Mit dem Zeichnen der Kalenderblätter kam ich wieder nicht nach, musste nachtragen, und verwendete daher heute Fotos als Vorlage der sechs Zeichnungen.
Der 17. und 18. März zeigt Anblicke meiner Lieblingsbucht. Leider schlagen die schwarzen Filzstifte durch, wie auf No 17 zu sehen ist. Dennoch kann ich nicht davon lassen. Ich habe grad eine Phase, wo ich die starke Konturlinie brauche – vermutlich, um mich von all den Unsicherheiten im Weltgeschehen abzugrenzen.
Der 19. zeigt einen baulichen Schandfleckan einem anderen Küstenstück. Vor vielen Jahren – man sagt, in der Zeit der Junta (1967-74) wurde wild gebaut. Danach wurden diese wilden Bauten häufig gestoppt, aber nicht abgerissen. Sie dürfen weiter die Küsten verschandeln. Der 20. zeigt, quasi als Gegengewicht, einen sehr alten Durchgang im Bergdorf.
Auch die Zeichnungen des 21. und 22. März zeigen Gebäude aus dem Bergdorf: links ein properes Kirchlein, rechts die Reste eines einst imposanten Gebäudes, von dem nur noch eine Mauer steht. Es lehnt sich an ein anderes Haus, das ebenfalls unbewohnt ist. Auf dem Vorplatz liegen Planen mit Schutt oder Baumaterial darunter. Mir gefiel der Kontrast der hell leuchtenden ockrigen Fläche gegen den verschatteten Teil. Das Zeichnen solcher aus unterschiedlich gefärbten Steinen gemauerten Wände ist allerdings eine Herausforderung an die Geduld, die ich nicht habe.


