Grau, teurer Freund, ist alle Theorie
und grün des Lebens goldner Baum.
Das sagt der große Verführer Mephisto zu Fausts eifrigem Famulus Wagner, im zweiten Akt des Dramas erstem Teil. Und selten hatte er so recht, der alte Lügengeist.
Heute wandelte ich durch meinen Garten auf der Suche nach dem lebendigem Grün. Ich brauche dir ja nicht zu sagen, wie lebensvolles Grün aussieht, du weißt es besser als ich. Und doch habe ich Lust, dir die verschiedenen Schattierungen von Grün, die hier in der Sommerhitze des Südens mein Auge erfreuen, vorzuführen – als Erweiterung quasi meines vorigen Posts zu Grün in der Malerei.
Die grünen Farbpigmente sind nicht ganz so vielfältig wie die Farbtöne in der Natur. Wenn du nicht das passende Pigment hast, kannst du ja andere Farben zumischen.
In einem gut informierten Artikel, den ich Interessierten empfehlen möchte, fand ich folgende Grünpigmente hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, Gewinnung und Geschichte beschrieben:
Grüne Erde – Machalit – Paratacamit – Chrysocolla – Grünspan – Kupferresinat – Scheele’s Grün – Schweinfurter Grün – Grüne Chrompigmente – Kobaldgrün – Bariummanganate – Mischung blauer und gelber Pigmente – Chlorophyll-F – synthetische Farbstoffe.
Während ich so über das Grün nachsann, das mir, wie Stephanie in ihrem Kommentar zu meinem vorigen Post so einprägsam schrieb, abhanden kam, und weil Frau Wildgans schrieb: Meine Kleidung schwingt sich grüner und grüner ein, fiel mir das grüne Kleid ein: ja, ja, auch dies kommt im unerschöpflichen Romanfragment Schwanenwege vor, und ich möchte es dir gerne zum Lesen geben – aber in einem anderen Post, sonst wird dieser zu lang. Und ich dachte mit Dankbarkeit daran, dass eine Freundin mir nach der Lektüre dieses Kapitels ein wunderschönes grünes Kleid schenkte. 
Und mit Freude trage ich ein grünes Tuch, das mir eine andere Freundin zum Geburtstag schenkte. Es hat die Farbe, die sich Frau Wildgans und Bruni (www.wortbehagen.de) am meisten wünschten: grünes Gletscherwasser die eine, türkisenes Meeresgrün die andere.
Grün ist des Lebens goldner Baum!


Ein schöner Beitrag und grün steht dir gut, Gerda! Ein schönes Foto von Dir 🙂
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danke. 🙂
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Ein wirklich schöner Beitrag! Liebe Grüße
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danke, Jürgen!
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Wow, Du siehst toll aus liebe Gerda, Kompliment!
Ist das Bild mit Tito ein aktuelles?
Wie geht es ihm denn jetzt? Muss er die lästige Krause noch tragen?
Schließe mich Susanne an, Dein Beitrag ist schön und interessant!👍
❤liche Grüße Babsi
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danke, liebe Babsi, das Foto am Meer im grünen Kleid ist schon 7Jahre alt, das mit dem Schal ist von heute.
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Sehr schön! Und Tito, geht’s ihm gut?
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Gut gehts ihm, er ist fröhlich, aber den Kopfputz und die Taletten braucht er noch, die Wunde heilt langsam.
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Hauptsache sie heilt, dass hört sich gut an!👍❤😉
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Gehaltvoller Artikel. Mit „Schwingung“ 🙂
Ich schliesse mich Babsi an: Ansprechendes und schönes Portrait.
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danke schön, Gerhard.
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tolles foto, schöne frau!
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Danke vielmals! Und welches Foto meinst du?
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wunderschön, liebe Gerda, du, das grüne Kleid, das grüne Tuch und alles Grün um dich herum- grün ist für mich eine der wichigsten Farben überhaupt und begleitet mich schon mein Leben lang!
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Blau und Grün , nicht wahr? Danke für deine lieben Worte.
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ja! aber dann auch durchaus mal so Phasen mit grün und rot und/oder schwarz
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Grün grün grün..sind alle meine Kleider…grün grün grün ist alles was ich hab, darum lieb ich……das Lied geht mir nun nicht mehr aus dem Kopf. Das Tuch könnte ich glatt klauen🙄
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Das versteh ich, liebe Marie. das Muster ist auch sehr besonders: zwei Pferdchen aus Spielkarten. Und dann all die Grün-Abstufunden.
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Daran dachtre ich auch sofort *g* (aber den Jäger lassen wir weg)
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bezaubernd …..
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hab Dank!
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Schaut mal (im Internet) Chagalls Kirchenfenster an, die er für das Frauenmünster Zürich schuf:
im Ostchor links blau: das Jakobsfenster (AT, Alter Bund) – rechts gelb: das Zionafenster (Apokalypse, Neuer Bund) – das mittlere Fenster grün: das Christusfenster (gestaltet als Lebensbaum).
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Ein wundervoller Artikel, liebe Gerda! Ich habe mich sehr gefreut, ihn lesen zu dürfen.
*Grün ist des Lebens goldner Baum* Damit hat er Worte in die literarische Welt geschrieben, die niemals vergehen.
Die vielen Grünfarben machen mich fast schwindelig, aber manchmal macht so ein grüner Schwindel auch lebendig und bringt uns das Wichtige wieder nahe – die Natur mit all ihrer Vielfalt
Herzliche Sonntagsgrüße von Bruni
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die vielen Grünfrben machen dich schwindeln, liebe Bruni? O, dann lebst du gefährlich! 😉
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*lach *
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