon einmal geschrieben, 2002 kündigte ich und begann meine Karriere 😉 als Künstlerin und Autorin. LG

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      • gkazakou schreibt:

        Hab vielen Dank, liebe Susanne, dass du von deinem ermutigenden Lebenslauf erzählt hast. Es ist nicht leicht, sich von einem erfolgreichen Beruf und einer befriedigenden ökonomischen Situation abzuseilen ins Ungewisse. Du hast es getan, und so wurdest du eine Künstlerin, an deren Arbeiten viele Menschen, auch ich und du selbst ihre Freude haben. Es tut gut zu erfahren, dass jemand so zu sich selbst steht. Liebe Grüße!.

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    • gkazakou schreibt:

      Schwer war ihr Lebenslauf, aber sie hatte Kraft und viel Disziplin. Eine enge Freundin war sie nicht, wohl aber eine liebe Kollegin an der Uni Kiel, als wir beide beim gleichen Prof Assistentenjobs hatten. Sie ist in diesem Juli gestorben.

      Gefällt mir

    • gkazakou schreibt:

      Ja, liebe Susanne. ich bin auch ganz traurig. Gestern ging ich ins internet und ergoogelte ihren Namen, um zu sehen, was sie inzwischen so veröffentlicht hatte. Und da sah ich die Traueranzeige.

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      • Susanne Haun schreibt:

        Du hast es auch gerade erst erfahren und musst dich an den Gedanken gewöhnen. Wie traurig.
        Ich war gerade auf dem Friedhof bei meiner Mutter, es ist gut, dass ihr Grab in Laufnähe liegt nun fahre ich weiter zu Papa, es ist Donnerstag.

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    • gkazakou schreibt:

      Er ist so schön, Susanne, dieser dein Donnerstag mit dem Papa.

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  4. Agnes Podczeck schreibt:

    Die Jugendsehnsucht nach dem Theater haben wir gemeinsam. Ich habe früher auch leidenschaftlich Theater gespielt und lebe immer noch auf, wenn ich wenigstens vorlesen darf oder ähnliches. Da ist plötzlich keine Spur mehr von Schüchternheit ;.)
    Ich danke Dir herzlich für Deine Nominierung, liebe Gerda. Ob ich mitmache – da muss ich noch mal in mich gehen, es sind irgendwie auch nicht alle Fragen so leicht, öffentlich zu beantworten.
    Liebe Grüße
    Agnes

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    • gkazakou schreibt:

      Herzlichen Dank! Toll, dass auch du ein Theater-Freak warst! Übrigens gibt es das oft bei Menschen, die sich nicht gern in der Öffentlichkeit zeigen. In einer Theater-Rolle fällt der Druck der Selbstdarstellung weg, da leben sie auf. Das Maß deiner Beteiligung bestimmst du natürlich selbst.

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  5. wortsonate schreibt:

    Gratulation, und danke für die Offenen Antworten

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  6. Sandra Matteotti schreibt:

    Schöne Innensichten – ich danke dir dafür!

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  7. Pingback: Zwar mag ich weder Kettenbriefe noch Pyramidenspiele | la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

  8. Mein Name sei MAMA schreibt:

    Immer wieder schön, wie du uns an kleinen und großen Momenten deines Lebens und deinen (immer sehr interessanten) Gedanken teilhaben lässt. Vielen Dank dafür und auch Danke für die Nominierung. Ich werde die Fragen gerne beantworten.
    Schade, dass das Stück nie aufgeführt wurde, in dem du die kleine Rolle hattest. Aber wie du sagst: So wie es passiert ist, ist es gekommen und hat anderes bewirkt, das es sonst vielleicht nicht gegeben hätte 🙂 Ich habe in einem Weihnachtsspiel in der Grundschule tatsächlich einmal meinen Einsatz verpasst, weil ich so versunken war in der Betrachtung des Hirtenspiels. Ich habe dann meinen 1-Zeiler extra schnell aufgesagt, damit ich die Zeit, die die anderen warten mussten wieder gutmache und alle haben über den kleinen, nervösen Engel gelacht 😉
    Lieber Gruß, M. Mama

    Gefällt 1 Person

  9. kunstschaffende schreibt:

    Liebe Gerda,

    erst kürzlich habe ich, Katrin – musikhai meine Erlebnisse im Altenheim, eine Absage erteilt! Auch sie hatte mich für den Mystery Award nominiert.
    Ich sage auch Dir, herzlichen Dank für Deine Nominierung! Mitmachen möchte ich nicht!

    Nur soviel, wenn ich das Zeitrad zurück drehen könnte, dann würde ich Kunst und Psychologie studieren.
    Als Jugendliche wollte ich Sportlehrerin werden, dass war damals mein Traumjob!

    Ich lebe lieber vorwärts als rückwärts! Gestalten kann ich nur die Zukunft, die Vergangenheit ist bereits geschrieben!

    Hunde und Pferde stehen mir am nächsten!

    So liebe Gerda, jetzt habe ich doch ein bisschen beantwortet!

