kleine Leute

Heute las ich bei Jeannette Pateraki: “Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern!“
(afrikanisches Sprichwort)

Es gefiel mir.  Zugleich meldete sich mein immer im Hinterhalt lauerndes ABER. Denn tatsächlich sind es „die kleinen Leute“ – also wir alle -, die ständig kleine Dinge tun, dadurch aber  die Welt nicht verändern, sondern sie genau so reproduzieren, wie sie halt ist. Mit unseren kleinen Gedanken, Eifersüchteleien, Engstirnigkeiten, mit Dominanzgebaren, Neid, Wut, Lieblosigkeit, Selbstbezogenheit, Verzagtheit, Gehorsam und was nicht noch alles.

Und ich dachte an eine Legearbeit, die ich vor fast zwei Jahren bloggte: „Die kleinen Leute“ nannte ich sie. Wer Lust hat, den ganzen Post zu lesen,  findet ihn hier.

 

Avatar von Unbekannt

About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Leben, Legearbeiten, Meine Kunst, Psyche abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

12 Responses to kleine Leute

  1. Mir gefällt der Begriff kleine Leute eigentlich garnicht, außer wenn es um die Körpergröße geht!
    Dein Werk gefällt mir sehr und ich glaube auch, dass nur ganz viele Menschen etwas bewegen können!
    Ich sehe den Vergleich mit einem Tsunami nur eben im positiven Sinne!

    ❤liche Abendgrüße Babsi

    Gefällt 1 Person

  2. „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern!“

    Aber nur, wenn sie an einem Strang ziehen! Also etwa „spirituell“ unterwegs sind.
    Es gibt die Auffassung – und sie ist m.E. wissenschaftlich unterleg (!)t, daß 10% der Menschheit ausreichen würden, wenn sie sich gleichermassen (spirituell) verhalten würden. IHR Beispiel würde einen Sog ausüben.
    Nun, diese 10 Prozent kann ich – leider – nicht sehen. Es genügt ja nicht, daß 10 % spirituell in irgendeiner Form unterwegs sind. Das sind ja vielleicht 10 %.
    Nein, sie müssten aktiv eintreten für ihre Gedanken, nicht im stillen Kämmerlein.Sichtbar sein. Demonstrativ bestimmte Werte pflegen und auch kräftig was dafür tun.

    Gefällt 1 Person

    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      danke,Gerhard. Die Theorie kenne ich. Aber was heißt schon „spirituell unterwegs sein“? Vielleicht würde es ja schon was bringen, wenn wir alle ein wenig von unseren gewohnten Negativ-Mustern abrücken würden. Das ist natürlich schwere Arbeit. …

      Gefällt 2 Personen

      • Wer kennt diese Theorie nicht 🙂
        „ielleicht würde es ja schon was bringen, wenn wir alle ein wenig von unseren gewohnten Negativ-Mustern abrücken würden.“
        Das „Negative“ ist ja nicht so leicht zu erkennen. Sties heute auf den Uralt-Begriff „Konotterhannes“: Manche nörgeln vor sich hin, unentwegt und merken das garnicht.
        DAS UNBEWUSSTE, so lehrte Freud und auch andere davor, ist sechs Siebtel unter Wasser 🙂

        Gefällt 2 Personen

    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      da hast du freilich recht.

      Like

  3. Avatar von Ulli Ulli sagt:

    Liebe Gerda, dieser Satz begleitet mich schon sehr lange, manchmal glaube ich an ihn, manchmal nicht, ähnlich geht es mir mit dem Satz: Zusammen sind wir stark, ja beides könnte stimmen, wenn denn die Bereitschaft dazu vorhanden wäre und nicht die Angst die Menschen regieren würde und somit alles andere Unliebsame hervorkäme, wie Neid und Eifersucht und…
    Und doch möchte ich lieber den Optimismus und die Zuversicht füttern, statt zu resignieren.
    Ich sende dir sonnige Morgengrüße
    Ulli

    Gefällt 2 Personen

    • Avatar von Christiane Christiane sagt:

      Es gibt diesen Spruch, dass es besser ist, eine Kerze zu entzünden, als über die Dunkelheit zu klagen. Nicht dass es nicht genug zu klagen gäbe. Aber was man tut, ist eine Entscheidung, die man trifft, und sie ist viel grundsätzlicher, als ich irgendwann mal annahm (als ich noch jung und völlig naiv war, jetzt bin ich es nur noch bisschen). 😉
      Liebe Grüße
      Christiane

      Gefällt 1 Person

    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Liebe Ulli, danke. Wir alle, denke ich, weben am Gewebe der Zeit, manchmal ist es ein roter Faden, dann wieder grau. Ich bin grad sehr müde. Habs gut!

      Gefällt 1 Person

  4. Avatar von Bruni | Wortbehagen bruni8wortbehagen sagt:

    Deine Legearbeit dazu ist wunderschön und eigentlich denke ich wie Du. Vermutlich ZU klein, um Großes bewirken zu können. Der Weg zu den *Großen* ist steinig und steckt voller Hindernisse. Sie zu überwinden kostet viel Kraft und die Kräfte erschöpfen sich meist schon im *Kleinen*, was ja oft gar nicht so klein ist.
    Doch sollten wir nicht aufhören zu hoffen, daß auch Kleines Großes zustande bringen kann.
    Liebe Grüße zur Nacht von Bruni

    Like

  5. Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

    Liebe Bruni, danke! ich meine schon, dass das meiste im Kleinen zustande gebracht wird. Leider ist es nicht immer auch das Gute. Vielmehr ist es das Gewebe der Menschenwelt, auf das dann die „Großen“ – gute wie schlechte – ihre großen Muster sticken.

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse eine Antwort zu Christiane Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..