Das Ding: Die Geschichte zum Bild

MitmachBlog

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Ich bin keine große Geschichtenerzählerin und hatte halbwegs gehofft, dass du, lieber Leser, liebe Leserin, mich der Mühe enthebst. Einige von euch hatten dankenswerter Weise Assoziationen, die mir weiterhalfen, und Luke Elljot erzählte sogar ein Stück einer Geschichte, aber da niemand auf seinen Zug aufsprang, muss ich nun selbst ran.

Die Geschichte zum Bild

Jeden Tag zur selben Stunde warf sie sich den Tschador über das bunte Kleid  und eilte, ohne nach rechts und links zu schauen,  über den weiten Platz. Wie ein Minutenzeiger, der den Stundenzeiger trifft und von ihm gedeckt wird – dachte sie und lächelte, als ihr Arm  leicht an dem Arm des Mannes entlang strich, der gerade jetzt , ohne aufzuschauen, an ihr vorbei eilte.  Ihre Hände berührten sich für eine winzige Sekunde, für einen winzigen Moment des vollkommenen Glücks. Ein eng zusammen gefaltetes Stück Papier ging von ihrer Hand in seine über, dann trennten sich…

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Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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11 Antworten zu Das Ding: Die Geschichte zum Bild

  1. karfunkelfee schreibt:

    Sehr schön, Gerda. Gefällt mir. Nun noch das seltsame Ding und die Statisten in ihren Rollen. Es kann gut sein, dass mir etwas Verwertbares einfällt, das schreibe ich dann hier. Doch solche Geschichten fallen mir nur gut ein, wenn ich sie loslassen kann, eine Weile, vergessen wie meine Orchideen und plötzlich blühen sie als interessiere sie nicht, ob ich sie zu gießen vergesse oder nicht. Das Bild strahlt auf mich nach wie vor eine rätselhafte und auch bedrohliche Atmosphäre aus, eine Art Spannung, erzeugt durch das Ding, das lauernd hinter dem schemenhaft skizzierten Beobachter am Rande steht. Einen lieben Sonntagsgruß von Stefanie

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  2. kunstschaffende schreibt:

    Ich habe mir zu diesem Thema viele Gedanken gemacht und auch einen Beitrag, in Anlehnung, Dazu gebloggt.

    LG Babsi

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  3. gkazakou schreibt:

    Ja, wo denn? ich bekomme deine Beiträge in letzter Zeit nicht mehr angezeigt und muss suchen gehen. Und da sehe ich, wie viel mir entgangen ist. ich will mal sehen, ob die die Einstellungen ändern kann. Liebe Grüße von Gerda

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  4. Ulli schreibt:

    Aber klar kannst du Geschichten erzählen!!! Wie kommst du nur darauf, dass nicht?
    Kennst du das Buch „Die Magd“ von Margarete Atwood, daran musste ich gerade denken, nicht an Orwell…
    herzlichst
    Ulli

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  5. gkazakou schreibt:

    nee, kenne ich nicht.

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  6. schwerelos schreibt:

    Toll wie Du die Spannung aufbaust und mich mit einer möglichen Geschichte im Kopf in den Abend entlässt. 🙂

    Ich grüße Dich herzlich

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  7. Martina Ramsauer schreibt:

    Diese Geschichte gibt mit Gänsehaut.:) Danke, Gerda

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  8. San-Day schreibt:

    Klingt für mich nicht, als wenn Du Hilfe gebraucht hättest. Ein sehr schönes einfühlsames Bild in Worten ist Dir da gelungen. 🙂

    Liebe Grüße
    San

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