    💟liche Grüße Babsi

    Gefällt 3 Personen

  10. kopfundgestalt schreibt:

    Liebe Gerda, deine Antworten spiegeln eine Person, die mir schon etwas vertraut ist.
    Hier was mir besonders f gefällt:
    No. 1. .. die Ereignisse umgebe ich mit Spott. Im täglichen Leben hilft mir, die Dimensionen zu wechseln: ich schaue auf das ganz Kleine (den Flug eines Schmetterling, das Lächeln einer Katze) und auf das ganz Große (das Firmament, die Ewigkeit, das Göttliche).
    No. 2 Was möchtest du in deinem Leben nicht missen? .., neugierig zu sein und zu lernen.
    No. 3…einen Berg kaufen, damit er dort ein Paradies schaffen kann für Menschen und Tiere und Pflanzen aller Art. …Aber dann sage ich mir: Die Kräfte liegen nicht im Geld, sondern im Menschen.
    No. 4 Gibt es etwas was du ganz anders machen würdest, wenn du heute auf dein Leben zurück schaust? Würde ich das eine oder andere durchstreichen oder ergänzen, würden ja auch die vorhergehenden und nachfolgenden Ereignisse sich ändern müssen. Ich hätte eine andere sein müssen als ich war.
    No. 5 Was möchtest du auf alle Fälle noch in deinem Leben machen/verwirklichen?…mein Kindheitswunsch war, zu geigen wie eine Zigeunerin und auch so auszusehen und zu leben.

    Danke für die Nominierung, bin erstaunt und gerührt.
    Vielleicht packe ich es an, es liegen Möglichkeiten darin – eben essentielle Dinge auf den Tisch zu legen, wichtige Fragen zu stellen!.

    Gefällt 1 Person

  11. kopfundgestalt schreibt:

    Ich mache es so wie Babsi, antworte hier 🙂

    Welche drei Dinge, die du gestern getan hast, findest du auch heute noch erwähnenswert ?

    Einen Weltklassespieler (Nr. 4) im Schach geschlagen zu haben.
    Meinem sterbenskranken Bruder die Leviten gelesen zu haben.
    Spät aber nicht zu spät ins Laufen gekommen zu sein.

    Was tust du, wenn dir plötzlich ein interessanter Einfall kommt?

    Nicht wie Einstein nachhause rennen und ein bedeutendes Steinchen der Relativitätstheortie notieren. Aber ich würde gerne an Ort und Stelle das ausformulieren, was mir kam.

    Welches Tier steht dir am nächsten?

    Damit hatte ich mal eine Übung in einem körpertherapeutischem Seminar: Es war eine Gazelle.
    Ich habe mich in letzter Zeit mit Insekten etwas angefreundet, weil sie uns so fremd sind. Eine vollkommen andere Linie.
    Ein Nilpferd gefällt mir auch: Vertreibt lässig Krokodile, ist Herr dank seiner Masse. Da haben die keine Chance. Ausserdem wirken sie ruhig und gelassen, können aber bei Bedarf recht schnell zeigen, wer das Sagen hat.

    Hast du jemals damit gehadert, das Kind deiner Eltern zu sein? Wie sieht es heute aus?

    Selbstverständlich. Zwei sehr unglückliche und unvollkommene Wesen.
    Mutter lebte hart an der Kante zur Depression und mein Vater war zerfressen von dem Unglück, das ihm immer wieder widerfahren ist.
    Heute sieht es bzgl. meiner Eltern noch genauso aus!
    Doch war es zulange Ausrede, daß es mit dieser Grundlage kaum einen Morgen geben kann.
    ES IST MITTLERWEILE SCHNEE VON GESTERN.

    Lebst du lieber vorwärts als rückwärts oder lieber rückwärts als vorwärts?

    Vorwärts! Wobei ich dann doch manchmal hadere mit dem schweren Los, das ich aus der Kindheit mitgenommen habe.
    Ich habe es nicht schwerer oder leichter wie andere, nur anders!
    Meine Hoffnung ist doch sehr, lange brachgelegenes noch voll ausleben zu können.
    Wenn mich heute jemand neu kennenlernt, ist m.E. nichts zu sehen und zu spüren von meiner Altlast in Kindheit und jungem Erwachsenensein. Insofern bin ich zuletzt richtigerweise VOWÄRTS unterwegs gewesen.

    Danke!

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  12. maribey schreibt:

    Das ist sehr schön zu lesen. Jede deiner Antworten und Gedanken finde ich sehr lesenswert und ebenso deine Fragen.

