Kurze Zeilen – 2 –

0069 08.02.16 zu kurzen texten

Wie wenige Jahrhunderte, Jahrzehnte in all den Jahrtausenden und Zehntausenden Menschenjahre ist es her, dass aus einzelnen Stämmen und Fürstentümern Einland, Zweiland und wieder Einland wurde? Woher kam deine Großmutter, woher dein Großvater? Wie heißt „Heimat“ in deren Sprache?
Willkommen am Feuer im Kreis. Ach bitte, sing doch ein Lied in dem du heimatlich bist. Ich sing dann das von dem Abend und dem Frieden, der sich auf die Welt senkt und wo sich der Bach ergießet, wo er rauscht und fließet, immer immerfort. Und vielleicht kennst auch du das Lied vom Fluss und der Erde, die Mutter ist, die ihn trägt, bis zum Meer. Dort können wir uns treffen. Ja, am Meer unter dem weiten Himmel, damit wir spüren, wie klein wir sind.

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Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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6 Antworten zu Kurze Zeilen – 2 –

  1. Ulli schreibt:

    Herzlichen Dank, liebe Gerda, bin berührt …

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  2. gkazakou schreibt:

    Liebe Ulli, dein Beitrag sprach direkt zu meinem Herzen. panta rhei. Gerda

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  3. ellilyrik schreibt:

    …wunderschön in Wort und Bild.
    Ein entspanntes Wochenende wünsche ich Dir.
    Alles Liebe, Elke

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  4. dergl schreibt:

    Ich finde es auch sehr berührend. Besonders weil ich in der „akuten Situation“ oft darüber nachdenke, dass ich eigentlich so was ähnliches bin. Der Vater meiner Mutter stammte aus Siebenbürgen, da spricht man zwar deutsch, aber die Mentalität ist sehr anders und es wurde in der Familie meiner Mutter immer verdrängt oder nicht angesprochen, dass er ein Fremder war. Die Kinder waren mit einer deutschen Frau gezeugt und in Deutschland geboren, hatten alle in der 50er Jahren viel vergebene Modenamen und also auf Teufel kom raus Deutsche. Aber hat man die nicht um ihre (Teil)-Heimat und ihre (Teil-)Kultur betrogen, weil sie so was wie „Heimat“ nur in der heimatlosen Bedeutung der Siebenbürger Sachsen kannten? (Ich glaube, dass ist mit ein Grund warum meine Mutter zum Beispiel die geflohenen Menschen in ihrer Nachbarwohnung, sehr nette Menschen aus Syrien und – ich glaube – dem Irak, so „hasst“). Meine 90-jährige Nachbarin musste im Krieg fliehen und sie hat nicht nur großes Mitgefühl mit den Menschen, die bei uns in den Notunterkünften zusammengepfercht sind, sie singt manchmal noch Lieder von Petersburg.

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