100 Wörter dürfen es sein, davon sind drei von Wortman vorgegeben: Alter, backen und kontern. Die habe ich in einen gereimten Dialog gebracht. Die Idee ist mir durch meine aktuelle Lektüre gekommen: Dostojewski, „Der Doppelgänger“. Da geht es um ein armseliges Verwaltungsmännchen, dass zu seinem Entsetzen von seinem Doppelgänger heimgesucht wird.
„Bin ich Ego? Bin ich das Alter?
Bin ich vielleicht nur der Verwalter?“
So fragt sich mancher, der im Spiegel sich
Betrachtet und dann ärgerlich
Die Backen aufbläst und die Stirne kraust
Die Zunge ausstreckt und am Kopf sich laust.
Doch Alter Ego kontert sehr geschickt
Hat mit demselben Blick zurückgeblickt
Streckt ebenso die Zunge raus
Und fängt am Kopf dieselbe Laus.
Bläst Backen auf und rümpft die Nase
Und echot auch dieselbe Phrase:
„Bin ich das Alter Egoo
Und wenn es stimmt, wiesoo?“
ps. Ich hatte den Computer schon zugemacht, da fiel mein Blick auf eine Postkarte, die daneben lag. Ulli Gau hat sie mir vor ein paar Jahren geschickt. Sie passt so gut zum Text, dass ich ein Foto davon noch einfügen möchte.


Susanna Kubelka ist daran schuld, dass mir bei der Erwähnung Ödön von Horváths stets als erstes einfällt, dass er im Alter von 36 Jahren in Paris während eines Gewitters von einem herabstürzenden Ast erschlagen wurde. Wenn mir jemand einen Vorwurf daraus machte, würde ich mit Horváths Zitat von der Postkarte kontern und ihn oder sie fragen, ob es ein Rezept gibt, nach dem man sich korrekte Assoziationen backen kann.
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Ich hatte es vergessen
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Die Collagen gefallen mir sehr gut. Sehr schöne Kompositionen aus Formen und Farben.
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Ein wahnsinnig guter passender Spruch für so viele von uns 🙂
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