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  13. juergenkuester schreibt:

    Liebe Gerda!
    Es freut mich, dass ich auf Deiner Liste fuer den Award stehe. Und mit Interesse habe ich nicht nur einmal gelesen, was Du über Dich als Person schreibst, und was über das normale Maß an Informationen hinausgeht. Es sind sehr persönliche Aussagen, daher Hut ab und ich finde es toll, dass Du den Mut dazu hast, sie hier zu veröffentlichen. Du bist mir vertrauter geworden.
    Nachdem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe, weiß ich aber, dass ich das hier im Blog in dieser Firm nicht kann und nicht will. Daher werde ich von meiner Seite den Award nicht weitertragen. Die Fragen greife ich als Anregung auf und werde sie im stillen Kämmerlein für mich beantworten.
    Ich hoffe, Du hast fuer diese Entscheidung Verständnis, Liebe Grüße Juergen

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    • gkazakou schreibt:

      Lieber Jürgen, danke für deine liebevolle Antwort! Aber klar verstehe ich dich! ich fasse diese award-Geschichten auch mit spitzen Fingern an. Diesmal tat ich es für Ulli, um sie und ihre Freimütigkeit zu ehren. Hab einen schönen Spanien-Tag mehr!.

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  14. hikeonart schreibt:

    Liebe Gerda,
    es berührt mich, dass du an mich gedacht hast. Vielen Dank.
    Ich werde aber so generell nicht an diesem oder irgendeinem Award teilnehmen. Im Moment fehlt mir dazu die Zeit und die Muße. Und, so viel sei gesagt: der Punkt 4 ist für mich ganz, sehr, unermesslich schwierig. So oft redete ich darüber und möchte nun nicht mehr. Ich lebe mittlerweile mit einer gesunden Distanz dazu. Darüber möchte ich nicht mehr so viel nachdenken (und tue es doch).
    Ich schick dir liebe Grüße, Heike

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  15. kowkla123 schreibt:

    Glückwunsch, lass es dir gut gehen und passe auf dich auf, Klaus

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  16. Nadia Baumgart schreibt:

    Schön, dass du dich auf die Fragen eingelassen hast, Gerda. Deine Antworten erlauben auch mir, dich etwas besser kennenzulernen. Dass du schon früh ein „Theatermensch“ warst, erkennt man ja an deinen Legebildern. Manchmal frage ich mich, wie es dazu kommt, dass man schon in so frühen Jahren eine Leidenschaft für eine ganz bestimmte Kunstform entwickelt, obwohl man nicht durch die Familie damit konfrontiert wird. Als würde man schon damit geboren…Deine „Überlebensstrategie“ (no.1) teile ich, besonders den letzten Teil (das Schauen auf das Kleine und das Große) und ich glaube, es gibt kaum bessere. LG, Nadia

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    • gkazakou schreibt:

      Danke liebe Nadia, für deinen lieben Kommentar. Nun ist ja leider aus meiner Theaterleidenschaft gar nix Rechtes geworden, woanders hat es mich hingespült. Vielleicht fehlte mir doch irgendein Rückhalt. Ich schaute in alle möglichen Lebensbereiche, musste alles selbst herausfinden, und dafür reicht ein Leben wohl nicht. So ist alles Stückwerk geblieben. Aber ich bin doch auch zufrieden so, denn ich habe einen guten Ankerplatz gefunden.

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  17. www.wortbehagen.de schreibt:

    Deine Theatersucht gefiel mir sehr, liebe Gerda, und auch die Dramaturgin hätte ich mir bei Dir gut vorstellen können 🙂
    Ich hab Dein Outen total gerne gelesen, mit Ernst und gelegentlichem Schmunzeln, aber als Zigeunerin kann ich mir Dich wirklich nicht vorstellen *lach*.
    Meine Oma väterlicherseits hatte eine Schwester, die seltsamerweise aussah wie eine waschechte Zigeunerin, leider kannte ich sie nur von Bildern *g*. Es hat mich als Kind sehr beeindruckt, davon zu hören *lach* . Mein Vater hatte aber auch die rabenschwarzen Haare und die immer bräunliche Haut 🙂 , ich habe davon leider nix abgekriegt, nur eines seiner Enkelkinder, Tochter Nr. 2

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    • gkazakou schreibt:

      Immerhin trage ich einen Zopf, liebe Bruni. Das stärkt meinen Ruf bei den Zigeunerinnen. Als 14jährige hatte ich eine 16jährige Zigeuner-Freundin, ihre Familie lebte in einem Wohnwagen. Sie wunderte sich, dass ich noch zur Schule ging. Der dünne Papa reparierte Stühle mit Rohrgeflecht. Ich hing sehr an ihnen.
      Immer bewundere ich diese Menschen, die so stark sind und sich um die Anfeindungen der bürgerlichen Gesellschaft nicht kümmern.

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  18. www.wortbehagen.de schreibt:

    Der dünne Papa istz Dir also auch in Erinnerung geblieben *lächel*

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    • gkazakou schreibt:

      nict nur, auch die dicke Mamma, und der kleinere Bruder, dem ich immer mein Fahrrad geliehen habe. Vor allem aber erinnere ich mich, dass ich mal mit meinem Fahrrad unterwegs nach Kiel war – ca 35 km von zu Hause sah ich plötzlich den Wohnwagen in einem Waldstück stehen, stieg ab, rannte freudig hin… Und der Papa, als er meine Freude sah, sagte höchst erstaunt, ja fast ungläubig: „Sie freut sich wirklich!“ Das hat sich mir tief eingebrannt.

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  19. Pingback: Mystery solved? The Mystery Blogger Award – Mein Name Sei MAMA

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